Kienle stellt sich der Konkurrenz in Utah

Der Mühlacker Triathlet steht vor seinem ersten Rennen seit dem schmerzhaften Ausscheiden beim Ironman auf Hawaii

Erstellt: 2. Mai 2019, 00:00 Uhr
Kienle stellt sich der Konkurrenz in Utah Sebastian Kienle kehrt am Samstag ins Wettkampfgeschehen zurück. Foto: Red Bull Content Pool

St. George/Mühlacker (pm). Sechs Monate nach seiner verletzungsbedingten Rennaufgabe beim Ironman Hawaii steht für Sebastian Kienle am kommenden Samstag ein erster ernsthafter Test auf dem Rennkalender: die „IM 70.3 North American Championships“.

Bereits sechsmal war Kienle bei der Mitteldistanz in St. George (Utah) am Start, den Sieg konnte sich der 34-Jährige allerdings noch nicht sichern. Zuletzt erkämpfte sich der Triathlon-Profi aus Mühlacker bei der traditionell stark besetzten Kontinentalmeisterschaft die Plätze zwei (2018/2016) und drei (2017). Dreimal musste sich Sebastian Kienle dabei dem Kanadier Lionel Sanders geschlagen geben, der in diesem Jahr verletzungsbedingt fehlen wird.

Als Topfavorit geht mit Rudy von Berg (USA) der amtierende Titelträger der „IM 70.3 European Championships“ an den Start. Der aufstrebende Nachwuchsathlet aus den USA peilt an sich den, in seiner Palmarès noch fehlenden, Sieg bei den „IM 70.3 North American Championships“ zu sichern. Zu beachten sind zudem beiden Amerikaner Ben Hoffman und Sam Long, mit denen Sebastian Kienle in den vergangenen Wochen gemeinsame Trainingseinheiten absolviert hat. Auch Joe Gambles (AUS), Eric Lagerstrom (USA) und Jeff Symonds (CAN) sind auf dem anspruchsvollen Kurs nicht zu unterschätzen.

Nach einem erfolgreichen Trainingslageraufenthalt in Tucson, schätzt Kienle seine Chancen auf eine Podiumsplatzierung als „realistisch“ ein. Ob die Form so früh in der Saison schon für einen Sieg reicht, wird sich am Samstag zeigen. Speziell im Laufen hat Kienle nach seiner verletzungsbedingten Laufpause aufgrund von Problemen am Ansatz der Achillessehne noch einen Trainingsrückstand aufzuholen. Erfreulich für ihn ist die Tatsache , dass der Genesungsprozess trotz kontinuierlicher Steigerung von Laufumfang und Intensität weiter voranschreitet.

Zur Vorbereitung auf das Rennen in St. George hat Sebastian Kienle bereits drei Trainingslageraufenthalte in den Beinen. Im Dezember verweilte das Mitglied des neugegründeten „hep-Sportsteams“ in Las Playitas auf Fuerteventura, Anfang März ging es mit der Trainingsgruppe seines neuen Coachs Philipp Seipp nach Girona. Den letzten Schliff für das anstehende Rennen in St. George holte er sich, wie im Vorjahr in Tucson, Arizona.

Im Anschluss an das Comeback in den USA steht für Kienle die Challenge Heilbronn (19. Mai) auf dem Programm, ehe es bei „The Championship“ im slowakischen Šamorín zum nächsten Aufeinandertreffen mit Rudy von Berg kommt.

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