Wasserfreunde nutzen Heimvorteil

Die Schwimmer aus Mühlacker holen insgesamt 51 Goldmedaillen – Organisatoren mit Teilnehmerzahl zufrieden

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 21. Mai 2019, 00:00 Uhr
Wasserfreunde nutzen Heimvorteil Startschuss: Vor den Augen der Zuschauer und der Zeitmesser werfen sich die jungen Schwimmerinnen am Samstagnachmittag ins Wasser. Foto: Stahlfeld

Nahezu 500 Teilnehmer haben bei der 10. Ausgabe des Internationalen Sendercups für viele sportliche Höhepunkte im Freibad gesorgt. Die Wasserfreunde erwiesen sich dabei als routinierter Gastgeber und ehrgeiziger Schwimmverein.

Mühlacker. Der Medaillenspiegel spricht eine deutliche Sprache: Von den 310 Goldmedaillen, die am Wochenende beim 10. Internationalen Sendercup der Wasserfreunde Mühlacker zu erringen waren, gingen allein 51 an den Gastgeber. Da überrascht es nicht, dass die Trainerinnen Nicole Carmosin und Leonie Jaeckle überaus zufrieden mit ihren Athleten waren. Mit deutlichem Abstand folgt die SSG Pforzheim. Deren Schwimmer standen 40 Mal ganz oben auf dem Siegerpodest.

Insgesamt hatten sich 484 Schwimmerinnen und Schwimmer vom Badischen und Hessischen Schwimmverband sowie vom Schwimmverband Württemberg zum Wettkampf angemeldet. Mit 2354 Einzelmeldungen und 42 Staffelmeldungen lag man zwar deutlich unter den 4000 Meldungen vom Vorjahr. Doch darüber war der Wasserfreunde-Vorsitzende Maximilian Haase nicht wirklich traurig.

Der Meldungs-Höchststand 2018 hatte die Organisatoren im Freibad an die Grenze des Machbaren gebracht. „Das war extrem“, erinnert sich Haase, der zudem eine Erklärung für den diesjährigen Rückgang hatte. Das Wetter sei in den vergangenen Wochen zu unbeständig gewesen, ebenso hatten die Wetterprognosen für das Wettkampfwochenende viele abgeschreckt. „Da viele Schwimmer in eineinhalb Wochen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen in Berlin starten, wollten sie nichts riskieren“, hatte Haase Verständnis dafür, dass etliche auf einen Start in Mühlacker verzichteten, um sich nicht zu erkälten. Mit Alexander Meng haben die Wasserfreunde selbst in diesem Jahr nur einen Schwimmer, der bei den Jahrgangsmeisterschaften vom 28. Mai bis 1. Juni startet. „Wir hatten einen Umschwung“, erklärte Haase, dass ein Generationenwechsel stattgefunden hat und es Zeit braucht, bis der Nachwuchs sich entwickelt hat. Einige erfolgreiche Schwimmer der vergangenen Jahre hätten zum Beispiel ein Studium begonnen. So trainiert und studiert Daniel Bouhlel, der im Rücken-Finale (100 Meter) als Erster fast den Veranstaltungsrekord geknackt hätte, mittlerweile in den USA.

Der 16-jährige Alexander Meng indes gab sich am Samstag ganz entspannt. „Ich fühle mich echt super“, erzählt Meng, der sich beim Sendercup in vier Endläufe schwimmt und in Berlin neue Bestzeiten anpeilt. Persönliche Bestzeiten sind auch im Mühlacker Freibad ein Thema. „Es handelt sich um ein schnelles Becken“, erklärte Haase, dass hier in den vergangenen Jahren viele Bestzeiten geschwommen worden seien. So richtig erklären konnte der Vorsitzende das Phänomen nicht. Er war sich aber sicher, dass auch in diesem Jahr viele Schwimmer den Sendercup nutzen, um sich für die Württembergischen Meisterschaften im Juli in Schwäbisch Gmünd und Heidenheim zu qualifizieren.

Gute Wettkampfbedingungen waren vor zehn Jahren für den Vorsitzenden Haase auch ausschlaggebend gewesen, den Sendercup ins Leben zu rufen. Ziel sei ein gut besuchter, hochkarätiger Wettkampf gewesen. Eine Dekade später kann sich der Verein über begeisterte Teilnehmer freuen, von denen der Großteil Jahr für Jahr nach Mühlacker kommt.

Alle Ergebnisse gibt es auf der Internetseite www.wasserfreunde-muehlacker.de

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