Viktorias zweiter Streich

1:0-Finalsieg gegen Phönix Lomersheim – Auch der Hallenstadtpokal wandert ins Enzberger Vereinsheim

Von Volker Henkel Erstellt: 7. Januar 2014, 00:00 Uhr
Viktorias zweiter Streich Zweiter Pott binnen eines halben Jahres: Viktoria Enzberg feiert den Sieg beim Hallenstadtturnier. Fotos: Fotomoment

Der FC Viktoria Enzberg holt das Double. Nach dem Fußball-Stadtpokal im Freien zu Beginn der Saison gewinnen die Enzberger mit 1:0 nun auch das Finale um den Hallenstadtpokal gegen Titelverteidiger Phönix Lomersheim.

Mühlacker. Beim Eröffnungsspiel hatte Phönix Lomersheim bereits gezeigt, dass es gewillt war, seinen Titel als Hallen-Stadtpokalsieger zu verteidigen. Lomersheim besiegte die Mannschaft des Turnierausrichters TSV Ötisheim wurden durch zwei Tore von Mark Fischäß sowie Treffer von Dennis Oehler, Matthias Stolz und Michael Dorn mit 5:0. Ötisheims Abwehr hatte sichtlich Probleme, die Angriffe der Lomersheimer zu entschärfen. Deren Angreifer waren in der Offensive schneller am Ball. Pech hatte Ötisheims Christian Hidalgo: Sein Zehn-Meter-Schuss klatschte nur an die Latte.

Zu den spannendsten Spielen des Turniers gehörte die Vorrundenpartie zwischen Viktoria Enzberg und dem TSV Mühlhausen/Enz. 1:0 ging Enzberg durch Alexander John in Führung. Mühlhausen hielt sich in den ersten Minuten stark zurück. Weitere Enzberger Treffer schienen eine Frage der Zeit zu sein, doch einen schnellen Konter Mühlhausens vollendete Thomas Herzog zum 1:1-Ausgleich. Danach ein offener Schlagabtausch und Spannung pur. Praktisch mit der Schlusssirene war Herzog nach einer Ecke von Stefan Senftleben erneut zur Stelle und sorgte für den 2:1-Sieg Mühlhausens. „Das war schlecht“, meinte Enzbergs Trainer Sascha John und fand offenbar die richtigen Worte an sein Team, das sich danach bis ins Endspiel durchsetzte.

Bildschirm-Liveticker im Foyer findet großen Anklang

Wie im Hallenstadtpokalturnier 2013 und im Freien vor einem halben Jahr traf der FC Viktoria dort auf Phönix Lomersheim, das durch Michael Dorn kurz nach dem Anpfiff die erste sehenswerte Torchance hatte. Am linken Spielfeldrand nahm er den Ball mit Wucht aus der Luft. Das Leder zischte knapp am rechten Torpfosten vorbei, und ein Schrei des Ärgers schallte vom Schützen durch die Enztalsporthalle. Lomersheim spielte technisch dominierten Fußball, Enzberg schien mit mehr Herzblut dabei. Das machte am Ende den Unterschied. Der entscheidende Treffer fiel nach einem Abschlag von Enzbergs Schlussmann Bastian Voges auf den links laufenden Baris Yildirim, der mit dem linken Fuß abzog und genau ins rechte Toreck traf. Das Spiel blieb danach ausgeglichen, auf beiden Seiten gab es weitere Torchancen, doch es blieb beim 1:0.

Eindeutig war das Spiel um Platz drei. Mit einem klaren 7:1 besiegte die Fvgg. 08 Mühlacker den FV Lienzingen. Michael Deutschmann (4), Nazim Demirci (2) und Mesut Adibelli (1) waren die Torschützen für die Nullachter. Denis Öztürk traf für den FV Lienzingen.

„Das Endspiel war gut“, stellte Ötisheims Bürgermeister Werner Henle bei der Siegerehrung fest. Das Fußball-Hallenstadtpokalturnier Mühlacker sei jedes Jahr eine „tolle Sache“. Einen Dank hatte er für die beteiligten Schiedsrichter. Den Enzberger Spielern Kadir Kara und Baris Yildirim überreichte er die Siegerpokale.

Sieger waren beim Fußball-Hallenstadtpokalturnier Mühlacker neben dem FC Viktoria Enzberg auch drei Spieler. Fußball-Abteilungsleiter Michael Tauchmann vom TSV Ötisheim und Vereinsjugendleiter Holger Deimel ehrten mit Hans-Ulrich Wetzel vom Mühlacker Tagblatt, das die Pokale gestiftet hatte, die besten Spieler des Turniers. Michael Deutschmann von der Fvgg 08 Mühlacker wurde mit sieben Treffern Torschützenkönig. Vertreter aller Vereine hatten Michael Horntrich vom TSV Mühlhausen zum besten Torhüter und Nicola Barbitta vom FV Lienzingen zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Für Enzbergs Trainer Sascha John allerdings war der eigene Schlussmann der beste: „Was muss der noch machen? Er ist eine Granate!“, fragte John mit Blick die Leistung von Bastian Voges, der nach Johns Meinung bei der Torhüterabstimmung die letzten Jahre zu unrecht nicht beachtet worden sei.

Rundum zufrieden waren die Organisatoren des TSV Ötisheim mit dem Fußball-Hallenstadtturnier Mühlacker. Lediglich 20 bis 25 nicht frei geräumte Parkplätze vor der Enztalsporthalle, wurden bemängelt. Nach einer Bauschnittaktion der Stadt Mühlacker lagen darauf noch Schnittabfälle. „Bei einer Großveranstaltung fällt das ins Gewicht“, sagten Holger Deimel Michael Tauchmann.

Gut angekommen sei auch das Turnierheft. Unter dem Titel „Wildsau Kurier“ hatte der TSV Ötisheim sein Stadionblatt wieder aufleben lassen. „Das ist gut angekommen“, so Deimel und Tauchmann. Großen Anklang fand auch der große Flachbildschirm, den der TSV Ötisheim im Foyer der Halle aufgestellt hatte. Darauf wurden stets die Ergebnisse, Spielstände und aktuellen Tabellenstände angezeigt.

„Das Turnier ist hervorragend gelaufen“, war das Fazit der Organisatoren. Die Zuschauerzahlen seien gut gewesen. Einziger Wermutstropfen: das Abschneiden der eigenen Mannschaft auf dem siebten Platz. Dem jungen Team fehle es an „Spielerfahrung und Cleverness“. Die abgeschlossene Vorrunde in der Kreisklasse A1 und das Fußball-Hallenstadtpokalturnier Mühlacker hat das Team ihrer Ansicht nach voran gebracht. „Über Kurz oder Lang wird sich das zum Positiven wenden“, glauben die beiden Vereinsvertreter.

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