Nicht fair

Von Lukas Huber Erstellt: 3. April 2020, 00:00 Uhr
Nicht fair Nicht fair

DTTB und Landesverbände haben eine unglückliche Entscheidung getroffen

Dass der Deutsche Tischtennis-Bund und die Verbände mit dem Saisonabbruch eine einheitliche und vor allem frühzeitige Entscheidung gefällt haben, ist aller Ehren wert, denn dadurch wissen die Vereine schon jetzt, was Sache ist. Die Variante, die gewählt wurde, erscheint allerdings als eine der erdenklich ungünstigsten.

Klar ist, dass es sportartenübergreifend für Verantwortliche schwer ist, mit der aktuellen Krise umzugehen und es auch im Tischtennis kein Szenario gibt, das jeden zufriedengestellt hätte. Doch eine Saison abzubrechen und nach dem letzten Stand zu werten, ist vor allem angesichts dessen, dass manche Teams öfter gespielt haben als andere, nicht fair. Welcher Sportler will schon einen Aufstieg feiern, obwohl etwa das entscheidende direkte Duell noch nicht gespielt wurde? Wer kann einen Abstieg akzeptieren, wenn der Konkurrent nur aufgrund des Spielplans schon in mehr Partien an der Platte stand als man selbst? Sicherlich niemand, und deshalb ist der Beschluss auch denkbar unglücklich.

Richtige Entscheidungen gibt es derzeit sicherlich nicht, aber es wäre wahrscheinlich besser gewesen, alle Begegnungen der Rückrunde zu annullieren und ausschließlich die Resultate aus der Vorrunde zu werten – denn dann hätte jede Mannschaft wenigstens die gleiche Anzahl an Partien absolviert. Eine andere, möglicherweise fairere Variante wäre gewesen, die komplette Saison zu wiederholen.

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