Großbaustellen

Von Thomas Sadler Erstellt: 31. Dezember 2016, 00:00 Uhr
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OB-Wahl 2017: Auf den Amtsinhaber
warten einige Herausforderungen

Wenn heute um Mitternacht das Jahr 2016 endet, werden viele Menschen den Moment dazu nutzen, bilanzierend zurückzublicken und hoffnungsvoll nach vorne zu schauen. Das dürfte für Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider vielleicht noch mehr gelten als für manch anderen. Für ihn ist das nächste Jahr von besonderer Bedeutung, denn im Herbst 2017, wahrscheinlich im Oktober, steht in Mühlacker die Wahl des neuen – oder alten – Oberbürgermeisters an. Und kaum etwas in der (Kommunal-)Politik eignet sich so gut für Spekulationen wie bevorstehende Wahlen.

Sicher ist, das macht Frank Schneider im Interview mit dem Mühlacker Tagblatt deutlich, dass er sich ein weiteres Mal um den Chefsessel im Rathaus bewerben will. Doch das war’s dann auch schon mit den Gewissheiten. Ob ein Herausforderer seinen Hut in den Ring werfen wird, ist eine spannende Frage, die vielleicht erst spät beantwortet wird. Der einzige Name, der bisher immer mal wieder im Zusammenhang mit einer Kandidatur fällt, ist der von Thomas Knapp. Aber auch das ist halt reine Spekulation, zumal sich der SPD-Fraktionsvorsitzende selbst nicht zu den sich hartnäckig haltenden Gerüchten äußert.

Würde es niemand wagen, gegen Frank Schneider anzutreten, wäre das einzig Interessante, wie hoch die Wahlbeteiligung ausfällt. Doch in jedem Fall ist es für den Amtsinhaber wichtig, Erfolge vorweisen zu können. „Mühlacker einen“ wollte er, und das ist ihm auch weithin gelungen. Das Verhältnis zwischen Gemeinderat und Verwaltung hat nach Schneiders Einzug ins Rathaus an Vertrauen gewonnen, und auch die Bevölkerung wird von der Verwaltung unter ihm „mitgenommen“; noch nie wurden die Bürger der Stadt auf so vielfältige Art an Entscheidungen und Ideen für die Zukunft beteiligt wie derzeit.

Auch in Hinsicht auf Baumaßnahmen hat Schneider einiges vorzuweisen. Aber gleichzeitig warten mehrere relevante Projekte noch auf ein Happy End. Das gilt für die Entwicklung des Ziegeleigeländes ebenso wie für die Neugestaltung des früheren Bijouterie-Anwesens in Dürrmenz. Immer wieder Stagnation und Rückschläge. Die größte Baustelle aber ist das Stadtzentrum. Überlebt der todgeweihte Mühlehof dank einer Sanierung oder eines Umbaus? Wird er durch eine neue Kulturhalle ersetzt? Der Traum von einem belebenden Einkaufszentrum durch private Investoren scheint gerade zu platzen.

Das Wahljahr wäre die richtige Zeit, mit wichtigen Ergebnissen zu punkten.

Thomas Sadler

Redakteur E-Mail: redaktion@muehlacker-tagblatt.de Telefon: (07041) 805-27

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