Die Rivalen erkennen sich am Schnaufen

Markus Nippa läuft in Illingen mit knappem Vorsprung als Erster ins Ziel – Carmen Keppler siegt bei den Frauen

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 2. Mai 2017, 00:00 Uhr
Die Rivalen erkennen sich am Schnaufen Vom Start weg beieinander: Nach zehn Kilometern läuft Markus Nippa (Nr. 109) letztlich nur knapp zehn Sekunden vor Jens Santruschek (Nr. 143) ins Ziel. Foto: Stahlfeld

Sie kennen sich als Läufer bestens und es war nicht der erste Zweikampf, den sich Markus Nippa und Jens Santruschek bei den 15. Illinger Läufen am Sonntag lieferten. Nippa siegte über zehn Kilometer knapp, bei den Frauen hieß die Siegerin Carmen Keppler. Insgesamt waren 612 Starter gezählt worden.

Illingen. „Die haben sich nichts geschenkt, sie sind nur ein paar Sekunden auseinander“, erzählte Moderator Martin Kaußen vom Organisator Team Sport Evolution dem Publikum, das auf dem Illinger Schulhof den Zieleinlauf der 156 Teilnehmer des EnBW-Laufs verfolgte. Nach 34:53,1 Minuten lief Markus Nippa (TV Pforzheim) über die Ziellinie, ihm folgte Jens Santruschek aus Bretten (Intersport Heidelsheim; 35:02,9) und weitere Sekunden später mit Lucas Bittigkoffer (LG Region Karlsruhe; 35:48,7) ebenfalls kein Unbekannter aus der Läuferszene. Daniel Wilser (TV Kieselbronn) wurde in 37:23,8 Minuten Siebter. Matthias Schell (TV Enzberg) kam auf Rang elf in 40:27,5 Minuten.

Zehn Kilometer lang war Santruschek Nippa im Nacken gesessen – oder umgekehrt. „Ich hör’ ihn schnaufen“, erzählte Santruschek nach dem Lauf, dass er seinen Kontrahenten allein schon am Laufstil hinter sich erkenne. Die ersten vier Kilometer waren sie quasi gemeinsam gelaufen, dann hatte sich Nippa am ersten Berg abgesetzt: „Wir waren nie mehr als 20 bis 30 Meter auseinander.“ Für Nippa war der Sieg ein positiver Leistungstest nach Wadenproblemen zuletzt. Dass Nippa die Nase vorn hatte, führte Santruschek auch auf seinen Lauf beim Tangermünder Elbdeichmarathon zweieinhalb Wochen zuvor zurück, er sei noch immer dehydriert.

Angestrengt hatten sich beide: „Wir wollten keine Frau gewinnen lassen“, spielte Santruschek schmunzelnd auf die letztjährige Gesamtsiegerin Christine Schleifer an, die auch das männliche Feld mit 36:73,1 Minuten dominiert hatte. Die Mühlacker Topläuferin fehlte in diesem Jahr, ebenso Schleifers Ehemann Sebastian Kienle. Der erfolgreiche Triathlet ließ sich entschuldigen, er sei auf dem Weg zum Ironman 70.3 Saint George.

Dennoch gab es in Illingen schnelle Frauen: Die schnellste war mit 42:30,4 Minuten Carmen Keppler vom SV Oberkollbach. Es folgten Martina Wichterich (Team Evaldo Mühlacker; 44:23,8) und Nadja Rothweiler (Irrläufer Mühlacker; 44:29,9). Beim Kärcher-Lauf über 5,6 Kilometer siegten Marko Gayer aus Vaihingen mit 22:08,7 Minuten und Selina Beck (SV Cannstatt Schwimmen) in 26:25,2 Minuten. Diesen Lauf prägten vor allem auch Schüler aus Vaihinger Schulen.

Bei den vier eigentlichen Schülerläufen waren ebenfalls Schulen aus dem Raum Vaihingen stark vertreten. Die Schnellsten waren Luana Lenz (Vaihingen, 5:26,0) und Philipp Meyer (Stromberg Gymnasium Vaihingen, 4:44,8). Doch auch die Schüler der Illinger Strombergschule heimsten vordere Ränge ein. Die Illinger hatten rund 100 Kinder angemeldet, darunter auch einige Flüchtlingskinder. Den Auftakt hatten die 78 Bambini gemacht, die teilweise an der Hand von Vater oder Mutter durch den historischen Illinger Ortskern liefen.

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