Erfolgskurs

Von Thomas Eier Erstellt: 20. Juli 2019, 00:00 Uhr
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Trotz Tücken im Detail: Der Triathlon
Mühlacker gilt als Bereicherung

Neben dem Mahle-Stadtlauf, der bei seiner 18. Auflage im Mai fast 1400 Teilnehmer anlockte, hat sich – wenngleich deutlich jünger – ein weiteres sportliches Highlight in Mühlacker etabliert. Der dritte Triathlon an diesem Sonntag vermeldet eine neuerliche Steigerung bei den Voranmeldungen, und selbst wenn er im Vergleich gesehen einer der kleineren Wettbewerbe im Land ist: Der überregionale Werbeeffekt für die (Sport-)Stadt Mühlacker rechtfertigt – bei allem Verständnis für die Probleme der „abgehängten“ Dürrmenzer und anderer Anlieger – auch diverse Einschränkungen, die sich an diesem Tag nicht vermeiden lassen.

Kenner des Wettkampfs in der Heimatstadt von Profi Sebastian Kienle loben die perfekte Organisation inklusive der Bewirtung durch den Musikverein und die gute Stimmung an einer optimalen Laufstrecke im Herzen der Stadt. Das Schwimmen in der Enz? Gewöhnungsbedürftig, aber akzeptabel, sagen die Starter auf der olympischen Distanz und im Sprint, die im Gegensatz zu den Jedermännern und -frauen in den Fluss statt ins Freibad müssen. Für Diskussionen, was die Kurssetzung betrifft, sorgte dagegen insbesondere die anspruchsvolle Radstrecke durch Dürrmenz und den Plattenwald hoch nach Pinache und zurück. Mit dem Ziel, Gegenverkehr in der tückischen Kurve bei der Wasserhalde zu vermeiden, wurde deshalb kurzfristig – sehr kurzfristig – nachgebessert. Erstmals verläuft ein Teil des Anstiegs nicht mehr auf der Landesstraße, sondern am Wullesee vorbei über asphaltierte Feldwege, während bergab die gesamte Straßenbreite genutzt werden kann.

Ein Beispiel, das zeigt, dass sich auch nach zwei erfolgreichen Auflagen noch an Details feilen lässt, während sich bei den Abläufen dank des professionellen Veranstalters Eventpower und des Engagements der weiteren Beteiligten rasch eine gewisse Routine eingestellt hat. Ein Vorteil in Mühlacker, heißt es im Teilnehmerfeld, seien die kurzen Wege mit einer Wechselzone, weil so nicht nur die Sportler ihre Ausrüstung bequem deponieren, sondern auch die Zuschauer auf engem Raum den Überblick übers Geschehen bewahren können.

An Zaungästen mangelte es in den vergangenen Jahren nicht, und auf eine ähnliche Unterstützung hoffen die Sportler, vor denen jeder Außenstehende den Hut zieht, auch in diesem Jahr. So kann der Autor dieses Beitrags zwar einigermaßen solide schwimmen, er fällt nicht gleich vom Rad, und einige Meter joggen sind auch noch drin – aber alle drei Disziplinen nacheinander in Wettkampfmanier zu bewältigen: Respekt!

Unterm Strich ist das Spektakel mit dem sperrigen Namen – „Volksbank Triathlon Mühlacker powered by Stadtwerke Mühlacker“ – eine Bereicherung im Sportkalender der Stadt, und sollte das sogar der eine oder andere Dürrmenzer so sehen, es wäre umso schöner.

Thomas Eier

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