Test gelungen: Kienle siegt in Finnland

Vorletzter Wettkampf vor dem Showdown beim Ironman Hawaii

Von Frank Goertz Erstellt: 15. August 2018, 00:00 Uhr

Turku/Mühlacker. „Ich habe das getan, was ich mir vorgenommen habe“ – so zitiert das Nachrichtenportal tri2b.com Sebastian Kienle, der am Wochenende beim Wettkampf der Challenge-Serie über die halbe Ironman-Distanz im finnischen Turku seiner Favoritenrolle gerecht geworden ist und nach 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer auf dem Rad und 21,1 Kilometern in Laufschuhen nach 3:38:09 Stunden als Erster durchs Ziel gelaufen ist und den Streckenrekord des Slowaken Jaroslav Kovacic aus dem Jahr 2016 um fast zehn Minuten unterbot.

Aus dem Höhentrainingslager in Livigno in Italien nach Finnland auf Meereshöhe – Sebastian Kienle probiert in dieser Saison einiges Neues aus. Nach vielen Jahren und seinem Sieg im deutschen Triathlon-Mekka in Roth über die volle Langdistanz ist Kienle wieder einmal ins Höhentrainingslager aufgebrochen, um an seiner Form zu feilen. Vor allem bei den Radeinheiten in den Bergen standen unzählige Höhenmeter auf dem Programm, weil es kaum flache Trainingsstrecken, dafür umso mehr Pässe gab. Scheinbar haben die Einheiten Kienle geholfen, denn in Finnland blieb er als einziger Sportler auf dem Rad unter der Zwei-Stunden-Marke. Seine Bestzeit von 1:55:32 Stunden entspricht einem Schnitt von mehr als 45 Kilometern in der Stunde.

Angefangen hatte der Wettkampf für Kienle allerdings mit einem durchwachsenen Schwimmen. Nach 27:26 Minuten kam er als 16. männlicher Profi aus dem Wasser. Sein schärfster Konkurrent, der Spanier Pablo Dabena, war drei Minuten schneller. Doch auf dem Rad setzte Kienle den amtierenden Langdistanz-Weltmeister der Internationalen Triathlon Union (ITU) schnell unter Druck, verkürzte den Abstand. Auf der zweiten Radhälfte pulverisierte Kienle seine Gegner förmlich. Während Dapena & Co. immer langsamer wurden, wurde der Favorit aus Mühlacker immer schneller und kam mit über vier Minuten Vorsprung in die zweite Wechselzone.

Beim abschließenden Halbmarathon versuchte Dapena noch einmal alles, lief hart an und konnte auf den ersten fünf Kilometern den Abstand tatsächlich ein wenig verkürzen. Aber Kienle hielt dagegen und lief mit 1:12:10 Stunden die zweitbeste Halbmarathonzeit in Turku. Nur Pablo Dapena war beim Laufen sechs Sekunden schneller.

Die Challenge Turku war für Kienle das vorletzte Rennen vor dem Ironman Hawaii am 13. Oktober. Der letzte Formtest steht für Kienle am 2. September bei der Challenge Walchsee in Österreich an. Dieser Wettkampf führt wie schon in Turku über die Mitteldistanz.

Frank Goertz

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