Frostiger Auftakt zu Laufend Fit

Erster Sieg gegen den inneren Schweinehund: Trotz knackiger Minusgrade wagen sich die Teilnehmer ans erste Training

Von Volker Henkel Erstellt: 28. Februar 2018, 00:00 Uhr
Frostiger Auftakt zu Laufend Fit Die ersten Übungen auf dem Hartplatz beim Hallenbad Mühlacker dienen dem Aufwärmen. Foto: Fotomoment

Der Atem der Läufer kondensiert am Montagabend in der kalten Luft. Kurz und knackig ist bei frostigen minus acht Grad das Eröffnungstraining zur Aktion Laufend Fit des Mühlacker Tagblatt und der AOK ausgefallen.

Bei kalten Temperaturen müssen die Teilnehmer gut eingepackt sein, wie hier Sophia Fischer (li.) und Leah Kußmaul.Bei kalten Temperaturen müssen die Teilnehmer gut eingepackt sein, wie hier Sophia Fischer (li.) und Leah Kußmaul.

Mühlacker. Fleece- und Windjacke, zwei Pullover sowie T-Shirt und Top, dazu eine Strumpfhose und eine elastische Sporthose. Das hat Sandra Sperling angezogen. „An den Füßen könnte es etwas wärmer sein“, findet die 27-Jährige auf dem Hartplatz neben dem Freibad Mühlacker. Sie hat es sich noch überlegt, ob sie wegen der Kälte absagen soll. Aber sie will den inneren Schweinehund überwinden. Außerdem läuft bei der Kürnbacherin noch der Papa mit. „Der zieht mich mit“, meint sie. Joggen war bisher nicht so ihr Ding. Sie nutzt das Laufend-Fit-Training, um da mal reinzukommen . Beim Mahle-Lauf will sie die fünf Kilometer schaffen. „Ich bin motiviert“, sagt sie.

Thomas Wagner heißt ihr Papa. Vor vier Jahren ist der 58-Jährige beim Mahle-Lauf gestartet. „Der Körper braucht Bewegung“, sagt er und zeigt schmunzelnd auf seinen kleinen Bauchansatz. Den Papa von Sandra Sperling kommt neben zwei weiteren Beschäftigten der Firma Händle als Teilnehmer der Aktion Betriebssport. Wie AOK-Lauftrainerin Sabine Liefke-Wilhelm sagt, sind erstmals Firmen für eine Teilnahme an der Laufend-Fit-Aktion angeschrieben worden. „Einige haben sich gemeldet“, sagt sie.

„Kurz und knackig“ – wegen der Frosttemperaturen war das ihr Motto für das Auftakttraining bei den Anfängern. Sie könne sich nicht erinnern, dass es schon mal so kalt gewesen sei. Fünf Grad minus zeigt das Thermometer, und als eine gute Stunde später die beiden nächsten Gruppen antreten, sind es schon minus acht.

Eine Vorgabe, ab welchen Temperaturen laufen nicht mehr gut sei, gebe es nicht. „Das muss jeder selber ausprobieren“, so Liefke-Wilhelm. An die körperlichen Grenzen zu gehen, sei bei extremen äußeren Bedingungen aber nicht sinnvoll. Ein Tuch oder einen Schal über den Mund zu legen, ist ihr Rat. So werde die Luft beim Einatmen vorgewärmt.

Gerd Reichelt läuft schon seit Jahren. Allerdings für sich. Jetzt wolle er mal bei einem organisierten Lauf mitmachen. „Ich probiere es jetzt einfach mal“, meint der 65-Jährige aus Niefern. Er freue sich, vielleicht auch Menschen kennenzulernen, mit denen er laufen könne. Zehn Kilometer will er beim Mahle-Lauf schaffen. Die Temperaturen sind für ihn weniger ein Problem. Eher die Tageszeit am Abend, denn bisher läuft er immer morgens.

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