SG trotzt dem Nachbarn ein Unentschieden ab

Im Bezirksligaderby zwischen dem FV Roßwag und Häfnerhaslach/Sternenfels geht es bis zum Schluss zur Sache

Von Silas Schüller Erstellt: 5. Juni 2019, 00:00 Uhr
SG trotzt dem Nachbarn ein Unentschieden ab Die SG um Alisa Kornherr (v. re.) und Vanessa Held muss gegen Roßwag ständig verteidigen. Foto: sil

Vaihingen-Roßwag. An Derbystimmung war am Sonntag auf dem Roßwager Sportplatz nicht zu denken. Direkt neben dem Gelände ging das Weinfest der Lembergerland Kellerei in seine letzte Runde und lockte die Besucher mit Live-Musik. So wurden die Akteurinnen von nebenan mit harmonischen Klängen berieselt, während die Sonne unbarmherzig auf den Rasen knallte. Bemerkenswerterweise ließen sich die Teams von diesen ungünstigen Voraussetzungen nicht aus dem Konzept bringen; von Anfang an gingen Beide hohes Tempo. Dass die Gäste nach einer guten halben Stunde durch Maria Melliou in Führung gingen, kam dann etwas überraschend – zumindest für das Roßwager Lager, welches freilich mit einem Heimsieg rechnete. Mit zunehmender Spieldauer drängten die Gastgeberinnen immer stärker auf den Ausgleich, während bei Häfnerhaslach/Sternenfels merklich die Kraftreserven zur Neige gingen. Nach vorne bekamen die Frauen von Fabian Götz kaum noch Entlastungsangriffe zustande, das Spiel fand fast ausschließlich in der Gäste-Hälfte statt. Eine große Möglichkeit bot sich dann aber doch zwischen all den Roßwager Anläufern: In der 70. Minute bekam Sarah Hagel den Ball nach einem Standard mustergültig im Fünf-Meter-Raum serviert, brachte es allerdings nicht fertig, das Leder aus mit dem Kopf im Netz unterzubringen. Ein 0:2 zu diesem Zeitpunkt hätte dem FV wohl das Genick gebrochen – und wäre auch nicht verdient gewesen. Vielmehr sorgte die Roßwager Kapitänin Lena Dreibach wenige Minuten später mit einem Traumtor aus 18 Metern für ein dem Spielverlauf angepasstes Resultat. Anschließend verteidigten die SGlerinnen das Remis mit allen Mitteln, wobei sie keineswegs unfair agierten. Wenn es sein musste, wurde das eine oder andere Mal taktisch gefoult, aber immer so, dass keine Boshaftigkeit hinter der Aktion vermutet wurde. Verbissen jagten die Gastgeberinnen dem zweiten Tor hinterher, doch mehr als unvollendete Angriffe wollte ihnen nicht gelingen. Dementsprechend mürrisch goutierten die Lila-Hemden das Unentschieden vor eigenem Publikum. „Wir können mit dem Punkt zufrieden sein, das war eine gute Leistung von uns“, stellte SG-Trainer Götz nach der Hitze-Schlacht fest. Nun könne man mit einem guten Gefühl in die letzte Partie der Saison gehen. Diese darf das Team am Sonntag auf dem Heiligenberg austragen, um 10.30 Uhr geht es gegen Kornwestheim.

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