„Es ist ein gutes Gefühl“

Laufend Fit: Trainingsteilnehmer fühlen sich bereit für den Mahle-Lauf – Letzte Tipps von den Trainern bei einem Infoabend

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 3. Juni 2016, 00:00 Uhr
„Es ist ein gutes Gefühl“ Der Count Down läuft: Sabine Liefke-Wilhelm und Andreas Killer geben letzte Tipps für den Mahle-Lauf. Foto: Stahlfeld

Noch einmal schlafen, dann ist es so weit. Die Teilnehmer von „Laufend Fit“, der Aktion von Mühlacker Tagblatt und AOK, krönen morgen ihr wochenlanges Training mit dem Start beim diesjährigen Mahle-Lauf. Am Mittwoch gab es von ihren Trainern Sabine Liefke-Wilhelm und Andreas Killer letzte Tipps.

Mühlacker. Seit Anfang März haben sie sich zweimal pro Woche zum Training getroffen, dazu jeweils am Wochenende eine „Hausaufgabe“ erledigt. Von Null auf Hundert ging es für manche, und nicht wenige Laufanfänger waren positiv überrascht von ihren Fortschritten.

„Es hat mich interessiert, ob es machbar ist, und es hat funktioniert“, stellt Gabriele Bahnmaier am Mittwoch zufrieden fest. „Es ist ein gutes Gefühl“, sagt die 46-jährige Gündelbacherin, die vor ihrem Ausflug in den dem Laufsport vor allem mit Nordic-Walking-Stöcken unterwegs war. Vor den 4,8 Kilometern, die am Samstag vor ihr liegen, hat sie keine Angst: „Das packe ich und die Zeit ist nicht wichtig.“

Auch bei den anderen Teilnehmern, die sich am Mittwoch im Kundencenter der AOK in Mühlacker treffen, ist die Stimmung gut. Sie sind konzentriert, von allzu großer Anspannung aber ist nichts zu spüren. Und so will auch Sabine Liefke-Wilhelm, Diplom-Sportpädagogin bei der AOK, gar nicht von einem Wettkampf sprechen: „Es geht darum, dass wir einen schönen Lauf haben.“

Die Voraussetzungen könnten laut Wetterbericht kaum besser sein. „15 bis 20 Grad, bewölkt, kein Regen, keine stechende Sonne – super Wetter zum Laufen“, zitiert Liefke-Wilhelm die Wetterprognosen, bevor es noch ein paar ganz praktische Tipps zum Beispiel zur Ernährung gibt.

Spaghetti mit Tomatensoße – der Klassiker könnte am Freitag aus gutem Grund auf den Tisch kommen. Die Nudeln liefern Kohlenhydrate, die Tomaten das Kalium, das hilft, die Glukose in den Muskel einzubauen, erklärt Sabine Liefke-Wilhelm und warnt vor Experimenten. „Ab sofort mehr trinken“, gibt sie als weitere Devise aus. Alkohol indes störe die Regeneration.

Frühstück vor dem Lauf am besten wie immer – aber bitte nicht zu fett

Und wie sieht es mit Kaffee aus? Die Trainerin rät zu einem gemäßigten Konsum. „Ich kann ohne Kaffee nicht rennen“, verrät dann Trainer Andreas Killer, und es wird deutlich, dass die Läufer am besten beim Frühstück ihre Ernährungsgewohnheiten möglichst wenig ändern – vorausgesetzt, die sind nicht zu fettreich.

„Es ist gut, am Tag vorher die Tasche zu packen“, rät Sabine Liefke-Wilhelm und auch der Chip zur Zeitnahme sollte, wenn möglich, schon am Freitag in aller Ruhe abgeholt und an den Laufschuh gebunden werden. „Rechtzeitig aufstehen, leichte Lockerungsübungen und das Frühstück spätestens um 8Uhr“, so könnte laut AOK-Expertin der Samstagmorgen aussehen, bevor man sich um 9 Uhr zum Gruppenfoto auf dem Kelterplatz trifft und danach zum gemeinsamen Aufwärmen geht.

Am Start lasse man den schnelleren Läufern den Vortritt: „Wir stehen nicht ganz vorne“, mahnt Liefke-Wilhelm. Vier Zeitläufer werden die Laufend-Fit-Teilnehmer begleiten. „Wir bemühen uns, dass ihr den Mut nicht verliert – vor allem in der zweiten Runde“, sagt sie zu den Läufern der Zehn-Kilometer-Distanz.

Gemeinsam mit Andreas Killer macht sie deutlich, dass nach dem Mahle-Lauf nicht Schluss sein sollte: „Ihr seid jetzt auf dem Höhepunkt und solltet das bis zum Winter durchziehen.“ Um in Form zu bleiben, genüge es, im Schnitt eineinhalbmal die Woche zu trainieren. Dazu eigne sich auch das Intervall-Training.

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