Der Anstieg beginnt auf dem Feldweg

Triathlon: Veranstalter reagiert auf welligen Belag auf der Plattensteige – Abfahrt weiterhin über die L1134 an der Wasserhalde

Von Silas Schüller Erstellt: 19. Juli 2019, 00:00 Uhr
Der Anstieg beginnt auf dem Feldweg Die Abfahrer (gelb) haben die Plattensteige nun für etwa 800 Meter für sich alleine.

Nach einem Hinweis eines Teilnehmers haben die Organisatoren des Mühlacker Triathlons den Radkurs leicht geändert. Dies betrifft den Auf- und Abstieg auf der Landesstraße 1134 zwischen Dürrmenz und dem Plattenwald.

Mühlacker. „So eine Streckenänderung haben wir bei unseren Triathlons noch nie gehabt“, erzählt Annette Gasper während der Besichtigung der unebenen Stellen oberhalb einer Serpentine. In diesem Fall sei der Schritt jedoch zweifelsfrei nötig, betrage der Höhenunterschied innerhalb einer Handbreite doch gute 20 Zentimeter. „Der Starter Frederik Trockel (Stadtwerke Mühlacker und Hobby-Triathlet; d. Red.) hat uns Anfang der Woche nach einer Trainingsfahrt auf die gefährliche Stelle hingewiesen, woraufhin wir auf die Stadt zugegangen sind“, berichtet die Geschäftsführerin von eventpower.

Darauf sei der Leiter des Ordnungsamts, Ulrich Saur – ebenfalls Triathlet – dem Hinweis nachgegangen. In Zusammenarbeit mit Joachim Woesner vom Straßenverkehrsamt überlegte sich Saur eine Alternative zu der Strecke – und wurde schnell fündig. „Der Kalkweg am Wullesee ist durchgehend asphaltiert und eignet sich ebenfalls für die Rennradler“, stellt Woesner fest. Auch die Breite und der Zustand der Straße erfüllten die Anforderungen für eine Benutzung, weshalb sich die Verwaltung dazu entschlossen habe, dem Veranstalter die Ausweichstrecke vorzuschlagen. Annette Gasper war bei der gemeinsamen Besichtigung sehr angetan von dem Modell, das die Auf- und Abfahrer am Plattenwald für eine kurze Strecke trennt: Nach dem Dürrmenzer Ortsausgang werden die Radfahrer demnach auf den Kalkweg geleitet, der ungefähr 800 Meter hinauf zum Parkplatz am Plattenwald führt. Von dort geht es weiter auf der L1134 nach Pinache, wo die Athleten kehrtmachen. Auf der Abfahrt ins Enztal bleiben die Radler auf der Landesstraße, die gefährlichen Unebenheiten werden dann markiert sein und können ohne Weiteres umfahren werden. Vor dem Ortseingang treffen die Spuren wieder zusammen; dann gilt – wie auf dem restlichen Kurs – das System des Rechtsverkehrs.

Für Joachim Woesner ist diese Streckenführung die beste Lösung: „Wir haben mit der Straßenmeisterei darüber gesprochen, den Belag vor dem Rennen entsprechend zu sanieren, aber dafür reicht die Zeit einfach nicht aus. Mit dem Kalkweg als Ausweichstrecke schaffen wir mehr Platz für die Abfahrer in dem kritischen Bereich. Das erhöht die Sicherheit aller Fahrer.“ Was die Kritik betrifft, die Verwaltung hätte die Straßenschäden schon früher erkennen müssen, nimmt der Behördenleiter seine Abteilung in Schutz: „Die Straßenmeisterei fährt regelmäßig die Straßen auf unserer Gemarkung ab, und wenn die Unebenheiten in dieser Ausprägung schon länger da gewesen wären, hätten wir das bemerkt.“ Er geht davon aus, dass die Hitze der vergangenen Wochen dem Asphaltbelag zugesetzt und die Wölbungen deutlich vergrößert habe.

Nun hoffen die Organisatoren von eventpower und Stadtverwaltung, alle Stolpersteine beseitigt zu haben, damit der Triathlon ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen kann. „Beim letzten Mal hat es keine Verletzten gegeben, und so soll es auch am Sonntag sein“, wünscht sich Woesner.

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