Sieglos Gruppensieger

TSV Großglattbach sorgt für ein kurioses Novum bei der Sindelfinger Hallenfußballgala

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 31. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Sieglos Gruppensieger Artistische Torhüter-Einlage: Dominik Deutschbein pariert im Neunmeterschießen gegen den TSV Wäschenbeuren zwei Bälle. Foto: Eigner

Ohne ein einziges Spiel zu gewinnen Gruppensieger werden – dieses Kunststück hat der TSV Großglattbach am Samstag in seinem Vorturnier der Sindelfinger Hallenfußballgala zuwege gebracht. Zum Einzug ins Hauptturnier reichte es aber letztlich nicht, in der K.o.-Zwischenrunde war Endstation.

Sindelfingen. „Wir spielen uns hier schon mal für den Stadtpokal ein. Die anderen Mannschaften dürfen schon mal die Strickpullis aus dem Schrank holen“, flachst Trainer Ralph Augenstein während der Vorrunde. Doch so warm anziehen muss sich die Konkurrenz dann wohl doch nicht, denn dem TSV Großglattbach gelingt im Sindelfinger Glaspalast kein einziger Sieg. Gleichwohl zieht er als Gruppensieger in die K.o.-Phase ein.

„So etwas gab es bei der Hallenfußballgala in 30 Jahren noch nie“, sagt der Hallensprecher, als das Endergebnis der Gruppe 19 über die Videowand flimmert. Der FC Erzingen ist nicht erschienen und daher Gruppenletzter, gegen den TSV Mutlangen und den TTSV Wäschenbeuren trifft jeweils Tobias Baisch zur 1:0-Führung, doch beide Spiele enden 1:1.

Lehmann-Zettel kümmert Torhüter Deutschbein wenig

Weil im letzten Gruppenspiel auch Mutlangen und Wäschenbeuren mit einem 1:1-Unentschieden auseinander gehen, sind letztlich alle drei Mannschaften absolut punkt- und torgleich. Per Neunmeterschießen muss über Gruppensieg und Weiterkommen entschieden werden. Großglattbach erwischt das Freilos, Wäschenbeuren wirft Mutlangen aus dem Turnier und muss sich nun mit Großglattbach um den Gruppensieg streiten.

Dominik Deutschbein bekommt zwar einen „Lehmann-Zettel“ zugesteckt. Doch in welche Ecken die Wäschenbeurer Schützen gegen Mutlangen trafen, kümmert den Großglattbacher Schlussmann herzlich wenig, er wirft sich wie zum Trotz jedesmal ins andere Eck und wird dafür belohnt. Zwei Bälle pariert Deutschbein bravourös, die übrigen schießt Wäschenbeuren ohnehin am Tor vorbei. Für Großglattbach scheitert nur Roman Schäfer, der seinen Schuss über den Kasten setzt.

Gegen den TSV Holzmaden, Zweiter in Gruppe 20, ist in der K.o.-Zwischenrunde anschließend jedoch kein Kraut gewachsen. Rasch liegt Großglattbach mit 0:1 hinten, kassiert nur 30 Sekunden später das zweite Gegentor. Der A-Ligist aus dem Bezirk Neckar-Fils gestattet den Großglattbachern kaum einen Torschuss. „Die waren technisch einfach besser, wir sind ja gar nicht an die rangekommen. Wir hatten überhaupt keinen Spielfluss“, kommentiert Christian Gläser die 0:5-Niederlage.

Eine Runde später ist allerdings auch Holzmaden raus aus dem Wettbewerb, durch ein 3:2 zieht der Post SV Sieboldshöhe Würzburg, Sieger der Gruppe 21, ins Hauptturnier (11./12. Januar) ein. Wäschenbeuren scheitert am TV Nieder-Klingen, der dann gegen den ESV Crailsheim das Ticket zum Hauptturnier bucht.

Deutschbein – Neu, Gläser, Kurfiss, Baisch, Kugler, Rank, Hecht, Schäfer, Krauth

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