Hiobsbotschaft für Zaisersweiher

Außenverteidiger Samet Altuntas verlässt den Fußball-Kreisligisten – Spielvereinigung verpflichtet neuen Torhüter

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 9. Januar 2015, 00:00 Uhr
Hiobsbotschaft für Zaisersweiher Das tut weh: Samet Altuntas (ganz rechts) verlässt die Spvgg Zaisersweiher und spielt ab sofort beim Ligakonkurrenten FC Fatihspor Pforzheim. Foto: Fotomoment

Ende der Vakanz im Kasten: Die Spvgg Zaisersweiher ist auf der Suche nach einem neuen Torwart fündig geworden. Martin Schlagentweith wechselt mit sofortiger Wirkung von den Sportfreunden Mühlacker zum Fußball-Kreisligisten. Allerdings verliert Zaisersweiher zugleich einen seiner Leistungsträger.

Maulbronn-Zaisersweiher. Die Hiobsbotschaft kam erst einen Tag vor dem Ende der Wechselfrist: Samet Altuntas verlässt die Spvgg Zaisersweiher und das auch noch zu einem Ligakonkurrenten. Der schnelle und technisch starke Außenverteidiger spielt ab sofort für Fatihspor Pforzheim, das in der Tabelle an achter Position liegt. „Das tut richtig weh“, bedauert Trainer Jürgen Widmann den Weggang von Altuntas. Denn im Kampf um den Klassenerhalt kann Zaisersweiher derzeit jeden Spieler brauchen.

Die Mannschaft steht in der Kreisliga Pforzheim als Tabellen-15. derzeit auf einem direkten Abstiegsrang, zu den sicheren Plätzen, die bei Rang zwölf beginnen, fehlen vier Punkte. Je nach Ausgang in der Landesliga Mittelbaden könnte am Saisonende auch der 14. Platz zum Verbleib in der Kreisliga genügen. Der ist momentan drei Punkte entfernt.

Wenigstens kann die Spielvereinigung inzwischen die Verpflichtung eines neuen Schlussmannes vermelden: „Der hilft uns weiter“, sagt Trainer Widmann über Martin Schlagentweith, der seither für die Sportfreunde Mühlacker zwischen den Pfosten stand und davor bis zum Sommer 2013 beim FV Lienzingen aktiv war und bei den Sportfreunden mit Dennis Schöffler und Edgar Löffler sowie seit dieser Saison auch Neuzugang Mario Lanzara gleich drei harte Konkurrenten um einen Stammplatz hatte. In der laufenden Saison stand Schlagentweith nur in den letzten beiden Spielen gegen den FV Knittlingen und bei Viktoria Enzberg auf dem Platz. Ansonsten hütete stets Lanzara das Sportfreunde-Gehäuse.

Die Erleichterung von Jürgen Widmann ist verständlich, denn auf der Torwartposition herrschte in Zaisersweiher zuletzt geradezu Notstand. Steffen Pischke, der Stammkeeper der vergangenen Jahre, hatte vor der Saison sein Karriereende erklärt. Ersatzkeeper Matthias Rößler ist nach Stuttgart gezogen. Der deshalb im Sommer vom FSV 08 Bissingen verpflichtete Neuzugang Albert Winterstein ist inzwischen „verschollen“, wie es Jürgen Widmann süffisant formuliert. Winterstein bestritt die ersten drei Saisonspiele, bat dann wegen seines Hausbaus um eine Auszeit und hat sich seither angeblich nicht mehr in Zaisersweiher gemeldet. Wintersteins Platz als Stammkeeper nahm seither Tobias Jäger ein, der dadurch die Doppelbelastung zu schultern hatte, samstags bei den A-Junioren das Tor zu hüten und sonntags mit den Aktiven in der Kreisliga erneut aufzulaufen. Mit der Verpflichtung Schlagentweiths schlüpft Tobias Jäger nun in die Rolle des Ersatztorwarts.

In der Vorbereitung auf die Rückserie – Trainingsauftakt ist am 23. Januar – will Jürgen Widmann nach eigenen Worten „das Spielsystem ein wenig anpacken“. Der Trainer wünscht sich von den Außenverteidigern mehr Impulse nach vorne und will zugleich die Löcher in der Defensivarbeit schließen, die in der Hinserie allzu oft aufklafften. „Da waren wir hinten manchmal offen wie ein Scheunentor“, verweist Widmann auf 48 Gegentreffer, davon 23 auf eigenem Platz. Nur beim Schlusslicht TSV Weiler (56) und beim Tabellen-13. TSV Grunbach (51) schlug es häufiger ein. Vor allem die Auftritte vor eigenem Publikum müssten besser werden, findet der Trainer. Nur ein Heimsieg gelang Zaisersweiher bisher. „Die Außenverteidiger etwas höher positionieren, dafür die Sechser etwas mehr zurückziehen“, so stellt sich Widmann das taktische Gerüst für die restliche Saison vor.

Trainer Jürgen Widmann will ehemalige Aktive reaktivieren

Außerdem hofft man, einige ehemalige Leistungsträger zu reaktivieren. „Wir müssen die Kräfte im Verein wieder bündeln“, verlangt Widmann. „In der jüngsten Vergangenheit haben zu viele Spieler aufgehört, die teilweise noch keine 30 sind. Da ist uns viel Potenzial verloren gegangen, auf das wir nicht verzichten können.“ Namentlich nennt er Timo Knothe, Sebastian Walter, Timo Schwarzbäcker und den eingangs erwähnten Torhüter Steffen Pischke. „Das sind alles Spieler, die mit drei Wochen Training wieder auf Kreisliga-Niveau wären.“ Vor allem sind es Spieler, die sofort für Zaisersweiher spielberechtigt wären. „Die müssen wir mobilisieren. Ich hoffe, das gelingt uns“, so Widmann.

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