Hans Tödter Weltmeister im Doppel

Gehörloser Tennisspieler aus Knittlingen trumpft bei Deaflympics in Sofia auf – Kleiner Empfang im Rathaus der Fauststadt

Von Volker Henkel Erstellt: 10. August 2013, 00:00 Uhr
Hans Tödter Weltmeister im Doppel Gratulation zu einem großen sportlichen Erfolg: Der Knittlinger Tennisspielers Hans Tödter (re.) wird von Knittlingens Bürgermeister Heinz-Peter Hopp für den WM-Sieg im Doppel bei den Titelkämpfen der Gehörlosen „Deaflympics“ beglückwünscht. Foto: Fotomoment

Die Stadt Knittlingen hat gestern den gehörlosen Tennisspieler Hans Tödter für seinen jüngsten großen Erfolg geehrt. Der 31-Jährige aus Knittlingen holte vor wenigen Tagen bei den Deaflympics in der bulgarischen Hauptstadt Sofia gemeinsam mit Urs Breitenberger aus Neuwied Gold im Doppel.

Knittlingen/Sofia. Knittlingens Bürgermeister Heinz-Peter Hopp empfing den Sportler gestern im Rathaus. Am Freitag vor einer Woche hatte der bei der Tennisabteilung des TV Mühlacker in der Bezirksliga aufschlagende Hans Tödter mit Urs Breitenberger vom Andernacher TC mit 7:6 (8:6), 6:4, 6:4 über die amtierenden Europameister Mikael Laurent und Vincent Novelli aus Frankreich triumphiert.

„Wir freuen uns sehr über einen so tollen Titel“, betonte gestern Knittlingens Stadtoberhaupt. Das 31-jährige Tennis-Ass ist gelernter Maler und im Rathaus ohnehin kein Unbekannter – Tödter arbeitet beim städtischen Bauhof in Knittlingen. „Er ist durch und durch ein Sportler“, würdigte ihn Hopp. Der Erfolg sei eine „Krönung“ jahrelanger sportlicher Arbeit, die von seinem Vater Hans-Rudolf Tödter gefördert wird. Für Knittlingens Bürgermeister ist der jüngste Erfolg eine beachtenswerte Leistung, schließlich betreibe der Vater zweier Kinder seinen Sport nebenher.

Neben einem Gutschein und einer Urkunde gab Hopp Hans Tödter als Zeichen der Unterstützung zwei Tage Sonderurlaub. Im kommenden Jahr ist Tödter automatisch für die WM in den USA qualifiziert. Der Knittlinger sagte, dass es schwer sei, soweit zu kommen. Das Niveau bei einer WM sei sehr hoch. Die meisten Teilnehmer seien Profis, die viel mehr trainieren könnten. In Deutschland wäre es sehr schwierig, solch ein Niveau zu erreichen. „Das bringt dich hoch“, meinte er zu dem Erfolg gegen die beiden französischen Tennisprofis im Endspiel. Gute Aufschläge und die Begeisterung auf dem Center-Court in Sofia halfen zum Sieg. „Unglaublich“, so Hans Tödter.

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