Keine Chance für Langeweile

Bei der Ferienbetreuung des HC Blau-Gelb Mühlacker können sich Grundschüler richtig austoben

Von Julia Klassen Erstellt: 21. April 2017, 00:00 Uhr
Keine Chance für Langeweile Die Kinder der Oster-Ferienbetreuung des HC Blau-Gelb mit den Betreuerinnen Laura Bock, Elena Schäuble (v.re.) und Franziska Schulz (li.). Foto: Klassen

Kinder finden Ferien super. Eltern oft nicht. Zumindest dann nicht, wenn sie selbst keinen Urlaub nehmen können. Wer übernimmt die Betreuung? Der HC Blau-Gelb Mühlacker, zum Beispiel. Der Handballverein bietet in Kooperation mit der Stadt Mühlacker eine Ferienbetreuung für Grundschüler an.

Mühlacker. Nick (8) hängt am Seil und schwingt sich – brüllend wie Tarzan an der Liane – hin und her. Armin (8) versucht an einem anderen Tau nach oben zu klettern, während Lina (8) auf dem Pedalo durch die Entzalsporthalle düst. Paul (6) springt lieber Trampolin und Laura (6) hat sich in die Ringe eingehängt und schaukelt. Währenddessen versuchen Laura Bock und ihre Helferinnen Franziska Schulz und Elena Schäuble, die 17-köpfige Bande im Zaum zu halten. „Nach so einer Woche ist man ganz schön fertig“, sagt Laura Bock (18), die beim HC Blau-Gelb Mühlacker ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert.

Jugendarbeit wird bei dem Handballverein groß geschrieben. Mittlerweile bestehen elf Kooperationen zu Grundschulen und Kindergärten. Letztere will Frank Fahr, der Jugendwart beim HC Blau-Gelb, noch weiter ausbauen.

„Gerade in dem Alter ist es wichtig, dass die Kinder schon Bewegungsimpulse bekommen“, sagt Frank Fahr. Das Ziel ist es natürlich in erster Linie, den Nachwuchs für den Handball zu begeistern. „Wir freuen uns immer über Zuwachs für unsere Kinder- und Jugendteams“, sagt Frank Fahr. Seit 2014 bietet der Verein nun zusätzlich die Ferienbetreuung für Grundschüler an. Die Stadt Mühlacker freut sich über die Unterstützung in der Betreuung und stellt dafür die Enztalsporthalle kostenfrei zur Verfügung.

„Von mir aus könnten wir nächste Woche auch noch weitermachen“

Mit Handball hat der Feriensportclub allerdings nur am Rande zu tun. „Hier ist es nicht unser oberstes Ziel, die Kinder für den Handball zu gewinnen, auch wenn wir uns natürlich freuen würden, wenn der eine oder andere den Weg in den Verein findet“, erklärt Frank Fahr, „aber der eigentliche Hintergedanke ist, dass die Kinder Spaß an Bewegung haben sollen.“ Und natürlich, dass berufstätige Eltern ihren Nachwuchs auch in den Schulferien gut aufgehoben wissen. „Meine Eltern müssen arbeiten und ich kann ja nicht die ganze Zeit alleine zu Hause sein“, sagt der siebenjährige Deniz, „hier habe ich ganz viel zu tun und muss mich nicht langweilen.“

Langeweile kommt tatsächlich nicht auf in diesen Osterferien. Neben dem Sport wird auch gebastelt und gespielt. Doch am meisten Spaß haben die Kinder, wenn sie sich richtig austoben dürfen. So wie beim Brennball mit Hindernissen oder in der großen Bewegungslandschaft. Die Kleinen wollen gar nicht mehr aufhören. „Von mir aus könnten wir nächste Woche auch noch weitermachen“, sagt Paul (6).

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