CityLauf: Arbogast gewinnt bei drückender Hitze

SWP-CityLauf: Hohe Temperaturen machen Athleten zu schaffen – Jannick Arbogast wiederholt seinen Vorjahreserfolg beim Hauptlauf

Erstellt: 10. Juli 2018, 00:00 Uhr
CityLauf: Arbogast gewinnt bei drückender Hitze Der Fun Run war mit 986 gemeldeten Läufern die teilnehmerstärkste Konkurrenz beim CityLauf. Den Zielstrich nach 4,2 Kilometern überquerten dann immerhin 809 Athleten. Foto: Rubner

Fast 2000 Teilnehmer haben am Sonntag am SWP-CityLauf teilgenommen und sich bei hohen Temperaturen durch die Pforzheimer Innenstadt gequält. Beim Hauptlauf am frühen Abend wurden die Lokalmatadoren Lukas Bittigkoffer und Markus Nippa geschlagen.

Während der Hitzeschlacht war es sogar möglich, durch einen kleinen Regenbogen zu laufen.Während der Hitzeschlacht war es sogar möglich, durch einen kleinen Regenbogen zu laufen.

Pforzheim (red). Am Ende war der Plan von Jannik Arbogast wieder einmal voll aufgegangen. Und kaum, dass er als Erster die Ziellinie überquert hatte, wurden dem Sieger des Hauptlaufs auch schon die ersten Mikrofone unter seine schweißtriefende Nase gehalten. „Es war extrem heiß, auch wenn das für alle gleich war. Deswegen habe ich versucht, das Rennen nicht zu schnell anzugehen, noch hintenraus attackieren zu können“, gewährte der Vorjahressieger Einblicke in seine Strategie.

Lange Zeit hatte er sich mit dem Zweiten Jan-Lukas Becker, Domenik Hahn und Lucas Bittigkoffer ein enges Rennen geliefert. „Ich wollte dem Wetter nicht Tribut zollen. Das hat sehr gut geklappt“, sagte der Gewinner, der nach 33:31 Minuten ins Ziel kam. Die Zeit spielte für ihn diesmal eine eher untergeordnete Rolle. „In Pforzheim auf der Strecke gibt es viele Wenden, da ist die Zeit natürlich zweitrangig und hat null Aussagekraft“, so der deutsche Vizemeister über 10000 Meter, der für das Laufteam Rennwerk startete.

Die anderen Widersacher legten sich ebenso ins Zeug, Becker war fast gleichauf, Hahn und Bittigkoffer, der zuvor wie 2017 den Fun Run gewonnen hatte, folgten mit ein wenig Abstand. Ebenso wie der Pforzheimer Markus Nippa, der nach 34:35 Minuten als Fünfter ins Ziel kam und im vergangenen Jahr noch Zweiter wurde.

Sich seiner Führung auf den letzten Metern sicher sein konnte sich Vorjahressieger Arbogast (Jahrgang 1992) dennoch lange Zeit nicht. Das Quartett lag einige Zeit eng beisammen, für die Zuschauer war die Spannung über die zehn Kilometer eine ganz besondere. „Ich wusste nicht, wie stark Domenik Hahn hintenraus ist. Davor habe ich mich eher zurückgehalten und es dann einfach in der letzten Runde drauf angelegt. Das hat gereicht“, war der Top-Favorit froh.

Ein einsames Rennen lief Sophia Kaiser (Jahrgang 1996), die ebenfalls für die LG Region Karlsruhe ihre Laufschuhe bindet, in Pforzheim aber für das Laufteam Rennwerk antrat. Die Langstreckenläuferin benötigte 37:43 Minuten, hatte sich auf ihre Verfolgerinnen Anett Nemet (42:58) und Nathalie Seifert (43:02) aber früh einen beachtlichen Vorsprung herausgelaufen. „Ich hatte keine Begleitung an Frauen, so waren die Männer schnell weg. Von daher war ich etwas alleine“, sagte Kaiser. Sie hatte zudem lobende Worte für die Veranstaltung übrig: „Die Stimmung war cool, durch die vielen Runden ist bei Stadtläufen immer was los. Es war klasse.“

Positiv fiel nach dem Citylauf das erste Fazit von Peter Hess, Leichtathletik-Abteilungsleiter beim SV Büchenbronn, aus. Noch während etliche Läufer ins Ziel trudelten, sagte er: „Wir hatten deutlich mehr Teilnehmer dieses Jahr, speziell im Fun Run. Vielleicht haben auch einige geswitcht vom Hauptlauf auf den Fun Run, denn die hatten deutlich weniger Teilnehmer. Aber es hat alles gut funktioniert.“

Zu schaffen machte vielen Läufern die Hitze. Obwohl die 30-Grad-Marke nicht übertroffen wurde, stand an einigen Stellen der Strecke die Wärme förmlich in der Luft. „Am Samstagabend um 17.30 Uhr habe ich noch gedacht: Das wäre am Sonntag die Temperatur. Da war keine Sonne, sondern Wind. Das wäre ideal gewesen“, so Hess. Nichtsdestotrotz seien auch die Bambini- und Schülerläufe am Mittag ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gegangen, weshalb die Veranstalter ein durchweg positives Fazit ziehen könnten.

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