Zwei Teams, ein Zwischenfazit

Die Bezirksligisten Blau-Gelb Mühlacker und TSV Knittlingen blicken zufrieden auf ihre bisherige Saison

Von Silas Schüller Erstellt: 8. November 2018, 00:00 Uhr
Zwei Teams, ein Zwischenfazit Im Derby lassen sich die Knittlinger Handballer (rote Trikots) vom HC Blau-Gelb Mühlacker nicht stoppen und setzen sich mit 27:21 durch. Foto: Fotomoment

Die Handballteams aus Mühlacker und Knittlingen sind ambitioniert in die neue Bezirksligasaison gegangen. Nach einigen Spielen sehen sich beide Mannschaften auf einem guten Weg, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Mühlacker/Knittlingen. Wenn die Chemie in einer Mannschaft stimmt, können auch Rückschläge wie Derbyniederlagen verdaut werden. Diese Erfahrung machen gerade die Handballer vom HC Blau-Gelb, die nach sechs Spielen auf dem fünften Tabellenplatz stehen. „Bei uns stimmt die Stimmung, wir sind alle mit Freude dabei“, berichtet Mühlackers Trainer Frank Oechsle über den Zusammenhalt seines Teams. Als vor knapp zwei Wochen das Nachbarschaftsduell gegen Knittlingen in der heimischen Enztalsporthalle mit 21:27 verloren wurde, habe das keine negativen Folgen für die Blau-Gelben gehabt. „Obwohl wir uns verdientermaßen geschlagen geben mussten, war ich richtig stolz auf die Spieler. Sie haben sich vor vollem Haus gut präsentiert und mit den Gegnern ein tolles Spiel geboten“, blickt Oechsle, der eine Knittlinger Vergangenheit hat, auf das besondere Duell zurück. Seinerzeit gingen die Mühlacker Handballer nach einer Auswärtsniederlage beim damaligen Erstplatzierten Heidelsheim/Helmsheim in das Derby – und gingen wieder als Verlierer von der Platte. Dennoch ist der HC-Trainer mit der bisherigen Runde zufrieden, was nicht nur daran liegt, dass die restlichen vier Spiele gewonnen wurden: „Die Trainingsbeteiligung ist echt gut, wir sind immer zwischen 16 und 18 Leute. Das macht einfach Spaß, mit den Jungs zusammenzuarbeiten.“ Wenngleich er in seiner Offensivabteilung (21,8 Tore pro Spiel) noch viel Steigerungspotenzial sieht, hält er den angepeilten dritten Platz für machbar. Und da Mühlacker zwei Spiele weniger absolviert hat als die HSG Bruchsal (Vierter) und der TB Pforzheim (Fünfter), bildet die derzeitige Tabelle ohnehin nur ein verzerrtes Bild der gegenwärtigen Kräfteverhältnisse ab.

Dass der TSV Knittlingen ganz oben in der Bezirksliga steht, ist hingegen nicht dem zerstückelten Spielplan geschuldet. Die Fauststädter haben alle ihre sieben Partien für sich entschieden und weisen eine beeindruckende 217:124-Torbilanz auf. „Ich habe es zwar nicht in dieser Form erwartet, aber doch gehofft, dass es so läuft“, erzählt TSV-Spielertrainer Sebastian Geider. Mit seinem Kollegen Bernd Zimmermann an der Seitenlinie führt der 33-Jährige das Knittlinger Team geradewegs in Richtung Aufstieg. Eine weitere Führungsrolle kommt dem Neuzugang Marco Hauk zu. Der ehemalige Bundesligaspieler hat sich laut Geider sofort in das Kollektiv integriert und zähle zu den Stützen des Teams: „Marko ist eine super Ergänzung für unsere Mannschaft. Es hat gleich Verantwortung übernommen und kann uns mit seiner großen Erfahrung viel weitergeben.“ Zwar habe sich der Rechtsaußen am vergangenen Sonntag gegen die Rhein-Neckar Löwen III am Fuß verletzt, doch nach dem spielfreien Wochenende, das nun ansteht, könne Hauk vermutlich wieder mitwirken. Und selbst wenn der Ex-Profi am 18. November gegen Gondelsheim nicht auflaufen sollte, müssen sich Geider und Zimmermann nicht den Kopf zerbrechen, wie man mit dem Ausfall umzugehen hat. „Uns zeichnet dieses Jahr aus, dass wir breiter aufgestellt sind und besser auf Ausfälle reagieren können“, betont der Spielertrainer, der gegen die dritte Löwenmannschaft zehn Tore erzielte. Doch Geider, der sich im Rückraum (Mitte) am wohlsten fühlt, weiß die hohe Ausbeute richtig einzuschätzen, „schließlich waren da viele einfachere Distanztore dabei“.

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