Maulbronner nutzen den Heimvorteil

Karateka feiern einen Titel und drei dritte Plätze bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften

Von Volker Henkel Erstellt: 6. März 2018, 00:00 Uhr
Maulbronner nutzen den Heimvorteil David Hofmeister (re.) vom Karateverein Maulbronn bezwingt Luca Kesel vom MTV Ludwigsburg im Kumite-Wettbewerb bis 67 Kilogramm. Foto: Fotomoment

David Hofmeister vom Karateverein Maulbronn hat den Heimvorteil in der Schefenackersporthalle genutzt und ist Landesmeister in der Leistungsklasse. Mit Benedikt Wieber, Tabea Schroller und Nathalie Kloiber qualifizierten sich drei weitere Maulbronner Karateka für die Deutschen Meisterschaften.

Nathalie Kloiber vom Karateverein Maulbronn bei ihrem Lauf im Kata Damen Einzel.Nathalie Kloiber vom Karateverein Maulbronn bei ihrem Lauf im Kata Damen Einzel.

Maulbronn. David Hofmeister war in der Disziplin Kumite (Kampf) bis 67 Kilogramm bei den Herren angetreten. Im ersten Kampf ging es gegen Patrick Baumann vom KJC Ravensburg. David Hofmeister kam nicht richtig in den Kampf, geriet mit 0:3 Punkten ins Hintertreffen. Angesichts einer drohenden Niederlage kam die Konzentration zurück. Schnell drehte Hofmeister, , der mit Trainingsrückstand in die Meisterschaften gegangen war, mit einigen guten Schlägen und Beinangriffen den Kampf in einen 6:3-Sieg.

Ähnlich verlief auch sein zweites Duell, in dem es bereits um den Titel ging. Gegen Luca Kesel vom MTV Ludwigsburg lag Hofmeister bereits mit 0:4 zurück und gewannt am Ende mit 8:5. Mit dem Sieg in qualifizierte sich David Hofmeister für die Deutschen Meisterschaften am 29. und 30. März in Coburg.

Dort wird auch Nathalie Kloiber den Karateverein Maulbronn vertreten. Sie belegte bei ihrem ersten Start in der Leistungsklasse Rang drei bei den Damen in der Disziplin Kata (Formenlauf) Einzel. Hochkonzentriert hatte die 17-Jährige ihre zwei Wertungsläufe vorgetragen und strahlte schließlich nicht nur über Bronze und das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften, sondern auch über den Verbleib im Leistungskader Baden-Württemberg.

Christiane Gode, ehemals aktive Sportlerin beim Karateverein Maulbronn, gab bei den Landesmeisterschaften in Maulbronn ihren Einstand als Bundeskampfrichterin. Rund sechs Jahre hatte es gedauert, bis sie diesen Schein machen konnte. „Wir geben unser Bestes, sind aber keine Maschinen“, meinte sie. Als Bundeskampfrichterin war sie die entscheidende Instanz bei den sieben Kampfrichtern auf einer Kampffläche. „Ich bin stolz auf meine Tochter“, gehörte ihre Mutter Désirée Gode-Elchlepp, zugleich Erste Vorsitzende des Karatevereins Maulbronn, zu den ersten Gratulanten.

„Es hat alles gut geklappt, ich bin zufrieden“, war ein Fazit von Mücahit Demirel. Bei den Sportlern des Vereins bekommt der Trainer mit dem Spitznamen Mücke viele lobende Worte. Julien de Keersmaker macht schon seit über 20 Jahren Karate. Allerdings ohne Leistungsgedanken. „Mücke“ habe ihn motiviert, erstmals an einem Turnier der Leistungsklasse teilzunehmen. Im Kata Herren Einzel erreichte er Platz sieben. Ein Leichtsinnsfehler kostete ein besseres Abschneiden, denn vor seinem Lauf hatte sich Julien de Keersmaker nicht verbeugt. „Jeder Wackler und jede unsaubere Haltung wird bestraft“, so Mücahit Demirel. Verständnisvoll und mit einem Lachen nahm er diesen Lapsus hin.

105 Sportler aus zwölf Vereinen nahmen an den Landesmeisterschaften teil. Für den KV Maulbronn belegte noch Benedikt Wieber im Kumite über 84 Kilogramm den dritten Platz. Ebenso wurde Tabea Schroller Dritte im Kumite über 68 Kilogramm. Damit sind auch sie zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften berechtigt.

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