Sportlerwahl 2019: Zwei Seriensieger und einige spannende Rennen

Sportlerwahl: Sebastian Kienle und Nina Reichenbach landen erneut auf Platz eins – Sabine Lindauer vom Verein Gym&Dance setzt sich im Feld der Trainer durch

Von Silas Schüller Erstellt: 15. März 2019, 00:00 Uhr
Sportlerwahl 2019: Zwei Seriensieger und einige spannende Rennen Gute Stimmung im Uhlandbau: Beim Ehrungsabend zur 22. Sportlerwahl des Mühlacker Tagblatt treffen sich erfolgreiche Akteure aus unterschiedlichsten Sparten, Trainer und Betreuer aus Vereinen und weitere Ehrengäste. Foto: Fotomoment

Zum wiederholten Mal haben die Leser des Mühlacker Tagblatt den Triathleten Sebastian Kienle und das Fahrradtrial-Ass Nina Reichenbach auf den Sportlerwahl-Thron gewählt. Doch die 22. Auflage brachte in den weiteren Kategorien auch einige Premieren-Sieger hervor.

 

Mühlacker. Als sich die erfolgreichen Mannschaften und Einzelsportler am Donnerstagabend zum Siegerbild versammelten, fehlte das wohl bekannteste Gesicht Mühlackers. Sebastian Kienle verpasste den Ehrungsabend unserer Zeitung aus nachvollziehbaren Gründen: Der 34-jährige Triathlet weilt derzeit im Trainingslager in Spanien, um seine reiche Trophäensammlung in der kommenden Saison weiter ergänzen zu können. Der erste Triumph des Jahres ist „Sebi“ Kienle schon sicher: Mit rund 40 Prozent der abgegebenen Stimmen fuhr der Triathlon-Profi den fünften Sieg in Serie bei der Sportlerwahl ein – bislang unerreicht in der Geschichte des Wettbewerbs.

Nicht minder zufrieden durften allerdings Bogenschütze Christian Combe und Skateboarder Jakob Dohse sein, die zum ersten Mal vertreten waren und gleich Podestplatzierungen erreichten.

Nina Reichenbach ist trotz ihres jungen Alters ebenfalls schon ein Dauergast bei der Gala des Mühlacker Tagblatt. Die 20-Jährige dominiert seit Jahren die Weltspitze im Fahrradtrial, was die Leserschaft mit dem dritten Siegerpokal in Folge honorierte. Dahinter lieferten sich Dressurreiterin Alexandra Pfeil und Bogenschützin Diana Single ein enges Rennen. Noch am vergangenen Donnerstag lagen die Kontrahentinnen gleichauf, ehe die Reitsportlerin sozusagen auf den letzten Metern davonzog.

Ähnlich spannend ging es in der Mannschaftswertung zu, die bis zur Hälfte der Abstimmungsphase vom S-Team der Pegasus-Voltigierer angeführt wurde. Dann schlug die Stunde der Ötisheimer Faustballerinnen, die just in diesem Zeitraum die Aufstiegsrelegation in die 1. Bundesliga meisterten und durch diesen sportlichen Paukenschlag wohl etliche Fans hinzugewannen. Innerhalb weniger Tage machten die TSV-Damen den Rückstand wett und verwiesen das S-Team und die Wiernsheimer Luftgewehrschützen auf die Plätze.

Beinahe analog zu den Mannschaften verlief die Entwicklung bei den Nachwuchssportlern. Mit dem Oberderdinger Reitertalent Moritz Treffinger führte ein amtierender Europameister die Konkurrenz lange an, bis Julian Klemm ihm langsam den Rang ablief. Als Junioren-Weltmeister im Segelfliegen hatte Letzterer ebenfalls gute Argumente vorzuweisen, zudem wird sein Heimatverein FSC Mühlacker ordentlich Werbung für seinen Vorzeigesportler gemacht haben. Zu dem Führungsduo, das nicht einmal 20 Stimmen auseinanderlag, gesellte sich mit der Wiernsheimer Luftgewehrschützin Alina Gengenbach eine weibliche Nominierte auf dem Podest.

Einen Start-Ziel-Sieg legte unterdessen das Jugend-Mixed-Team von Indiaca Ötisheim hin, das zwar stets die E-Jugend-Kicker aus dem eigenen Ort im Nacken spürte, jedoch nie seinen Vorsprung einbüßte. Deutlich knapper ging es im Duell um den dritten Rang zu, den das Jugendteam der Sportschützen Wiernsheim und die A-Junioren der SGM Großglattbach/Iptingen/Nussdorf beanspruchten.

Dabei lagen die Luftgewehr-Spezialisten zu Beginn mit deutlichem Rückstand auf dem vierten Platz, bevor eine Abstimmungswelle in der vergangenen Woche den Gleichstand herstellte. Weil dem Aufschwung aber nicht mehr allzu viele „Votes“ folgten, konnten sich die Fußballer, die regelmäßig Stimmenzuwachs bekamen, entscheidend absetzen.

Im Trainer-Ranking gab es von Beginn an keinen Zweifel, wer den goldenen Pokal abräumen würde. Die Gym&Dance-Kursleiterin Sabine Lindauer hatte die Wertung seit dem ersten Tag der Wahlphase angeführt, und das mit solch großem Vorsprung, dass der erste Platz für die Konkurrenz früh unerreichbar war.

Dahinter stellte sich die Frage, ob die Wiernsheimer Schützen mit Willi Gillé und Elmar J. Quere Silber oder zum dritten Mal Bronze holen. Das Trainerduo steuerte zunächst klar den Silberkurs an, allerdings holte dann der Trainer des Fußball-A-Ligisten TSV Phönix Lomersheim, Simon Roller, vor allem in der dritten Woche mit großen Schritten auf und überflügelte seine Konkurrenten letztlich um 25 Stimmen.

Sieger und Platzierte

Sportler:
1. Sebastian Kienle, Triathlon
2. Christian Combe, Bogenschießen
3. Jakob Dohse, Skateboard

Sportlerinnen:
1. Nina Reichenbach, Trial
2. Alexandra Pfeil, Dressurreiten
3. Diana Single, Bogenschießen

Mannschaften:
1. TSV Ötisheim Faustballerinnen
2. S-Team Pegasus, Voltigieren
3. Sportschützen Wiernsheim

Nachwuchssportler:
1. Julian Klemm, Segelfliegen
2. Moritz Treffinger, Dressurreiten
3. Alina Gengenbach, Schießen

Nachwuchsmannschaften:
1. Mixed-Team Indiaca Ötisheim
2. TSV Ötisheim E-Jugend, Fußball
3. SGM Großgl./Ipt./N. A-Jugend, Fußball

Trainer/innen:
1. Sabine Lindauer, Gym and Dance
2. Simon Roller, Phönix Lomersheim
3. Willi Gillé/Elmar Quere, Sps Wiernsheim

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