Zwei frühe Tore reichen nicht

Die Frauen des TSV Ötisheimer verpassen gegen Mutschelbach den ersten Heimsieg in der Rückrunde der Landesliga Mittelbaden

Von Silas Schüller Erstellt: 19. März 2019, 00:00 Uhr
Zwei frühe Tore reichen nicht In der zweiten Hälfte können die Ötisheimerinnen um Franziska Schulz (Nummer 10) und Anna-Benita Schulz (re.) trotz diverser Anläufe nicht nachlegen und kassieren noch den 2:2-Ausgleich. Foto: Schüller

Das Frauen-Fußballteam des TSV Ötisheim hat am 15. Spieltag der Landesliga Mittelbaden den ersten Dreier in der Rückrunde verpasst. Gegen den ATSV Mutschelbach kam die Elf von Marco Keller nicht über ein 2:2 hinaus.

Ötisheim. „Ich kann es mir auch nicht erklären, warum wir unsere Leistung momentan nicht über die volle Spielzeit auf den Platz bringen“, zeigt sich Marko Keller etwas ratlos über das Auftreten seiner Mannschaft, die wie schon in der Vorwoche gegen Mörsch „nur“ 2:2 spielte. Als Tabellensiebter trat Ötisheim als vermeintlicher Favorit gegen die Kontrahenten auf Rang 9 und 10 an, doch davon war in den 180 Minuten in beiden Partien nicht allzu viel zu sehen. Konnte der TSV-Trainer das in der Schlussphase gerettete Remis gegen Mörsch noch als gewonnenen Punkt bezeichnen, fällt das Fazit für die Partie gegen Mutschelbach nüchterner aus: „Wenn man zu Hause mit zwei Toren führt, darf man sich den Sieg nicht aus der Hand nehmen lassen.“

Nach dem frühen 1:0 (8.) durch Sissy Pendinger und einem Gäste-Eigentor wenige Minuten später sprach alles für das Heimteam, das in der Anfangsphase klar den Ton abgab. Allerdings verpasste es die Keller-Elf in der Folge, mit dem dritten Treffer dem Gegner frühzeitig den endgültigen K.o. zu verpassen. So waren die unterlegenen Mutschelbacherinnen ohne eigenes Zutun immer noch im Spiel – und verkürzten durch einen direkt verwandelten Freistoß auf 1:2 (30.).

„Da kann ich Ines Neumann keinen Vorwurf machen, der Ball kam hoch rein, und die Sonne hat geblendet“, nimmt Keller seine Torfrau in Schutz. Überhaupt sei es für seine Mannschaft, die mittlerweile 40 Gegentore gesammelt hat, normalerweise kein Beinbruch, wenn es hinten klingelt, schließlich habe man in der eigenen Offensive immer genug Qualität für eine schnelle Antwort. Diesmal kam es aber anders, denn weder am Ende der ersten noch in der kompletten zweiten Halbzeit netzten die TSV’lerinnen ein drittes Mal ein. Dabei hatte Keller seinen Damen in der Kabinenansprache noch einmal deutlich gemacht, was eines der bekanntesten Fußballgesetze besagt: „Wenn du deine Chancen vorne nicht machst, kriegst du hinten irgendwann einen rein.“

Um diesen Ausgang zu vermeiden, nahm das Heimteam immer wieder neue Anläufe, versuchte über die Flügel nach vorne zu kommen und so seine Torjägerinnen Franziska Schulz und Anna-Benita Fuchs erfolgsversprechend in Szene zu setzen. Weil die Gäste jedoch ebenfalls mutig nach vorne drängten, waren die Ötisheimerinnen ständig hin- und hergerissen zwischen Offensive und Defensive, was vor allem dem Mittelfeld Probleme bereitete. Hätten Ann-Kathrin Bickel und Anna-Benita Fuchs ihre guten Möglichkeiten im Laufe des zweiten Durchgangs genutzt, wäre dies wohl gar nicht in Gewicht gefallen. Sie verpassten aber jeweils die Entscheidung, während Mutschelbach sich für eine Schlussoffensive wappnete. „Am Ende haben wir leider nicht mehr ganz mithalten können, was der Gegner dann ausgenutzt hat“, berichtet Keller. Die Gäste wirkten ab der 70. Minute tatsächlich frischer, durchschlagskräftiger und entschlossener. Der Ausgleich schien in dieser Phase nur noch eine Frage der Zeit, und als Mira Franziska Becker nach einem „tödlichen Pass“ frei vor Ines Neumann zum Abschluss kam (80.), mussten sich die TSV-Fans auf ein Remis einstellen. „Wenn man ehrlich ist, ist das Unentschieden das gerechte Ergebnis, obwohl wir insgesamt ein bisschen mehr vom Spiel hatten“, kommentiert Keller den ersten Rückrundenauftritt vor eigenem Publikum.

Die nächste Chance auf den ersten Sieg im Jahr 2019 bietet sich für die Frauen des TSV Ötisheim am kommenden Samstag, wenn sie um 17 Uhr bei der punktgleichen SpG Waldbronn antreten.

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