Roxana Nothaft siegt in Luxemburg

Die 23-jährige Taekwondo-Kämpferin mit Mühlacker Wurzeln setzt sich im 18-köpfigen Weltklassefeld souverän durch

Erstellt: 19. Juni 2018, 00:00 Uhr
Roxana Nothaft siegt in Luxemburg Roxana Nothaft freut sich über den Sieg beim Luxemburg Open 2018.Foto: privat

Roxana Nothaft, international erfolgreiche Taekwondo-Kämpferin mit Mühlacker Wurzeln, hat bei den „Luxemburg Open“ die Goldmedaille gewonnen. Die 23-Jährige schaffte damit bereits die dritte Platzierung bei einem Weltranglistenturnier in diesem Jahr.

Luxemburg/Mühlacker (pm). Die Sportsoldatin und 15-fache Deutsche Meisterin im Vollkontakt-Taekwondo, die aktuell von insgesamt 717 gelisteten Wettkämpferinnen der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm auf dem zehnten Platz in der Weltrangliste steht, war in dem 18-köpfigen Teilnehmerfeld beim Wettkampf in Luxemburg an Nummer eins gesetzt. In der ersten Runde hatte sie wegen dieser Setzposition ein Freilos, was bedeutete, dass sie erst in der zweiten Runde in den Wettkampf einsteigen durfte. Seit Juni gelten außerdem neue Wettkampfregeln: Es werden nun Drehtritte zum Bauch mit vier und Drehtritte zum Kopf mit fünf Punkten bewertet, nicht wie früher mit drei beziehungsweise vier Punkten. Dies soll, wie in einer Mitteilung erklärt wird, die Attraktivität der olympischen Sportart steigern.

In ihrem ersten Match traf Roxana Nothaft auf Christina Pappa aus Griechenland, die erst vor relativ kurzer Zeit zu den Senioren gewechselt war, aber dennoch bereits acht internationale Medaillen vorweisen kann. Die frühere Mühlackerin kontrollierte den Kampf gegen die junge Griechin und gewann sicher mit 13:5.

Im Viertelfinale traf Roxana Nothaft auf die eher unbekannte Brasilianerin Nathalia Lima. Der Kampf verlief über die drei Runden äußerst punktearm. Am Ende sprang ein 5:1 und damit der Einzug ins Halbfinale für die Sportsoldatin heraus. Dort wartete Ela Aydin, siebenfache Deutsche Meistern, Vize-Europameisterin der Junioren 2017 und aktuelle 31. in der Weltrangliste. Erst Ende Mai waren sich beide im Halbfinale der Austria Open gegenübergestanden. Damals verspielte Nothaft einen Acht-Punkte-Vorsprung und unterlag am Ende mit 18:19 unglücklich. Dies, so der feste Vorsatz, sollte ihr an diesem Samstag nicht wieder passieren. Konzentriert nutzte die 23-Jährige die Deckungslücken ihrer Gegnerin und punktete mit harten Tritten zum Bauch. In der dritten Runde wurden die Angriffe von Aydin immer stürmischer, was sich auf ihre Deckung auswirkte, so dass Nothaft gut kontern konnte. Am Ende gewann sie klar mit 38:17 und zog damit in das Finale ein.

Dies erreichte die Griechin Anna Giakoumopoulou auf der anderen Poolseite, die unter anderem eine an zweiter Stelle gesetzte Japanerin ausgeschaltet hatte. Der letzte Kampf verlief ganz im Sinne von Roxana Nothaft. Treffer um Treffer baute sie ihren Vorsprung gegen die Konkurrentin aus und siegte am Ende souverän mit 18:7. Nach 2017 erreichte sie damit erneut Gold beim Weltranglistenturnier in Luxemburg, und es blieb gleichzeitig das einzige Gold der Deutschen Wettkämpfer und Wettkämpferinnen an diesem Tag.

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