Sportfreunde jubeln beim Stadtpokal

Verletzung von Zekeriya Sayin trübt allerdings die Freude über den Triumph – 1:0 im Finale gegen Phönix Lomersheim

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 9. Januar 2017, 00:00 Uhr
Sportfreunde jubeln beim Stadtpokal Die Spieler der Sportfreunde Mühlacker feiern nach der Pokalüberreichung ihren 1:0-Endspielsieg gegen den TSV Phönix Lomersheim. Foto: Fotomoment

Ein strammer Schuss von René Hook hat das Finale um den Mühlacker Hallen-Stadtpokal für die Sportfreunde Mühlacker entschieden. Die Freude wird allerdings gedämpft durch die Verletzung von Zekeriya Sayin, der mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus gebracht wurde.

Mühlacker. Es passiert im Halbfinale gegen Viktoria Enzberg, keine zwei Minuten nach Spielbeginn etwas abseits des Seschehens und wohl ohne Einwirkung eines anderen Spielers, weshalb keiner wirklich mitbekommen hat, wie genau sich der Sportfreunde-Spieler die Verletzung zugezogen hat. Plötzlich aber liegt Sayin am Boden, hält sich das Bein und schreit vor Schmerz. Für mehrere Minuten ist das Spiel unterbrochen, bis die Sanitäter Zekeriya Sayin auf einer Trage vom Feld bringen können. Das Spiel endet schließlich torlos, und im Neunmeterschießen behalten die Sportfreunde mit 4:3 das bessere Ende. Ausgerechnet Torhüter Bastian Voges, der schon so viele Elf- und Neunmeterschießen für seine Enzberger gewonnen hat, setzt den entscheidenden Schuss über das Tor. Im zweiten Halbfinale setzt sich danach Phönix Lomersheim souverän mit 5:1 gegen den TSV Ötisheim durch.

Ötisheim hat sein Ticket unter die letzten vier erst im letzten Gruppenspiel gebucht, das einige Brisanz barg: Denn der Gegner FV Lienzingen wäre mit einem Sieg seinerseits ins Halbfinale eingezogen, bei einem Remis aber wäre der TSV Großglattbach der lachende Dritte gewesen.

Zeitstrafe bringt die Wende im Spiel um Platz drei

Das Finale gehen Phönix und die Sportfreunde zunächst vorsichtig an, doch allmählich kommt Schwung in die Partie. Der entscheidende Treffer fällt etwa zur Mitte der 14-minütigen Spielzeit, als René Hook aus etwa 16 Metern halbrechter Position abzieht. Sein Schuss wird vom Rücken eines Verteidigers noch abgefälscht und schlägt unhaltbar für Phönix-Keeper Daniel Kern im Winkel ein. Danach liefern sich die Finalisten einen offenen Schlagabtausch mit guten Gelegenheiten für beide Seiten. Die letzte Chance, Phönix noch in die Verlängerung zu retten, vergibt Dennis Oehler mit einem Kopfball, der Sekunden vor der Schlusssirene über den Kasten geht. Oehler erhält mit vier Treffern dennoch die Trophäe des Torschützenkönigs, die das Mühlacker Tagblatt gestiftet hat.

Spannend ist vor dem Finale bereits das Spiel um den dritten Platz verlaufen, in dem der TSV Ötisheim durch einen Schuss von Chris Keller bereits früh mit 1:0 geführt hat. Eine Zeitstrafe gegen die Ötisheimer bringt dann die Wende zugunsten des FC Viktoria. Im Freien wäre die Szene vielleicht sogar weitergelaufen, doch beim Hallen-Stadtpokal pfeifen die Schiedsrichter jede Grätsche konsequent ab.

Nur Sekunden nach der Hinausstellung netzt Oliver Rolle zum 1:1 ein. Und als sich einige schon langsam mit dem Gedanken an ein Neunmeterschießen anfreunden, gelingt Ricardo Caruso in der Schlussminute der 2:1-Siegtreffer für Enzberg.

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