„Das Verhältnis hat sich gedreht“

Das Wiernsheimer Dreikönigsturnier bietet wieder drei Wettbewerbe – Männerteams sind inzwischen klar in der Überzahl

Von Silas Schüller Erstellt: 3. Januar 2019, 00:00 Uhr
„Das Verhältnis hat sich gedreht“ Ob die TSV-Herren auch beim Dreikönigsturnier Grund zum Jubeln haben, ist angesichts des starken Teilnehmerfeldes zu bezweifeln. Foto: Schüller

Wenn am Wochenende das alljährliche Dreikönigsturnier über die Bühne geht, werden mehr als doppelt so viele Herren- wie Frauenmannschaften in der Lindenhalle antreten. Das war vor zwei Jahren noch ganz anders, wie Organisator Norbert Fischer berichtet.

Wiernsheim. „Unser Turnier war eigentlich schon immer für hochklassigen Damenhandball bekannt“, stellt der ehemalige Abteilungsleiter des TSV Wiernsheim fest. Stets hätten sich die Herrenteams, die auch zahlenmäßig unterlegen waren, mit ihrer untergeordneten Rolle zufriedengeben müssen. „In den vergangenen beiden Jahren hat sich das Verhältnis aber gedreht“, bemerkt Fischer, der sich die Entwicklung nicht so recht erklären kann. Die Zahlen sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache: Waren die Frauen vor zwei Jahren noch mit zehn Mannschaften vertreten, so sind es nun gerade einmal drei Vereine, die sich neben dem gastgebenden TSV angemeldet haben. Unterdessen erfreut sich die Männerkonkurrenz großer Beliebtheit und wartet heuer mit zehn Teams auf, nachdem 2017 lediglich vier Mannschaften aufgelistet waren.

Norbert Fischer, der die dreitätige Veranstaltung (siehe Infokasten) mit Norbert Rause und Daniel Schäfer auf die Beine stellte, geht indes nicht davon aus, dass sich das Niveau des Turniers groß verändert: „Wir haben bei den Frauen zwar keinen Vertreter aus der Württembergliga mehr dabei, aber mit Großbottwar und Eppelheim einen Landes- beziehungsweise Bezirksligisten am Start.“ Daher rechnet er sich für die Wiernsheimerinnen, die in der Bezirksklasse unterwegs sind, nicht allzu hohe Chancen auf den Titelgewinn aus. Ebenso verhält es sich mit den TSV-Herren, die bereits in der Gruppenphase auf Brocken aus der Landesliga (SG Sulzfeld/Bretten) und der Bezirksliga (Blau-Gelb Mühlacker/SC Karlsruhe) treffen.

„Bei den Männern konnten wir noch nie so viele gute Mannschaften begrüßen“, erzählt Fischer zufrieden, wenngleich er weiß, „dass unsere Kapazitätsgrenze mit zehn Teams erreicht ist“. Der eng getaktete Zeitplan am Samstag verdeutlicht die Situation: Obwohl das Eröffnungsspiel, in dem Wiernsheim auf Mühlacker trifft, um 10 Uhr startet, beanspruchen die 24 Partien (je 20 Minuten) den ganzen Tag, ehe gegen 20.15 Uhr der Gewinner feststeht. Den Alten Herren, die das Dreikönigsturnier am Freitag um 17.30 Uhr eröffnen, werden 24 Minuten Spielzeit eingeräumt, und die Frauen, die am Sonntag dran sind, können sogar 40 Minuten lang auf Torejagd gehen. Für den reibungslosen Ablauf des Mammutprogramms sorgen einmal mehr 80 Helfer des Vereins, zu denen auch die sieben Turnier-Schiedsrichter gehören.

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