Ein Spektakel mit vielen Gewinnern

Männermannschaften liefern sich beim Dreikönigsturnier umkämpfte Duelle – Landesligist Bönnigheim setzt sich die Krone auf

Von Silas Schüller Erstellt: 7. Januar 2019, 00:00 Uhr
Ein Spektakel mit vielen Gewinnern Auftaktsieg: Im ersten Gruppenspiel setzten sich die Blau-Gelben gegen Gastgeber Wiernsheim mit 10:5 durch und kommen später bis ins Halbfinale. Foto: Fotomoment

Vor dem Rückrundenstart haben zehn aktive Herrenteams das Dreikönigsturnier genutzt, um in den Wettkampfmodus zu kommen. Daher durften sich nicht nur die siegreichen Bönnigheimer über einen gelungenen Tag in der Wiernsheimer Lindenhalle freuen.

Zwei Pokale gibt es für den Turniersieger Bönnigheim, der erstmals zu Gast war.Zwei Pokale gibt es für den Turniersieger Bönnigheim, der erstmals zu Gast war.

Wiernsheim. Am Ende waren irgendwie alle froh, dass das Mammutprogramm mit einem würdigen Finale sein Ende fand. Zuvor ging es auf der Platte mehr als zehn Stunden zur Sache, weshalb die Spieler während der Siegerehrung kurz vor 21 Uhr nicht mehr ganz frisch wirkten. Der Stimmung in der Halle tat das allerdings keinen Abbruch, und die Zuschauer beziehungsweise Anhänger, die den Handballtag hautnah miterlebten, präsentierten sich hellwach und zollten den Gewinnern ausgiebigen Applaus.

„Natürlich ist das ein langes Turnier, aber unter diesen Umständen geht das wahrscheinlich gar nicht anders. Ich fand die Organisation super“, sagt Sven Kaiser. Der Bönnigheimer Trainer war mit seiner Mannschaft, die in der württembergischen Landesliga gegen den Abstieg spielt, zum ersten Mal beim Dreikönigsturnier dabei. Ungeschlagen kam sein Team in der Gruppe 2 in das Halbfinale, welches mit 17:8 gegen den HC Blau-Gelb Mühlacker gewonnen wurde. Im Endspiel wartete dann Bezirksligist Möglingen, der zuvor ebenso überzeugend mit vier Siegen das Finale erreicht hatte. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der sich Bönnigheim durch einige erfolgreiche Tempogegenstöße entscheidend absetzte. Die Möglinger hatten mit Philipp Wolf zwar den „MVP“ (wertvollsten Spieler) des Turniers in ihren Reihen, mussten sich letztlich aber verdientermaßen geschlagen geben.

Für die beiden Vereine aus dem MT-Gebiet, Gruppe 1 Blau-Gelb Mühlacker und Wiernsheim, war der Handball-Marathon auch ohne Pokal ergiebig. Die Senderstädter starteten gegen den Gastgeber mit einem 10:5-Sieg in die Vorrunde und belegten nach drei weiteren Spielen den zweiten Gruppenplatz. „Das Niveau passt sehr gut zu unserer Vorbereitung“, zeigt sich Mühlackers Coach Frank Oechsle zufrieden. Seine 16-köpfige Truppe habe nur ein „Katastrophenspiel“ gehabt und sich anschließend wieder gefangen. Was ihn an dem Vorbereitungsturnier reizte, war das Aufeinandertreffen von Team aus unterschiedlichen Verbänden oder Kreisen: „Gegen württembergische Clubs treten wir in der Liga nie an, von daher ist es schön, wenn man sich hier auch mal mit Wiernsheim oder Heimerdingen messen kann.“

Ganz ähnlich bewertet Wiernsheims Trainer Stefan Hornitschek den Höhepunkt des abteilungsinternen Kalenderjahres: „Das Turnier ist eine gute Möglichkeit, zum Ende der Winterpause wieder in Schwung zu kommen.“ Bereits am kommenden Sonntag hat der TSV in der KreisligaB den nächsten Gegner vor der Brust, weshalb die ausgedehnte Praxiseinheit sehr willkommen war. Angesichts der starken Konkurrenz möchte Hornitschek das sportliche Abschneiden – vier Niederlagen und Platz fünf in der Gruppe – nicht zu hoch bewerten. „Bei uns waren zwei richtig miese Spiele dabei; die beiden anderen haben mir viel besser gefallen, vor allem gegen Möglingen ist uns vieles gelungen“, erklärt der TSV-Trainer.

Was er nicht nur bei seinen Männern festgestellt habe, seien die stabilen Defensivreihen gewesen, die schon hingelangt, aber nie unsportlich agiert hätten. So mussten die Schiris nur eine Rote Karte verteilen, dazu kamen noch vereinzelt Zwei-Minuten-Strafen. Zudem erwischten die Torhüter einen guten Tag und machten sicher manch geglaubten Treffer zunichte. Der Beste seiner Zunft, Ferdinand Schelling vom TSV Bönnigheim, wehrte 64 Prozent aller Bälle auf seinen Kasten ab und war damit ein Erfolgsgarant für sein Team. Dem badischen Landesligisten Sulzfeld/Bretten reichten indes 15 Tore des besten Schützen Patrick Hecker nicht aus, um ins Semifinale vorzustoßen; für die Kraichgauer war nach der 6:8-Pleite gegen Mühlacker in der Vorrunde Schluss.

Wie bereits in den vergangenen Jahren sorgten Wiernsheimer Jugendspieler, heuer Nils Bungert, Sören Luksch, Juls Mondon und Quentin Kohler, für die detaillierte Datenaufzeichnung, die Turnierleiter Daniel Schäfer bei der Siegerehrung aufgriff und so die statistisch besten Akteure mit einer kleinen Trophäe auszeichnen konnte.

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