TGS startet mit einem Unentschieden

Der Pforzheimer Handball-Drittligist erlebt gegen Salamander Kornwestheim eine elektrisierende Spielstunde zum Rundenauftakt

Von Dieter Glauner Erstellt: 27. August 2019, 00:00 Uhr
TGS startet mit einem Unentschieden Marco Kikillus von der TGS Pforzheim prüft den Kornwestheimer Schlussmann Pascal Welz beim Wurf. Kurz vor dem Ende ist er es dann, der den Treffer zum 23:23-Unentschieden markiert.Fotos: Müller

Die TGS Pforzheim hat sich am Samstag mit Salamander Kornwestheim eine spannende Handball-Begegnung geliefert. Einen Sieger fand die Drittliga-Partie nicht, sie endete mit einem 23:23.

Der neue TGS-Trainer Michael Rost gibt seinen Mannen in einer Spielpause Anweisungen.Der neue TGS-Trainer Michael Rost gibt seinen Mannen in einer Spielpause Anweisungen.

Pforzheim. Nimmt man die Tatsache, dass Handball-Drittligist TGS Pforzheim im Heimspiel in der Bertha-Benz-Halle gegen Salamander Kornwestheim in der 57. Minute mit 21:23-Treffern im Hintertreffen lag, muss man im Lager der Goldstädter mit der Punkteteilung hochzufrieden sein. Zumal die „Lurchis“ in einer Begegnung, die am Ende Spitz auf Knopf stand, den letzten Angriff vortrugen. Berücksichtigt man aber, dass Pforzheim in der 18. Minute des Saisonauftakts mit 10:6- und zum Seitenwechsel mit 13:11-Treffern in Führung lagen und sie den Vorteil kurz darauf noch weiter ausbauten, kann man auch von einem verlorenen Punkt sprechen. Außerdem brachte die Mannschaft vom neuen TGS-Trainer Michael Rost nicht weniger als vier ihrer sechs Siebenmetern nicht an den gegnerischen Keepern vorbei. Insgesamt hat der Rundeneinstand, der den Fans beider Seiten über die gesamte Spielstunde hinweg Hochspannung bot, aber gezeigt, dass die Südgruppe der 3. Handball-Bundesliga vor einer überaus interessanten Runde steht.

Nach einer Anfangsviertelstunde, in der sich die beiden Kontrahenten in der Führung abwechselten, schien es, als übernehmen die Pforzheimer bei einem 10:6-Vorsprung in der 20. Minute das Kommando. In Florian Taafel sowie Marco Kikillus waren die altbekannten Torjäger der Wartberger hauptsächlich die Schützen, aber auch die Neuzugänge Max Schwarz und Nikolai Gerstner trugen sich gleich zu Beginn in die Scorerliste ein. Als es später im Angriff der Pforzheimer aber etwas hakte, kämpften sich die Gäste mit einem schnellen 3:0-Lauf wieder auf 10:9-Treffer heran, ehe es mit einem 13:11-Vorsprung der Pforzheimer in die Pause ging.

Nach den beiden ersten Toren von Durchgang Nummer zwei durch Taafel und Kikillus schienen die Pforzheimer auf Siegkurs zu sein. Die Rechnung war dann aber ohne die eingewechselte Nummer 77 im Kornwestheimer Gehäuse – Jan David – gemacht. Der hielt einfach alles. Sein Trainer Alexander Schurr sang auf den Keeper nach dem Abpfiff dann auch das Hohelied: „Den dem Jahrgang 1996 angehörenden Zwei-Meter-Hünen haben wir als Notnagel erst vor fünf Wochen aus der 5. Liga verpflichtet, jetzt sichert er uns in Pforzheim den Punkt“. Dank Davids Einstand schien die Startniederlage der Pforzheimer perfekt, nachdem Nico Hiller in Minute 55 zum 21:23 getroffen hatte. Doch Michael Rost riskierte danach mit der Einwechslung des siebten Feldspielers für den Torhüter alles. Dass die Harakiri-Taktik letztendlich gut ausging, hat er Max Schwarz zu verdanken, der den finalen Einschuss der „Lurchis“ ins noch leerstehende Tor mit einem Volleyball-Block verhinderte.

Marco Kikillus, der in der 58. Minute mit seinem dritten versemmelten Siebenmeter zum tragischen Helden zu werden drohte, traf dann aus spitzem Winkel doch noch zum vielumjubelten 23:23-Gleichstand. Danach gab es noch vierzig „haarige“ Schlusssekunden, in denen Kornwestheim – auch mit der Hilfe einer taktischen Auszeit – nicht mehr die Lücke fand.

TGS Pforzheim: Ullrich, Binder – Malolepszy, Taafel 8, James, Kikkillus 8/2, Kirschner, Sruk 1, Wysokinski 1, Prsa, Zweigner, Salzseeler, Schwarz 3, Gerstner 2, Bregazzi, Kautz.

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