Schlägt die Stunde eines Außenseiters?

Beim Hallen-Stadtpokal ist ein klarer Favorit nicht auszumachen, findet Simon Roller, Trainer des Gastgebers Phönix Lomersheim

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 5. Januar 2017, 00:00 Uhr
Schlägt die Stunde eines Außenseiters? Vor einem Jahr jubelten die Fans des TSV Mühlhausen, diesmal bringen sie Verstärkung aus Roßwag mit. Foto: Fotomoment

Phönix Lomersheim ist am Wochenende Ausrichter des Hallenfußballturniers um den Mühlacker Stadtpokal. So richtig mag sich Trainer Simon Roller indes nicht mit der Favoritenrolle anfreunden, die dem Bezirksligisten naturgemäß zugeschrieben wird. Und in der Tat ist das Turnier auch für Überraschungen gut.

Mühlacker. „Wir wollen als Ausrichter natürlich nicht nur gute Gastgeber sein, sondern auch ein gehöriges Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden“, kündigt Phönix-Trainer Simon Roller an und verspricht: „Ich habe dafür einen guten und starken Kader nominiert meine Spieler sind heiß und wir werden mit Erfahrung und dem nötigen Ehrgeiz was zu bewegen auftreten.“ Lomersheim trete nahezu in Bestbesetzung zum Hallenspektakel an, so Roller. Ungeachtet dessen, dass Phönix als einziger Bezirksligist im Feld antritt, stapelt der Trainer tief: „Einen klaren Favoriten würde ich im Vorfeld nicht ausmachen. Sicher gibt es aber viele Mannschaften, die das Potenzial haben am Ende weit vorne mitzuspielen.“

Titelverteidiger stimmt sich in der Soccerhalle ein

Beim Hallen-Stadtpokal schlägt auch mal die Stunde von Außenseitern – wie vor einem Jahr, als der TSV Mühlhausen triumphierte. Heuer kommt Mühlhausen mit Verstärkung, seit dem Sommer besteht die Spielgemeinschaft mit dem FV Roßwag. „Durch den Zusammenschluss ist uns der Hallen-Stadtpokal gewissermaßen zugeflogen“, sagt Benjamin Heinz, der Trainer des Titelverteidigers. „Für mich und alle Roßwager Spieler ist es eine Premiere. In Vaihingen gibt es nichts Vergleichbares“, weist Heinz auf den Umstand hin, dass in der einstigen Kreisstadt nur ein Stadtpokal im Freien ausgetragen wird. Um sich auf den Mühlacker Hallen-Stadtpokal einzustimmen, ist Heinz mit seiner Mannschaft am Dienstag in die Soccerhalle nach Bietigheim gefahren. Dort soll auch heute noch einmal gekickt werden. „Eine richtige Vorbereitung ist das ja nicht. Und in der Soccerhalle liegt Kunstrasen, in Mühlacker spielen wir auf normalem Sporthallenboden. Aber um sich an das beengte Spielfeld zu gewöhnen, genügt es.“ In der Enztalsporthalle tritt die SG Roßwag/Mühlhausen am Sonntag allerdings nicht in Top-Besetzung an. Mit Marcel Bauer ist ein wichtiger, weil technisch versierter Spieler, verletzt.

Dass alle gesund bleiben, ist auch Phönix-Coach Simon Roller das Wichtigste: „Da der Spaß bei solch einem Turnier im Vordergrund stehen sollte, hoffe ich auf sportlich faire Spiele und dass sich kein Spieler der teilnehmenden Mannschaften schwerer verletzt.“ Schließlich stünden die Rückrunde und zuvor die Vorbereitung darauf vor der Türe: „Da möchte jeder Trainer auf seinen vollständigen Kader zurückgreifen.“

Wie in den Jahren zuvor werden die Stadtpokal-Spiele übrigens mit einer einseitigen Bande auf der Seite der Turnierleitung ausgetragen. Innerhalb des Vereins habe es Simon Roller zwar Überlegungen gegeben, das Turnier durch eine Rundumbande aufzuwerten. „Nur leider konnte es nicht realisiert werden“, sagt der Phönix-Trainer und führt zur Begründung die Unkosten sowie die schwierige Suche nach Sponsoren an.

Bereits am Samstag wird das AH-Turnier ausgetragen. Dazu tritt Mühlhausen mit einem eigenen Team ohne Roßwag an, Titelverteidiger ist der FV Lienzingen.

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