Kienle besteht Formtest, verpasst jedoch das Podest

Saisonauftakt des Weltklasse-Triathleten aus Mühlacker fällt nach einer Zeitstrafe ergebnistechnisch durchwachsen aus

Erstellt: 7. Mai 2019, 00:00 Uhr
Kienle besteht Formtest, verpasst jedoch das Podest Sebastian Kienle (re.) kommt in St. George auf Rang sieben. Foto: Red Bull Content Pool

Beim ersten Rennen seit seiner Verletzungspause hat Sebastian Kienle im US-Bundesstaat Utah den siebten Platz erreicht. Dabei überdeckte eine eingehandelte Zeitstrafe die gute Verfassung des 34-jährigen Radspezialisten.

Saint George (pm). Sechs Monate nach seiner verletzungsbedingten Rennaufgabe beim Ironman Hawaii hat sich Sebastian Kienle bei den Ironman 70.3 North American Pro Championships in St. George (Utah) erstmals wieder der Konkurrenz gestellt. Das Fazit zum Saisonauftakt fällt dabei gemischt aus. Der Auftakt im Schwimmen verlief für den Triathlon-Profi aus Mühlacker zufriedenstellend. Er stieg, nur knapp hinter der ersten größeren Gruppe, aus dem Sand Hollow Reservoir und startete auf dem Rad sofort die Aufholjagd zur Spitze.

Bei einem Überholvorgang erhielt der bis zu diesem Zeitpunkt mit Abstand schnellste Radfahrer im Feld eine umstrittene 5-minütige Zeitstrafe, über die in den sozialen Medien kontrovers diskutiert wird. Durch diese Entscheidung fiel Kienle von Position zwei bis ins hintere Mittelfeld zurück. Im letzten Drittel der Radstrecke konnte er, dank der besten Radleistung, zahlreiche Plätze gutmachen und sich in die Top Ten zurückkämpfen.

Trotz langer Laufpause: Kienle überzeugt beim Halbmarathon

Beim abschließenden Halbmarathon überzeugte Kienle trotz einer fast dreimonatigen Laufpause mit der viertschnellsten Zeit und setzte die ums Podium kämpfende Verfolgergruppe mächtig unter Druck. Am Ende kam der 34-Jährige mit einem Rückstand von 4:18 Minuten auf den Sieger Rudy Von Berg als Siebter ins Ziel. Für Kienle war die erste Zeitstrafe im Laufe seiner Profikarriere darum umso ärgerlicher, denn ohne diese hätte seine Leistung wohl Platz Zwei oder sogar den Sieg bedeutet. Eine Videoaufnahme der Szene, bei der es zu der Kampfrichterentscheidung zu Ungunsten des Mühlackerers kam, sorgte indes in der Triathlon-Szene für Aufsehen. So sieht die Mehrheit der Triathlon-Fans diese als ungerechtfertigt an.

Viel Zeit zum Aufregen bleibt dem Radspezialisten indes nicht, denn bereits in zwei Wochen, am 19. Mai, steht das nächste Rennen vor der Tür. Im nahen Heilbronn tritt Vorjahressieger Kienle als Top-Favorit an und könnte bereits seinen vierten Sieg in der Neckarstadt feiern.

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