Zaisersweiher mit etwas Glück weiter

Knapper Erfolg beim TSV Ötisheim in einem behäbigen Spiel – 1:0-Siegtreffer fällt erst zehn Minuten vor Schluss

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 11. August 2014, 00:00 Uhr
Zaisersweiher mit etwas Glück weiter Das meiste Geschehen zwischen Ötisheim und Zaisersweiher spielt sich abseits der Strafräume ab, TSV-Ersatztorwart Michael Griesinger schaut von der Ferne zu. Foto: Eigner

In einem ziemlich zähen Kreispokalspiel hat sich die Spvgg Zaisersweiher beim TSV Ötisheim letztlich mit 1.0 durchgesetzt und die zweite Runde erreicht. Der Treffer des Tages fiel allerdings erst recht spät. Jens Schrodt traf gut zehn Minuten vor Schluss mit dem Hinterkopf.

Ötisheim. Mit reichlich Verspätung hatte die Partie auch begonnen. Der eigentlich eingeteilte Schiedsrichter war nicht erschienen, weswegen Michael Nagel einsprang. Bis der herbeitelefonierte Ersatz-Referee, der dann eine gute Leistung bot, allerdings in Ötisheim eintraf, verging rund eine halbe Stunde. Mit 40 Minuten Verzögerung rollte der Ball dann endlich, allerdings nicht sonderlich rasant.

Bei drückender Schwüle war wohl weder den Gästen aus Zaisersweiher noch der Heimelf nach zackigen Spurts zumute. Dementsprechend plätscherte die Partie in behäbigem Tempo dahin. Zwischen langen Leerlaufphasen gab es dann doch ein paar brenzlige Szenen, die sich aber fast alle vor dem Ötisheimer Gehäuse abspielten, das ausnahmsweise Michael Griesinger hütete. Der eigentlich fünfte Torhüter des TSV Ötisheim – Yannik Jensen, Tom Vogt, Yannick Gulden und Marco Münchinger sind allesamt im Urlaub – machte jedoch eine Klassepartie und zeigte eine Handvoll Glanzparaden. Die erste nach etwa 25 Minuten, als er sich mutig Deniz Öztürk entgegenwarf, der allein auf ihn zustürmte. „Wir haben wohl den besten Torwartkader im ganzen Kreis Pforzheim“, fand Ötisheims Jugendleiter Holger Deimel angesichts der Leistung Griesingers, der aber ein wenig auch von der Ungenauigkeit im Abschluss profitierte, die Zaisersweiher gestern an den Tag legte.

So etwa fünf Minuten vor der Pause, als Öztürk dreimal von der Strafraumgrenze zum Schuss kam, erst an Griesinger, dann zweimal an mehreren Abwehrbeinen scheiterte. Den dritten Nachschuss setzte Robin Knothe schließlich knapp neben das Gehäuse. Auch nach dem Seitenwechsel gab es noch eine ähnliche Szene, als Samet Altuntas frei zum Kopfball kam, den Ball jedoch zu weit rechts platzierte.

Neuzugang im Zaisersweiherer Tor hat nur wenig zu tun

Auf der gegenüberliegenden Seite hatte derweil Albert Winterstein kaum Gelegenheit sich auszuzeichnen. Zaisersweihers Trainer Jürgen Widmann lobte den Neuzugang aus Bissingen dennoch: „Er coacht gut von hinten und strahlt Ruhe aus. Mit seiner Erfahrung ist er auf jeden Fall ein Gewinn für uns.“ Der 29-jährige Winterstein soll in der bevorstehenden Spielzeit den bisherigen Stammkeeper Steffen Pischke ersetzen, der seine Laufbahn nach der vergangenen Saison beendet hat.

Ansonsten aber war Jürgen Widmann mit der Leistung seiner Mannschaft nicht sonderlich zufrieden. „Da fehlt noch einiges bis zum Saisonstart. Das war zu harmlos und oft zu eigensinnig“, fand der Spvgg-Coach, wusste aber auch eine Erklärung, warum das Zusammenspiel gestern nicht recht funktionieren wollte. „Wir haben ein paar Neuzugänge zu integrieren“, so Widmann. „Und Samet Altuntas war lange verletzt, das war sein erstes Spiel nach fast vier Monaten.“

Der Siegtreffer durch Jens Schrodt nach einer Freistoßflanke in der 79. Minute passte für den Spvgg-Trainer da ins Bild: „Das Tor war auch irgendwie Glück. Er steigt mit dem Rücken zum Tor hoch.“ Hinterkopf, Nacken oder Rücken – der Ball war jedenfalls drin. „Pokal. Derby. 1:0 gewonnen. Eine Runde weiter. Abhaken“, so das Fazit Widmanns.

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