Demonstrieren statt Unterricht?

Von Jakob Graf Erstellt: 16. März 2019, 00:00 Uhr
Demonstrieren statt Unterricht? Demonstrieren statt Unterricht?

Mühlacker. „Fridays for future“ heißt die Aktion, bei der Schüler immer freitags für den Klimaschutz demonstrieren und dafür die Schule Schule sein lassen. Was halten die Menschen in Mühlacker davon? Was tun sie selbst fürs Klima?

Brigitte Alber

Ich finde die Schülerproteste gut, da sie zum Denken anregen. Dass während der Schulzeit demonstriert wird, finde ich persönlich okay. Natürlich ist es aber auch verständlich, dass Lehrer dieses „Schwänzen“ stört. Mir persönlich ist das Klima sehr wichtig. Wir heizen zum Beispiel seit 30 Jahren nur mit Holz.

Dr. Simone Vayhinger

Die Proteste der Schüler gefallen mir gut. Es muss dringend etwas passieren. Auch, dass die Aktionen während der Schulzeit sind, finde ich gut. Sicherlich gibt es ein paar Schüler, die nur an den Demonstrationen teilnehmen, um dem Unterricht zu entkommen. Darüber sollte man jedoch hinwegsehen und das große Ziel im Auge behalten. Mir ist der Klimaschutz sehr wichtig. Daher bleibt das Auto, so oft es eben geht, stehen.

Catriona Sutherland

Es ist gut, dass sich so viele junge Leute für ihre Zukunft einsetzen. Natürlich ist es nicht optimal, dass dafür Unterrichtszeit verloren geht. Ich fahre oft mit dem Bus oder gehe zu Fuß. Auch Plastikmüll vermeide ich möglichst, da mir der Klimaschutz am Herzen liegt.

Karl Schreiner

Ich finde die Aktion sehr notwendig und hoffnungsstiftend. Auch dass die Proteste in der Schulzeit sind, ist sehr gut. Klimaschutz bedeutet für mich, zu verhindern, dass es in 20 Jahren viele Millionen Klimatote gibt. Ich selbst werde bis 2050 nicht mit dem Flugzeug reisen.

Jörg Knüppel

Sich für Klimaschutz einzusetzen, ist natürlich grundsätzlich richtig. Leider betreiben einige große Länder wie China, die USA oder Russland Klimaschutz nicht richtig. Daran muss gearbeitet werden. Es muss natürlich geregelt werde, dass die Schüler in ihrer Schulzeit demonstrieren. Es ist nicht gut, wenn sie unangemeldet nicht zum Unterricht erscheinen. Klimaschutz ist enorm wichtig. Dabei sollte man auch die Umweltverschmutzung nicht vergessen.

Hans Scheipner

Meistens ist es positiv, wenn man sich für etwas einsetzt. Allerdings könnte es sein, dass die Schüler selbst einen nicht ganz klimafreundlichen Alltag leben. Somit demonstriert ein Teil der Schüler auch irgendwie gegen sich selbst. Natürlich trifft das nicht auf alle zu. Ich bin selbst Landwirt, und da gibt es Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Daher verheizen wir auch viel eigenes Holz, um das Klima zu schonen.

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