Maulbronner Elf gewinnt Hitzeschlacht

Spiel des Tages: Die Heimelf feiert über den FSV Eisingen aufgrund ihrer Beharrlichkeit einen verdienten 3:1-Erfolg (0:0)

Von Maik Disselhoff Erstellt: 31. August 2015, 00:00 Uhr
Maulbronner Elf gewinnt Hitzeschlacht Der TSV Maulbronn (rote Trikots) lässt sich vom FSV Eisingen nicht abdrängen und stürmt unermüdlich nach vorne. Die Mannschaft gewinnt am Ende 3:1 (0:0). Foto: Fotomoment

Ein unbequemer Gegner und etwa 33 Grad haben den TSV Maulbronn am gestrigen Spieltag auf eine harte Probe gestellt. Die Mannschaft bewahrte einen kühlen Kopf und konnte sich am Ende über drei Punkte freuen.

Maulbronn. Immer wieder sorgte der FSV Eisingen mit langen Bällen für Gefahr im Maulbronner Strafraum. Doch am Ende ging die Taktik von Trainer André Uhlig nicht auf, der mit seinem Team bis zur Schlussminute auf Konter gelauert hatte. Der FSV, der zum Kreis der Favoriten auf die Meisterschaft in der Kreisklasse B1 Pforzheim gezählt wird, hatte sich in Maulbronn verzockt und spielerisch zu wenig Einsatz gebracht. Der TSV Maulbronn hingegen wurde am Ende für seine unermüdlichen und hart erarbeiteten Vorstöße belohnt. Allerdings leisteten die Gäste der Heimelf zunächst Starthilfe. Nach dem 0:0-Pausenstand zappelte der Ball in der 58. Minute erstmalig im Netz. Der Maulbronner Yasin Özdemir hatte einen Freistoß in den Strafraum der Gäste geschickt, den ein Eisinger Pechvogel unhaltbar für Schlussmann Dominic Förster zum 0:1 einköpfte.

Im Anschluss an das Eigentor ging die Partie ihren gewohnten Gang: Maulbronn machte das Spiel, zeigte über rechts trotz der großen Hitze immer wieder sehenswerte Vorstöße, doch die eigentlich guten Flanken fanden keine Abnehmer. Eisingen suchte sein Heil in Kontern. Doch ganz offensichtlich hatten die FSV-Spieler in der Trinkpause der ersten Hälfte kein Zielwasser runtergespült, denn alle guten Eisinger Möglichkeiten – und davon gab es nicht gerade wenige – verfehlten ihr Ziel. Glück für die Elf von Trainer Klaus Kerler, die in der 80. Minute nach einer Großchance von Adrian Kienle, die der Eisinger Torhüter Förster mit einer Glanzparade vereitelt hatte, nachlegen konnte. Endlich lief ein Angriff der Gastgeber mal nicht ins Leere: Der eingewechselte Benjamin Räuchle bediente Philipp Common, der aus rund 20 Metern unbedrängt abzog und das 2:0 erzielte. Eisingen steckte trotz des Rückstands und der schweißtreibenden Temperaturen nicht auf und setzte Maulbronn verstärkt unter Druck. Alexander Jost, der gefährlichste Mann in der Eisinger Mannschaft, konnte den Anschlusstreffer zum 2:1 besorgen (83.). Maulbronn hatte nicht nur in dieser Szene der Begegnung offenbart, dass es in Sachen Abwehrarbeit noch eine Baustelle für Kerler gibt. Allerdings ließ sich auch der TSV nicht von dem Gegentor aus dem Konzept bringen und marschierte munter weiter nach vorne. Die Belohnung winkte der Mannschaft im Zuge eines Angriffs in der 89. Minute: Benjamin Räuchle spielte Torwart Förster mit einem sehenswerten Lupfer aus, der sich zum 3:1-Endstand ins Gehäuse der Eisinger Elf senkte.

Nach dem Abpfiff sprach Klaus Kerler von einer „aufregenden Partie“, bei der man den Gegner durch eigene Fehler zu Möglichkeiten habe kommen lassen. „Es gab Abstimmungsprobleme“, räumt der Trainer ein, dessen Fazit dennoch positiv ausfiel: „Wir haben einen Favoriten geschlagen, da kann ich bloß zufrieden sein.“

Tore: Eigentor von Eisingen 1:0 (58.), 2:0 Philipp Common (80.), Alexander Jost 2:1 (83.), Benjamin Räuchle 3:1 (89.)

TSV Maulbronn: Ehrenmann – Jung, Tokgöz, Rizza, Ertem (42. Räuchle), Common, Koch, Schneider, Özdemir, Adam, Kienle

FSV Eisingen: Förster – Balzer, Rygiel, Schäfer, Keller, Bröning, Melzig (82. Nitschke), Jost (85. Trautz), Elsäßer, Bauer, Scherghuber

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