Phönix Lomersheim holt sich den Mühlacker Stadtpokal

Nach der AH gewinnt Lomersheim auch das Stadtpokalturnier der Aktiven – FVgg 08 Mühlacker hat im Spiel um Platz drei die Nase vorn

Von Maik Disselhoff Erstellt: 1. August 2017, 00:00 Uhr
Phönix Lomersheim holt sich den Mühlacker Stadtpokal Gleich stürzen sie sich auf den Pokal: Die Lomersheimer Aktiven freuen sich nach einer starken Leistung im Endspiel über den Sieg beim Mühlacker Stadtpokal 2017 in Enzberg. Fotos: Fotomoment

Der TSV Phönix Lomersheim hat die Sportfreunde Mühlacker im Finale des Stadtpokals 3:0 geschlagen und schnappt sich verdient die glänzende Trophäe. Der beste Keeper, der Torschützenkönig und der stärkste Feldspieler kommen auch aus den Reihen der Siegermannschaft.

Mühlacker-Enzberg. Die Lomersheimer Fußballer haben beim Stadtpokal 2017 im Sportpark des FC Viktoria Enzberg vor rund 450 Zuschauern voll abgesahnt. Im Finale ließ die Elf nichts anbrennen und triumphierte mit 3:0 über die Sportfreunde Mühlacker, die zwar über weite Strecken gut mithalten konnten, in den entscheidenden Szenen jedoch nicht zur Stelle waren. Gleich zweimal hatten die Sportfreunde den Ausgleich auf dem Fuß, doch einmal ging der Abschluss von Raffael Fischer frei vor dem Keeper unglücklich daneben, und ein weiteres Mal verhinderte Phönix-Schlussmann Yannik Jensen Schlimmeres, als er einen Nachschuss Fischers gerade noch entschärfen konnte. Gespielt wurden im Finale, das bei sommerlichen Temperaturen auf gut gewässertem Rasen über die Bühne ging, zweimal 30 Minuten. Am Mittag war der Blick der Turnier-Veranstalter noch sorgenvoll in den Himmel gerichtet gewesen, doch am Abend konnten die Rahmenbedingungen dann nicht besser sein.

Lomersheim spielte seine Tore im Endspurt des Traditionswettbewerbs clever heraus. Nach einem sehenswerten Angriff über rechts schob Arne Körner in der 26. Minute zum 1:0 ein. Torhüter Kevin Modery hatte keine Chance, den Schuss abzuwehren. Der zweite Treffer fiel kurz nach Wiederanpfiff: Nils Holler kam nach guter Vorlage an den Ball und beförderte ihn souverän ins Netz – 2:0 (34.). Wenig später war Holler erneut am Drücker. Nach starker Vorarbeit von Routinier Flavio Knapp, machte Holler mit dem 3:0 in der 53. Minute den Sack zu.

Mit seinen drei Toren war Holler in Sachen Torbilanz beim Stadtpokal 2017 übrigens auf Höhe seines Teamkollegen Sven Ebert, der jedoch allein als Torschützenkönig des Turniers ausgezeichnet wurde. Die Enzberger hatten nur einen Pokal zu verschenken, und so fiel für die Ausrichter des FC Enzberg ins Gewicht, dass Ebert im Turnierverlauf ein Tor schneller geschossen hatte als Holler. Als bester Feldspieler durfte der Phönix-Fußballer Sebastian Fischer einen Pokal mit auf die Heimreise nehmen, und Yannik Jensen komplettierte das Lomersheimer Feld der Sonderehrungen, weil er als Torwart die stärkste Vorstellung abgeliefert hatte. Während das Finale im Wesentlichen unspektakulär und fair über die Bühne ging, hatte das kleine Finale sogar ein klein wenig mehr Brisanz zu bieten – zumindest, was die Spannung anbelangt. Gespielt wurden hier zweimal 25 Minuten.

Der TSV Ötisheim erwischte einen starken Start gegen die FVgg 08 Mühlacker und erzielte folgerichtig den Führungstreffer. Kapitän und Aktivposten Daniel Jimenez drückte den Ball flach am Keeper Giuseppe Scacchetti vorbei ins linke Eck – 1:0 (9.). Ötisheim führte verdient, hatte mehr vom Spiel, doch nach der Pause sah das Publikum dann die überraschende Wende. Durch zwei Standards entschied 08 Mühlacker die Partie für sich. Ecke, Kopfball von Adam Matev – und schon stand es 1:1 (29.). Der Schock konnte gar nicht richtig nachwirken, da klingelte es beim Ötisheimer Tormann Marco Münchinger zum zweiten Mal im Kasten – diesmal nach einem stark getretenen Freistoß von Salman Öztürk (1:2, 31.).

Im Anschluss lief bei Ötisheim nichts mehr zusammen, Tormann Münchinger wurde von Schiedsrichter Yilmaz Burak noch vom Platz gestellt, weil er einen Ball des Gegners außerhalb des Strafraums mit den Händen angenommen hatte. Feldspieler Marcel Müller ersetzte ihn im Tor. Die Fußballvereinigung ließ sich die Führung nicht mehr nehmen und durfte Platz drei bejubeln. Der neue Ötisheimer Trainer Uli Huber machte seiner Truppe keine Vorwürfe: „Wir haben nach der Pause die Konzentration verloren und konnten die Spannung nicht mehr hochhalten“, bilanzierte der Mann, der mit seinem jungen Team zufrieden war und auf den Lerneffekt setzt.

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