Das langfristige Ziel heißt Landesliga

Der HC Blau-Gelb Mühlacker geht optimistisch in die neue Bezirksliga-Saison – Erfahrenes Spieletrio aus Calmbach soll Team führen

Von Silas Schüller Erstellt: 14. September 2018, 00:00 Uhr
Das langfristige Ziel heißt Landesliga Hat viel vor in der Saison 2018/19: Frank Oechsle erklärt bei einer Trainingseinheit in der Vorbereitung, was er von seinen Männern erwartet. Foto: Fotomoment

Für die neue Saison in der Bezirksliga hat der Handballclub (HC) Blau-Gelb Mühlacker einige Neuzugänge an Bord geholt. Dazu zählt in gewisser Weise auch Frank Oechsle, der das Traineramt für eine Spielzeit übernimmt.

Die Handballer von Blau-Gelb freuen sich auf die neue Bezirksliga-Saison.Die Handballer von Blau-Gelb freuen sich auf die neue Bezirksliga-Saison.

Mühlacker. Die Entscheidung, dass Frank Oechsle, der bei Blau-Gelb seit 2014 als Team-Manager fungiert, nun in die Rolle des Übungsleiters schlüpft, wurde aus der Not heraus geboren. „Nach dem Weggang von Jörg Bidlingmaier, der eine neue Herausforderung suchte, hat unser Vorsitzender Thomas Ufrecht mit über die Neubesetzung der Stelle gesprochen“, erklärt Oechsle.

Eigentlich hätte der Verein bereits zu dieser Runde den Calmbacher Kim Kallfas zum Trainer gemacht, doch als die Vorbereitung startete, stand noch nicht fest, ob der Spielertrainer mit Oberligaerfahrung schon in diesem Transferfenster wechseln würde. „Deshalb haben wir in der Sommerpause entschieden, dass ich die Mannschaft für diese Runde übernehme“, berichtet Oechsle, der weiterhin für die zweite Mannschaft im Einsatz ist. Gleiches gilt für seinen Co-Trainer Alexander Fain, der aus Knittlingen in die Senderstadt wechselte. Zusammen möchte das Duo einen Platz unter den besten Drei erreichen, die Hoffnungen ruhen hierbei vor allem auf dem aus Calmbach gekommenen Trio Kallfas, Nico Baumann und Alexander Schwarz. „Da haben wir natürlich viel Qualität hinzugewonnen“, freut sich Oechsle, der mit Fabian Behre (SV Illingen) und Christian Stolz (vereinslos) auf zwei weitere Kräfte zählen kann. Verlassen hat die Mühlacker Handballer lediglich Philipp Blessing, der nach Durlach wechselte. Obwohl der Kader also gut verstärkt werden konnte, spricht Oechsle von einer komplizierten Personalsuche: „Für Randvereine wie Mühlacker oder Wiernsheim ist es schwierig, Neuzugänge zu bekommen.“ Außerdem spiele es eine Rolle, ob man die Akteure mit finanziellen Anreizen locken könne oder nicht. Allerdings möchte der 41-Jährige nicht jammern, schließlich sieht er seine Mannschaft für die kommende Saison gut gerüstet. „Ein Platz unter den besten drei können wir auf jeden Fall erreichen“, gibt der Coach die Marschrichtung vor. Und langfristig peilt das Team die Landesliga an. Ob das in ein, zwei oder drei Jahren geschieht, sei dabei nicht so entscheidend. Für diese Spielzeit sieht Oechsle, der wie sein Trainerkollege Fain eine Knittlinger Vergangenheit hat, die Nachbarn aus der Fauststadt als Favorit auf den Meistertitel; „Die hätten schon in den beiden letzten Jahren aufsteigen müssen, bei der Qualität, die sie vorweisen können. Jetzt könnte es mal so weit sein.“ Außerdem sei die SG Graben-Neudorf, die aus der Landesliga abgestiegen ist, ein Kandidat für den Wiederaufstieg.

Um für den Rundenauftakt am Sonntag, 23. September, optimal vorbereitet zu sein, absolvieren die Mühlacker an diesem Wochenende noch ein Trainingslager in der Enztalsporthalle, bevor es in der Woche darauf gegen die Rhein-Neckar Löwen III ernst wird. Bis jetzt ist Oechsle mit der Vorbereitung zufrieden, wenngleich die Mankos aus der vergangenen Saison, als man zu viele technische Fehler beging und teilweise unkonzentriert agierte, nicht per Knopfdruck abgestellt werden könnten. „Die Jungs haben bisher super mitgezogen und sich richtig reingehängt. Wichtig ist aber auch, dass wir verletzungsfrei bleiben, dann haben wir großes Potenzial“, sagt der HC-Trainer, der nach der Saison die Doppelfunktion abgibt und „nur“ noch Team-Manager sein wird.

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