„Personelle Lage bleibt angespannt“

Von Silas Schüller Erstellt: 27. Februar 2020, 00:00 Uhr
„Personelle Lage bleibt angespannt“ Eckhart Streckfuss

Eckhart Streckfuss

Der Obmann der Schiri-Gruppe
Vaihingen äußert sich zum jüngsten Neulingskurs und den anhaltenden Personalsorgen im Fußballbezirk.

Herr Streckfuss, Anfang Februar haben Sie mit Tobias Lauber Ihren alljährlichen Neulingskurs durchgeführt. Wie ist es diesmal – nach zwei recht erfolgreichen Jahren – gelaufen?

Leider nicht so gut wie erhofft. Von den zehn Anmeldungen, die wir insgesamt bekommen haben, sind am Ende acht Neulinge übriggeblieben. Einer ist nicht zu den Kursen gekommen und einer hat die Prüfung nicht geschafft. Von den verbliebenen acht Teilnehmern kommen gerade einmal drei aus der Region Vaihingen, und alle drei sind auch noch als Jugendspieler oder Trainer aktiv. Es wird also nicht so einfach werden, sie später zu Spielen einzuteilen.

Wie geht es für die Neulinge nun weiter?

In den nächsten Tagen werden sie eine Kennung auf der DFB-Plattform erhalten. Außerdem bekommen sie einen erfahrenen Schiri als Pate zur Seite gestellt, der sie in den ersten Spielen begleiten wird. Zunächst werden sie im Jugendbereich eingesetzt, um Erfahrung auf dem Platz zu sammeln. Anschließend geht es in den Aktiven-Bereich, also zunächst in die B-Ligen.

Am Wochenende stehen im Enz-Murr-Bezirk wieder die ersten Ligaspiele an. Können Sie in der Rückrunde alle Spiele besetzen?

Im Moment geht es noch, aber die personelle Lage bleibt angespannt. Schon im Herbst mussten einige Spiele im Jugend- und Aktivenbereich wegen fehlender Schiri’s abgesagt werden, und das Gleiche droht uns jetzt wieder. Irgendwie haben die Vereine noch nicht ganz begriffen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass sonntags ein Unparteiischer aufkreuzt. Beide Parteien sind aufeinander angewiesen, wir müssen zusammen einen Weg finden.

Wie wollen Sie als Schiedsrichter-Gruppe diesem Problem entgegenwirken?

Tja, ein Patentrezept gibt es nicht, wir haben schon viel überlegt, wie wir die Clubs besser erreichen können. Es gibt einige Ideen, die wir auf dem Zettel haben und nach Möglichkeit umsetzen. Wir haben beispielsweise schon Schulen besucht und dort für den Job als Schiedsrichter geworben. Des Weiteren steht ein Schnupperkurs im Raum, bei dem Interessierte einen Einblick in das Schiri-Dasein bekommen, ohne gleich einen Kurs machen zu müssen.

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