Knittlingen hält Kurs auf die Landesliga

Die TSV-Handballer lassen Ispringen II beim 37:19-Erfolg nicht den Hauch einer Chance – Blau-Gelb spielt remis gegen die HSG Bruchsal

Von Silas Schüller Erstellt: 12. Februar 2019, 00:00 Uhr
Knittlingen hält Kurs auf die Landesliga Flugstunde: Der Knittlinger Michael Hörandel nutzt einen Tempogegenstoß und trifft gegen den chancenlosen Ispringer Torwart Johann Dietz zum 35:19. Foto: Schüller

Die Knittlinger Handballer lassen in der Bezirksliga nicht locker und feiern ihren 15. Saisonerfolg. Derweil kommt Blau-Gelb Mühlacker gegen Bruchsal/Untergrombach zu einem Unentschieden.

Mühlacker. Mit einem standesgemäßen 35:19 haben die Handballer des TSV Knittlingen das Heimspiel gegen die Reserve des TV Ispringen II für sich entschieden. Wie bereits in den vergangenen Partien ließen die Männer von Bernd Zimmermann und Sebastian Geider dem Gegner keine Chance und bestimmten von Anfang an das Geschehen. Als der ehemalige Bundesligaspieler Marco Hauk den TSV Knittlingen nach knapp zehn Minuten mit 5:1 in Führung brachte, deutete wieder alles auf einen torreichen Nachmittag vor eigenem Publikum hin.

Auch die Defensivreihe präsentierte sich abermals in beeindruckender Form, sodass die Ispringer des Öfteren ihre Angriffe nicht durchbrachten oder an der Knittlinger Wand scheiterten. Mit dem Tor zum Halbzeitpfiff (21:11) stellte Hauk einen Zehn-Tore-Vorsprung her, den seine Kollegen in der zweiten Hälfte weiter ausbauten. Von den Gästen, die als Tabellenelfter als Underdog angereist waren, kam auch nach dem Seitenwechsel nicht viel. Das lag aber nicht etwa an dem mangelnden Engagement der Blauhemden, sondern vielmehr an der Dominanz ihrer Gegenspieler.

Zwei vergebene Siebenmeter, von denen einer statt im Netz an der Pfostenkante landete, passte da gut ins Bild. Eines designierten Meisters würdig, zeigten sich die Hausherren bis zur Schlussphase torhungrig, was zu dem deutlichen Endstand von 37:19 führte.

„Wir sind froh, dass wir auch das 15. Spiel gewonnen haben. Am liebsten würden wir das bis zum Saisonende durchhalten“, erklärt Spielertrainer Geider im Blick auf die eindrucksvolle Serie, die seine Mannschaft seit dem Auftakt im September am Laufen hält.

Der 33-Jährige sieht in dem breiten und qualitativ hochwertigen Kader den Schlüssel für den Erfolg: „Obwohl uns momentan drei Leute verletzungsbedingt fehlen, wirkt sich das nicht auf unsere Ergebnisse aus. Wir haben fast auf jeder Position zwei Spieler, was zu einem gesunden Konkurrenzkampf führt.“ So sei es eigentlich kein großes Problem, trotz der eindeutigen Tabellensituation – Knittlingen liegt sieben Pluspunkte vor dem Zweitplatzierten Heidelsheim/Helmsheim II – die Spannung hochzuhalten. „Es kann schon sein, dass wir in den Trainings etwas länger Fußball spielen, aber diesen Wunsch erfüllt man dann gerne“, schmunzelt Geider, der zweimal pro Woche an dem Spielsystem feilt.

Freilich funktionierten die Abläufe bereits sehr gut, doch irgendwo gebe es immer etwas zu verbessern, gibt sich der Rückraumakteur ambitioniert. Diese Einstellung zielt auch schon Richtung Sommer, wenn die Knittlinger nach derzeitigem Stand das Projekt Landesliga angehen werden.

„Für das Team zählt jetzt nur die Rückrunde, doch die Verantwortlichen müssen sich natürlich schon Gedanken um die kommende Saison machen“, weiß Geider. Nichtsdestotrotz liegt auch für ihn das Augenmerk auf dem kommenden Spiel – und da geht es gegen den Nachbarn Mühlacker. „In zwei Wochen steht das Derby an, bis dahin werden wir alles tun, um perfekt vorbereitet ins Spiel zu gehen“, richtet der TSV-Coach den Blick nach vorne. Bei den Blau-Gelben aus Mühlacker läuft es derzeit ebenfalls gut, allerdings stehen der Truppe von Frank Oechsle anstrengende Wochen bevor, denn vor dem Duell gegen Knittlingen geht es am kommenden Sonntag gegen Heidelsheim und damit gegen einen Gegner, dem man im Hinspiel unterlegen war. Die Generalprobe für die beiden Spitzenspiele sollte in Bruchsal stattfinden, und mit dem 22:22-Remis lieferten die Gäste einen soliden Auftritt ab. Dass der Viertplatzierte nicht ganz zufrieden mit der Ausbeute sein kann, liegt an der furiosen Anfangsphase, in der Mühlacker zwischenzeitlich mit sechs Treffern führte. Dann kam Bruchsal/Untergrombach besser in die Partie und schaffte noch vor der Pause den 10:10-Ausgleich.

Im zweiten Abschnitt zog die HSG bis auf drei Tore davon, ehe Blau-Gelb, angeführt von Daniel Ufrecht, zum Endspurt noch einmal einen Gang zulegte. Mit einer 22:21-Führung gingen die Gäste in die letzten zwei Minuten, doch der knappe Vorsprung reichte nicht für den erhofften Auswärtssieg.

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