Plattenpokal als Generalprobe

Beim Plattenpokal in Wimsheim schneiden Iptingen, Großglattbach und Wiernsheim unterschiedlich ab – Wurmberg holt den Pott

Von Silas Schüller Erstellt: 13. August 2019, 00:00 Uhr
Plattenpokal als Generalprobe Klare Sache: Im ersten Aufeinandertreffen ziehen Raphael Bentel (Mitte) und seine Iptinger den Großglattbachern mit 4:1 davon. Foto: Schüller

Eine Woche vor dem Liga-Auftakt haben sich die Aktiven aus Iptingen, Großglattbach und Wiernsheim beim Plattenpokal einem finalen Formtest unterzogen. Dennoch sollten die Resultate nicht als Gradmesser für die neue Runde gelten.

Wimsheim. Wenn es um die Aussagekraft von Vorbereitungsspielen geht, lassen sich sowohl Siege als auch Niederlagen geschickt in das Gewand des „Urlaubsmodus“ verpacken. Denn natürlich sind Mitte August Spieler aus nahezu jeder Mannschaft verreist, weshalb Turniere wie der Plattenpokal nie den Normalzustand der Teams abbilden. Gleichwohl zeigen diejenigen, die auf dem Rasen stehen, vollen Einsatz und wollen sich für einen Stammplatz empfehlen. Insofern hatten die knapp einstündigen Partien am Freitagabend beziehungsweise Samstag durchaus eine Bedeutung. Besonders die Trainer wirkten an der Seitenlinie bereits im Pflichtspielmodus; ständig gab es für die Spieler lautstarke Hinweise oder Anweisungen.

Für die Vereine aus dem MT-Verbreitungsgebiet, die alle in der ersten Gruppe eingeteilt waren, begann das Turnier am Freitagabend mit der Partie SV Iptingen gegen den Seriensieger TSV Wiernsheim. Recht schnell zeigte sich der Klassenunterschied der Mannschaften, der A-Ligist Iptingen fertigte den Nachbarn mit seinem neuen Coach Martin Kern mit 4:1 ab.

Und eine Stunde später, als Wurmberg die zweite Gruppe gegen Mönsheim (4:0) eröffnet hatte, wiederholte das Team von Martin Weeber das Ergebnis gegen den TSV Großglattbach. Die Kicker aus dem Mühlacker Höhenstadtteil gaben sich unter der Regie von Daniel Fuchs wahrlich Mühe, liefen jedoch in zu viele Konter und wurden etwas unter Wert geschlagen.

Das änderte sich am Samstagvormittag, als Großglattbach die Wiernsheimer nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung noch einmal ins Spiel kommen ließ und fast den Sieg verspielte. Knapp geschlagen trat die Kern-Elf 90 Minuten später im Spiel um Platz fünf gegen Mönsheim an – und kassierte eine 0:6-Schlappe. Für Iptingen und Großglattbach setzte es in den Halbfinals ebenfalls Niederlagen, doch diese fielen äußerst knapp aus und waren gegen Wurmberg beziehungsweise Wimsheim als letztjährige Kreisligisten verschmerzbar.

„Ich war überrascht, dass wir gegen Wurmberg überhaupt so gut mithalten können“, erklärt Martin Weeber, dessen Team im anschließenden Spiel um den dritten Platz erneut überzeugte. Analog zum ersten Aufeinandertreffen zwängte der SV den Großglattbachern sein Spiel auf und sicherte sich mit einem 3:0-Erfolg eine Podestplatzierung. „Auch wenn wir die Tore auf ärgerliche Art und Weise bekommen haben, muss man klar sagen, dass bei uns die Luft draußen war und nach vorne nicht mehr viel ging“, konstatierte TSV-Abteilungsleiter Reinhold Schimpgen, der alles in allem ein positives Resumee zog.

Das gilt freilich auch für die badischen Finalisten Wimsheim und Wurmberg. Nachdem die Hausherren das Gruppenspiel mit 2:0 für sich entschieden, bewiesen die Gäste im Endspiel den längeren Atem und drehten das Resultat um. „Unsere Siegesserie ist jetzt zwar gerissen, aber damit können wir leben“, stellt Organisator und Spielleiter Hubert Armbruster fest. Das Wichtigste sei die Wettkampfpraxis für den Liga-Alltag gewesen, davon hätten alle profitieren können.

Sportredaktion E-Mail: redaktion@muehlacker-tagblatt.de Telefon: (07041) 805-27

silas.schueller@muehlacker-tagblatt.de

Weiterlesen
Nach dem Schlusspfiff freuen sich die Iptinger über ihren klaren Auswärtssieg. Die Spieler der SG Roßwag Mühlhausen hingegen sind bedient.Fotos: Huber

Nach dem Schlusspfiff freuen sich die Iptinger über ihren klaren Auswärtssieg. Die Spieler der SG Roßwag Mühlhausen hingegen sind bedient.Fotos: Huber

Klare Sache im Enztal: Der SV Iptingen hat am Sonntagnachmittag hochüberlegen beim Liganeuling Roßwag-Mühlhausen gewonnen. Der Aufsteiger trat mutlos und kann sich daher nicht über eine 1:5-Klatsche beschweren. SIE MÖCHTEN… »