Zweiter Weltcupsieg: Nina Reichenbach triumphiert erneut

Von Silas Schüller Erstellt: 29. August 2018, 09:54 Uhr
Zweiter Weltcupsieg: Nina Reichenbach triumphiert erneut Zum Finale am Sonntag findet Nina Reichenbach ideale Bedingungen vor und sichert sich mit fünf Fehlerpunkten den zweiten Sieg im laufenden Trial-Weltcup. Fotos: privat

Nach dem Sieg zum Auftakt des Trial-Weltcups Ende Juli hat Nina Reichenbach auch den zweiten Wettbewerb der Serie gewonnen. Im italienischen Val di Sole holte die Ötisheimerin mit einer mutigen Vorstellung den ersten Platz.

Val di Sole/Ötisheim. „Wenn es regnet, macht es keinen Spaß zu fahren“, sagt Nina Reichenbach. Dass die talentierte Trial-Sportlerin am vergangenen Samstag bei Regenwetter das Halbfinale des Weltcups bestritt, stand demnach unter keinen guten Vorzeichen. „Alles war rutschig; die Hindernisse, die Reifen, die Bremsen“ berichtet die Ötisheimerin, die unter diesen Umständen selten bis nie trainiert oder an Wettkämpfen teilnimmt.

Allerdings wusste sie, „dass alle Konkurrenten die gleichen Bedingungen haben und niemand im Vorteil ist“. Deshalb ging die 19-Jährige trotz des schlechten Wetters optimistisch an den Start – und zeigte in beiden Läufen, die aus fünf Sektionen bestanden, mit zwei respektive sieben Fehlerpunkten einen starken Auftritt. In gewohnter Manier verwies sie die anderen Athletinnen wieder auf die Plätze, weshalb ihr am Sonntag beim Finale der begehrte letzte Starterplatz sicher war.

Als es dann um Weltcup-Punkte ging, spielte auch das Wetter wieder mit, so dass die sechs übriggebliebenen Fahrerinnen den an allen Stationen veränderten Parcours bei gewohnten Voraussetzungen in Angriff nehmen konnten. „Für ein Finale war der Kurs verhältnismäßig leicht“, meint Reichenbach, die lediglich in der fünften Sektion zu kämpfen hatte. So erging es auch ihren Gegnern, „die beim letzten Hindernis allesamt einen Fuß zur Hilfe genommen haben, weil sie sonst mit ihrem Bike nicht die nötige Höhe erreicht hätten“. Diese Maßnahme wird stets mit einem Strafpunkt geahndet, was den Trial-Spezialistinnen aber egal war.

Die ambitionierte Athletin des RSC Bretten sah die Sache aber anders: „Das war mir zu blöd, es genauso zu machen wie die anderen, die es nicht mal probiert haben, ohne Fuß-Unterstützung das Hindernis zu packen.“ Daraufhin sei sie vom Publikum besonders angefeuert worden, was sie motiviert habe. „Leider bin ich dann, als ich schon fast oben war, mit dem Rahmen an das Hindernis gestoßen und musste auch den Fuß einsetzen“, erzählt Reichenbach, die nach dem fünften Parcours – ebenso wie eine Spanierin – fünf Fehlerpunkte hatte. Laut dem Reglement gewinnt in diesem Fall diejenige, die mehr Sektionen ohne Fehlerpunkte absolviert hat. Und weil die 19-Jährige mehr „Nuller“ auf die Strecke gebracht hatte als die Kontrahentin, war ihr der zweite Weltcupsieg in diesem Jahr sicher. „Vor dem letzten Sprung habe ich gewusst, dass der Sieg so gut wie sicher war. Deshalb konnte ich auch noch mal volles Risiko gehen“, so Reichenbach.

Zur Halbzeit der vierteiligen Serie führt sie das Feld mit 400 Punkten überlegen an. In dreieinhalb Wochen geht es weiter in Antwerpen, wo die Trial-Asse in der Innenstadt ihr Können Beweis stellen. „Da freue ich mich schon drauf“, sagt die Ötisheimerin, „jetzt komme ich zum fünften Mal dorthin, und immer hat es mir sehr gut gefallen.“ Mitte Oktober steht dann der Abschluss an: Auf dem stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof kämpfen die Sportlerinnen um die letzten Punkte. Nach dem jüngsten Erfolg wäre es aber verwunderlich, wenn Reichenbach dann nicht oben auf dem Podest stehen würde.

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