Auf den letzten Metern läuft’s

Die Frauenmannschaften aus Mühlacker und Wiernsheim zeigen am Saisonende starke Leistungen

Von Silas Schüller Erstellt: 9. April 2019, 00:00 Uhr
Auf den letzten Metern läuft’s Haben nach dem Heimsieg gut Lachen: Achim Matje und seine Spielerinnen, die eine starke Spielzeit auf dem zweiten Tabellenplatz abschließen. Foto: Schüller

Mit einem überzeugenden 22:19-Heimsieg hat die SG Niefern/Mühlacker die Bezirksliga-Saison als Tabellenzweiter abgeschlossen. Auch die Wiernsheimer Frauen überzeugen zu Hause – und können nun sogar noch aufsteigen.

Mühlacker/Wiernsheim. Den besten Beweis, was für einen Stellenwert das letzte Saisonspiel für die SG Niefern/Mühlacker hatte, lieferte der Trainer zu Beginn des zweiten Durchgangs höchstselbst: Nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung wütete Achim Matje an der Seitenlinie so lautstark, dass ihn der Unparteiische Andreas Beck umgehend verwarnte. Zu diesem Zeitpunkt stand die Partie auf Messers Schneide, sowohl Niefern/Mühlacker als auch Sulzfeld spielten auf Sieg und ließen dem Gegner keine Zeit zum Verschnaufen. „Wir haben es bis zur 50. Minute nicht geschafft, unser Spiel über eine längere Phase durchzuziehen und vorne effektiv mit unseren Chancen umzugehen“, bemängelt Matje im Rückblick auf die Partie, die ihn einige Nerven gekostet hat. Die mangelnde Chancenverwertung sei über die ganze Saison ein Manko gewesen, wenngleich die Schlussphase ein anderes Bild bot: Während die SG beim Stand von 18:19 den Turbo zündete und bis zur Schlusssirene vier sauber herausgespielte Tore erzielte, ging den bis dato gleichwertigen Gästen die Luft aus. In den letzten acht Minuten gelang Sulzfeld überhaupt kein Treffer mehr, was nicht nur an der standfesten SG-Defensive lag.

Den Gastgebern war das freilich egal, völlig losgelöst feierte das Team den knappen Heimsieg, der ihnen den zweiten Tabellenplatz in der Bezirksliga bescherte. „Wir haben wirklich eine starke Runde gespielt; aus dem Kader, der uns in diesem Jahr zu Verfügung stand, haben wir das Bestmögliche herausgeholt“, stellt Matje fest. Geht es nach ihm, wird er auch im Herbst wieder die Regie übernehmen, nun liege die Entscheidung bei den Vereinen.

Keinen Vize-Meistertitel, dafür aber die Chance auf den Bezirksliga-Aufstieg, haben die Frauen des TSV Wiernsheim. Dank des 28:22-Erfolges über den Nachbarn HC Metter-Enz steht das Team von Bernhard Czöczock mit 21:17-Punkten weiterhin auf Rang fünf – und kann mit einem weiteren Heimsieg gegen Asperg III auf den vierten Platz springen. Weil der Drittplatzierte HB Ludwigsburg III aufgrund des Abstiegs ihrer zweiten Vertretung in die Bezirksliga nicht aufsteigen darf, bietet sich für Wiernsheim die Möglichkeit zur baldigen Rückkehr in die höchste Spielklasse des Bezirks Enz-Murr. Im vergangenen Jahr mussten die TSVlerinnen den Gang nach unten antreten, nun könnte der Weg direkt wieder nach oben führen. Ob ihr Trainer dann allerdings immer noch Bernhard Czöczock heißt, wird am kommenden Samstag im Rahmen des Saisonabschlusses bekanntgegeben.

Dass Frank Oechsle als Coach von Blau-Gelb Mühlacker aufhören wird, steht bekanntlich seit Saisonbeginn fest. Der Illinger rückt im Sommer wieder eine Reihe nach hinten und möchte sich auf seine Aufgabe als Team-Manager konzentrieren. Umso schöner für Oechsle, dass seine Mannschaft in den letzten Partien immer noch Vollgas gibt und die Runde nicht locker auslaufen lässt. Gegen die Ispringer Reserve landete Blau-Gelb einen 29:19-Heimsieg, bei dem vor allem der neunfache Torschütze Marvin Schiffel die Aufmerksamkeit auf sich zog. Der nominelle Rückraumakteur startete wegen anhaltender Rückenprobleme auf der weniger fordernden Rechtsaußen-Position und entschied die Begegnung nach dem Seitenwechsel beinahe im Alleingang.

Ein ähnliches Lob verdiente sich indes Felix Egler vom TSV Knittlingen. Beim kniffligen Auswärtsspiel (31:25) gegen Heidelsheim/Helmsheim netzte er gleich achtmal ein und schloss damit die Lücke der fehlenden Rückraumschützen Marco Hauk und Sebastian Geider. Sollten die Knittlinger auch am kommenden Samstag in Östringen erfolgreich sein, so hätte die Meistermannschaft aus 20 Spielen fabelhafte 20 Siege geholt.

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