Wein und Kunst: Genuss für Leib und Seele

Bekannte Gesichter Mühlackers stellen Ausflugsziele in ihrer Heimat vor – Mit Citymanager Thomas Müller ins Remstal

Von Maren Recken Erstellt: 30. August 2014, 01:00 Uhr
Wein und Kunst: Genuss für Leib und Seele Der Skulpturenpfad Strümpfelbach regt mit in den Weinbergen aufgestellten Skulpturen dazu an, die Landschaft neu zu erleben. Die „Dialog“ genannte Skulptur ist der Liebling von Citymanager Thomas Müller. Foto: Recken

Sie sind in Mühlacker berufstätig, leben aber nicht in der Senderstadt. Sie kennen die schönsten Ausflugsziele rund um ihren Wohnort und zeigen diese dem MT-Reporterteam. Im heutigen Teil unserer Serie geht es mit Citymanager Thomas Müller ins Remstal.

Mühlacker/Weinstadt. Thomas Müller gehört zu den Berufspendlern. Arbeitsmäßig eng mit Mühlacker verbunden, zieht es ihn für Freizeitaktivitäten in die Nähe seines Wohnortes Weinstadt im Remstal. Hier ist der Name Programm. Die aus dem fünf Orten, Beutelsbach, Endersbach, Großheppach, Schnait und Strümpfelbach bestehende Gemeinde ist eines der größten Weinbauzentren Baden-Württembergs. Kein Wunder also, dass der Mühlacker Citymanager sich als Weinliebhaber outet und für einen Ausflug in seine Heimat unter anderem den Besuch in einem Weingut vorschlägt.

Sven Ellwanger ist Spross einer echten Weinbauerndynastie. Seit 500 Jahren betreibt seine Familie in Großheppach Weinbau, doch erst seit knapp 40 Jahren werden die Trauben auf dem Weingut, das von Sven Ellwanger gemeinsam mit Schwester und Vater betrieben wird, selbst weiterverarbeitet. Dass der Weinbau im Hause Ellwanger trotz einer mehrere hundert Jahre bestehenden Familientradition kein alter Zopf ist, beweist Sven Ellwanger nicht nur damit, dass er beispielsweise Kerner, den er „KING“ nennt, im Barrique ausbaut, sondern auch damit, dass er gemeinsam mit vier weiteren Winzern die Gemeinschaft „Junges Schwaben“ gegründet hat. Deren Philosophie lautet: „Was der Schwabe anfängt, das macht er recht – und wenn’s geht noch ein bissle besser.“

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Ziel ist es, die Bodenständigkeit mit Avantgarde zu verbinden. 2010 gab es dafür den Artvinum-Preis als europäische Nachwuchswinzer. „Wir machen auch viele Reisen zu renommierten Weingütern ins Ausland, um unseren regionalen Wein nach vorne zu bringen, erklärt Sven Ellwanger ein weiteres Ziel der Fünfergruppe Junges Schwaben.

Nicht nur mit ihrem Wein als von Liebhabern edler Tropfen geschätztes Endprodukt kann die Heimatgemeinde des Mühlacker Citymanagers glänzen. Der Skulpturenpfad Strümpfelbach regt mit in den Weinbergen aufgestellten Skulpturen dazu an, den Genusssinn mit dem optischen Wahrnehmungssinn zu verknüpfen. „Wein und Kunst passen gut zusammen“, findet der Citymanager. Der Wein schmecke gut, und die Weinberge böten ein perfektes Ambiente für die von Künstlerhand geschaffenen Skulpturen. Daher sei der Skulpturenpfad ein von ihm gerne besuchter Ort, der dazu einlade, Kunst zu betrachten, gleichzeitig den Blick abschweifen zu lassen und die Natur zu genießen.

Knapp drei Kilometer lang ist der Wanderweg durch die Weinberge in Sachen Kunst. Gezeigt werden 43 Skulpturen aus Bronze und Stein, geschaffen von drei Generationen der Künstlerfamilie Nuss. Bronzearbeiten von Professor Fritz Nuss (1907 bis 1999), seinem Sohn, Professor Karl Ulrich Nuss (geboren 1943), sowie Steinskulpturen zweier Enkel von Fritz Nuss, Christoph Traub (Jahrgang 1964) und Felix Engelhardt (geboren 1970). Der kunstinteressierte Wanderer findet unter den Skulpturen beispielsweise Figurenpaare aus der griechischen Mythologie wie „Lea mit dem Schwan“ oder „Europa mit dem Stier“, zwischen den Reben fast versteckte weibliche Akte wie die „Liegende“ oder die „Sitzende“.

Am höchsten Punkt des Skulpturenpfads dann zwei sich die Hand reichende, ins Gespräch vertiefte Figuren, „Dialog“ genannt. Übrigens eine der Lieblingsskulpturen Thomas Müllers. Schließlich sei der Dialog ja auch ein ganz wichtiger Bestandteil seines Jobs, findet der Citymanager. Für den Wanderer im Weinberg hat diese Skulptur vor allem darum einen besonderen Reiz, weil die Körperhaltung die beiden ins Gespräch Vertieften einen Rahmen ergibt, der je nachdem, in welcher Entfernung von der Skulptur sich der Betrachter befindet, einen ganz unterschiedlichen Blick auf die unter den Weinbergen liegende Landschaft eröffnet.

Unter unseren Lesern verlosen wir ein Weinpräsent von Sven Ellwanger. Um dieses zu gewinnen, muss eine Frage beantwortet werden, die wir im Video über den Ausflugstipp mitsamt der Lösung verpackt haben – viel Spaß !

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