Überraschung für den Weltmeister im Segelfliegen

Julian Klemm wird nach seinem Sieg bei der Junioren-WM im Segelfliegen in Litauen von seinem Mühlacker Club empfangen

Von Norbert Kollros Erstellt: 16. August 2017, 00:00 Uhr
Überraschung für den Weltmeister im Segelfliegen Julian Klemm kehrt als Weltmeister von Litauen auf den „Hangenstein“ zurück. Bei der „Welcome“-Party von links die Eltern Jürgen und Andrea Klemm, Stadträtin Heide Roller, Julian Klemm, Bürgermeister Werner Henle und Vereinsvize Wolfgang Oehler. Foto: Kollros

Nur wenige Stunden nach seiner Rückkehr aus Litauen wurde der frischgebackene Segelflug-Weltmeister Julian Klemm von seinen Vereinskameraden des Flugsportclubs (FSC) Mühlacker mit einer spontan anberaumten Willkommens-Party begrüßt.

Mühlacker. Zum Gratulieren gekommen waren auch Ötisheims Bürgermeister Werner Henle – der Champion wohnt in Schönenberg – sowie Bürgermeister-Stellvertreterin Heide Roller im Namen des im Urlaub befindlichen Oberbürgermeisters. „Wir sind riesig stolz“, betonte der Vereins-Vize Wolfgang Oehler mehrfach, und sagte weiter: „Du wirst den Namen unseres Flugsportclubs nach außen tragen“. Seine rhetorische Frage, wie dieser Junioren-Weltmeistertitel in der Clubklasse wohl noch zu toppen wäre, beantwortete anschließend Schultes Werner Henle ganz pragmatisch: „Indem Julian Klemm beim nächsten Mal seinen Titel verteidigt.“

Wie bereits berichtet, gewinnt Julian Klemm die Weltmeisterschafft in Litauen. Lesen Sie hier den Artikel dazu.

„Toll, einfach nur toll“, freute sich Henle, der nachzuempfinden versuchte, wie der Flugsportler sich wohl „mit dem richtigen Fingerspitzengefühl“ den Titel sicherte. Henle bescheinigte ihm, auf dem Weg dahin viel Kraft, Zeit und Energie aufgewandt zu haben – und das noch neben seinem Studium.

„Die Stadt Mühlacker ist stolz auf ihre Sportler“, bekannte die ehrenamtliche Rathaus-Gesandte Roller, und freute sich gleichermaßen, dass Klemm fortan ebenso wie Triathlet Sebastian Kienle „den Namen unserer Stadt in alle Welt trägt“.

Die Freude über seinen Titel-Gewinn, über den unsere Zeitung bereits berichtet hat, war bei dem WM-Sieger auch noch am Montagabend unschwer erkennbar. Viel habe er dabei seinen Eltern Andrea und Jürgen Klemm zu verdanken, die ihn auf seinem bisherigen Weg unterstützt und seinen Erfolg ermöglicht hätten. Vater Klemm ist Berufspilot und sitzt im Cockpit einer 747er Lufthansa-Maschine, außerdem ist er Vorsitzender des FSC.

Wie der Junior berichtete, sei er am vorletzten Wettkampftag bei Schlechtwetter zwar auf den zweiten Platz zurückgefallen, habe dann aber am Finaltag die Spitze wieder zurückerobern können. Karsten Leucker, Team-Captain der Segelflieger, hatte nach der WM gesagt: „Die Taktik ist vor allem in der Clubklasse voll aufgegangen, und am Ende hatten wir auch das nötige Glück, dass der Österreicher Paul Altrichter Nerven gezeigt hat.“ Das deutsche Junioren-Team schloss bei der WM ebenfalls auf Platz eins ab. Der Deutsche Stefan Langer wurde zudem Dritter. Klemm berichtete in Sachen WM auch von einer Außenlandung auf einem – wie sich später herausgestellt habe – hermetisch abgeriegelten Privatflughafen. Doch diese Anekdote sei letztlich ohne Folgen geblieben.

In der Vereinsgeschichte ist Klemms Weltmeistertitel bislang ein Novum. Ein weiterer „Hangensteiner“, Eberhard Holl aus Horrheim, wurde 2016 und zwei Jahre zuvor jeweils WM-Dritter im Segelkunstflug. Laut den FSC-Vorsitzenden seien beide – und besonders Julian Klemm mit seinen 23 Jahren – sportliche Vorbilder für den Vereinsnachwuchs, um den es im Übrigen mit über 20 Jugendlichen recht gut bestellt sei.

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