„Solche Spiele sind etwas Wunderbares“

VfB-Legende Guido Buchwald freut sich auf das Benefizspiel in Lomersheim am Montag, bei dem er selbst in Aktion sein wird

Von Silas Schüller Erstellt: 11. September 2018, 00:00 Uhr
„Solche Spiele sind etwas Wunderbares“ Für die Traditionsmannschaft des VfB ist Guido Buchwald noch oft am Ball. Foto: Pressefoto Baumann

Guido Buchwald, Weltmeister von 1990 und Botschafter der Familienherberge, spricht im Interview über das Benefizspiel am nächsten Montag in Lomersheim und seine Einstellung zu ehrenamtlichem Engagement.

Herr Buchwald, am nächsten Montag schnüren Sie wieder für den guten Zweck die Fußballschuhe. Seit wann liegt Ihnen ehrenamtliches Engagement am Herzen?

Guido Buchwald: Das hat schon während meiner aktiven Karriere angefangen. Schon damals habe ich mich gerne für soziale Projekte eingesetzt und versucht, mit meinem Namen die Öffentlichkeit über die Projekte zu informieren.

 

Woher kommt Ihre Motivation, sich karitativ zu betätigen?

Mich fasziniert es immer wieder, wie sich Menschen im sozialen Bereich für andere einsetzen und welche wichtige Arbeit sie leisten. Das möchte ich unterstützen, etwa als Botschafter für die Krebshilfe Tübingen oder als Spieler in der VfB-Traditionsmannschaft.

 

Mit Ihrem VfB-Team waren Sie ja auch im vergangenen Jahr in Pforzheim und haben schon damals Geld für die Familienherberge und das Kinderhospiz gesammelt. Wie oft sind Sie noch im Einsatz?

Mit der Traditionsmannschaft sind es zwischen acht und zehn Spiele im Jahr, durch weitere Einsätze wie bei Benefizspielen komme ich jährlich auf rund 20 Partien. Viele Vereine möchten anlässlich eines Jubiläums gegen den VfB spielen, und dann treten wir auf. Etwa die Hälfte unserer Spiele kommen so zustande, die anderen 50 Prozent sind Charity-Spiele für einen guten Zweck.

 

Bereiten Sie sich auf solche Partien vor?

Nicht im Speziellen, da geht es ja eher ruhig und entspannt zu. Natürlich habe ich das ein oder andere Wehwehchen, aber das Spielen geht eigentlich noch ganz gut.

 

Macht Ihnen das Kicken mit ehemaligen Profis immer noch Spaß?

Solche Spiele sind etwas Wunderbares. Man kann mit alten Weggefährten, aber auch Rivalen seiner Leidenschaft nachgehen und damit eine gute Sache unterstützen. Das Tempo ist ja nicht mehr so hoch, da hat man richtig Spaß und genießt die Zeit zusammen.

 

Der Erlös des Benefizspiels geht an das Kinderhospiz Sterneninsel und an die Familienherberge Lebensweg, die Sie als Botschafter unterstützen. Wie kam es zu diesem Engagement?

Vor drei Jahren war ich bei Ensinger zum Tag der offenen Tür eingeladen. Die Familienherberge war mit einem Info-Stand vertreten, den ich mir dann angeschaut habe. So kam ich mit dem Team und Karin Engel ins Gespräch, und der erste Kontakt war da. Der Plan der Familienherberge hat mich gleich angesprochen, so dass ich mich entschied, die Institution zu unterstützen.

 

Was erwarten Sie von der Partie am kommenden Montag?

Ich hoffe, dass das Wetter mitspielt und viele Zuschauer nach Lomersheim kommen, damit eine große Summe für die beiden Institutionen zusammenkommt. Natürlich freue ich mich auch auf das Fußballspiel selbst, aber das steht bei so einem Anlass ja eher im Hintergrund.

 

Sie haben mit dem Weltmeistertitel 1990 große Bekanntheit erlangt. Hat sich bei Ihren öffentlichen Auftritten hierbei etwas verändert, etwa bei jungen Fußballfans?

Als ich mit der deutschen Nationalmannschaft vor 28 Jahren Weltmeister wurde, war die jüngere Generation noch gar nicht geboren. Deshalb kommt es schon vor, dass mich Kinder nicht (er)kennen. Aber durch das Internet kann man sich ja schnell informieren, wer da gerade vor einem steht. Die meisten Menschen können mit mir und meinem Namen etwas anfangen.

 

Wie zu Ihrer Zeit hat die Nationalmannschaft vier Jahre nach dem Titelgewinn eine enttäuschende WM gespielt. Glauben Sie, dass das DFB-Team wieder in die Erfolgsspur kommt?

Ich bin davon überzeugt, dass es wieder nach oben geht. Die Mannschaft hat einige junge Spieler mit viel Qualität. Daher sehe ich die Deutschen bald wieder unter den besten fünf Nationen. Das Team wird den Weltfußball in Zukunft mitbestimmen, da bin ich mir sicher.

Hier der Link zum Benefizspiel am 17. September 

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