TV Ispringen sichert sich den Kreispokal

Landesliga-Handballer bezwingen die Knittlinger Mannschaft, die im Finale zu viele Chancen nicht nutzen kann

Von Dieter Glauner und Maik Disselhoff Erstellt: 15. Mai 2018, 00:00 Uhr
TV Ispringen sichert sich den Kreispokal Packendes Pokalfinale: Jan Marquart vom TSV Knittlingen versucht, das Abwehrbollwerk des TV Ispringen zu knacken. Am Ende verliert das Team aus der Fauststadt knapp mit 21:23. Foto: Fotomoment

Der TSV Knittlingen hat dem TV Ispringen im Handball-Kreispokalfinale lange Paroli geboten, doch kurz vor Schluss konnte sich der Landesligist entscheidend absetzen – mit Schützenhilfe der Heimmannschaft aus der Fauststadt.

Ispringen/Knittlingen. Die Handballer des TV Ispringen haben am Sonntag in Knittlingen den Kreispokal erobert. Der Landesligist setzte sich in einer spannenden Finalbegegnung mit 23:21 (9:12) gegen den TSV Knittlingen durch. Vor allem in der Endphase sahen die Zuschauer in der Knittlinger Sporthalle einen nervenaufreibenden Handball-Krimi. Am Ende hatten die Gäste die Nase knapp vorn. Ispringens Spielführer Kevin Reich nahm den Pokal vor rund 80 Zuschauern aus den Händen des Kreisvorsitzenden Thomas Dörflinger entgegen. Von einem Klassenunterschied war am Sonntagabend in der Sporthalle in Knittlingen allerdings nichts zu sehen, denn Bezirksligist Knittlingen hielt über weite Strecken gut mit. Als spielentscheidend entpuppten sich die fünf Minuten vor der Pause, als Ispringen nach ausgeglichenen ersten 25 Spielminuten mit seinen letzten drei Treffern den 9:9-Gleichstand in eine 12:9-Führung verwandelte.

Ein weiterer wichtiger Baustein des Ispringer Erfolgs war die eindeutig bessere Trefferquote vom Siebenmeterstrich aus. Der Landesligist hatte die konsequenteren Schützen und mit Mathis Vogt auch einen klasse Tormann in seinen Reihen. Knittlingen hingegen konnte gleich vier Strafwürfe nicht verwerten, was sich in der Endabrechnung freilich negativ bemerkbar machte. Nachdem Ispringen seine 12:9-Pausenführung bis zur 45. Minute auf 18:13 Tore ausgebaut hatte und auch noch in der 50. Minute mit 19:15 vorne lag, schien die Partie entschieden. Doch die Zuschauer sahen überraschend eine Aufholjagd der Heimmannschaft, weil Knittlingens 18 Jahre alter Keeper Daniel Gaier seinem Team bis zur 56. Minute mit starken Reflexen den 19:20-Anschluss ermöglichte. Auch beim 20:21 von Felix Fischer in Minute 58 stand auch noch alles auf der Kippe. Doch dann sorgte der Ispringer Axel Müller mit zwei Treffern für die Entscheidung. Die Gastgeber hätten kurz vor Schluss durch einen Siebenmeter vielleicht noch einmal herankommen können, doch Bernd Zimmermann vergab diese Chance, was symptomatisch für die gesamte Chancenausbeute des TSV war. „Schade, es wäre mehr drin gewesen“, zieht der sportliche Leiter der Knittlinger Handballer im Gespräch mit unserer Zeitung Bilanz.

Wie der TSV Knittlingen mitteilt, geht es jetzt in die Sommerpause. Am 1. Juli wollen die Handballer wieder ins Training einsteigen. Trainer Bodo Kaupa und Co-Trainer Rouven Martus standen beim Pokalfinale in ihrer Funktion zum letzten Mal am Spielfeldrand, das Duo verlässt den Verein (wir berichteten). Auch Rückraumspieler Tim Mandel wurde am Sonntag verabschiedet, ihn zieht es beruflich nach Südbaden. Wie der sportliche Leiter König erklärt, bleibt die Mannschaft bis auf die genannten personellen Veränderungen zusammen und will nach der Vizemeisterschaft in der kommenden Saison in der Bezirksliga Bruchsal/Pforzheim erneut den Aufstieg ins Visier nehmen. Die Trainerfrage ist für die nächste Saison auch schon geklärt. Sebastian Geider, der unter anderem in der Oberliga Handball gespielt hat, wird die Mannschaft laut König als Spielertrainer führen. Ihm stehe als Co-Trainer Bernd Zimmermann zur Seite.

TSV Knittlingen: Gaier, Hornberger, T. Knodel, M. Knodel, Egler 1/1, Zimmermann 1/1, Hörandel 1, Häfele 2, Marquart 7, Mandel 4, Fischer 5

TV Ispringen: M. Vogt, Jaizay, A. Müller 5, Dietrich 3/1, Reich 4, Kautz 1, Schwarz, Apelt 4/2, B. Langkabel 1, Morlock 2, Stuhlert 3, D. Langkabel

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