Gastgeber in besonderer Mission

Die Sportfreunde Mühlacker richten am Wochenende den Hallenstadtpokal aus – Titelverteidiger 08 nimmt Halbfinale ins Visier

Von Silas Schüller Erstellt: 11. Januar 2019, 00:00 Uhr
Gastgeber in besonderer Mission Im vergangenen Jahr schnappten sich die Sportfreunde den Hallenstadtpokal, und Oberbürgermeister Frank Schneider (Zweiter v. re.) freute sich mit. Foto: Fotomoment

Für die Sportfreunde bietet sich beim Hallenstadtpokal die Chance, sich als funktionierender Verein zu präsentieren. Der sportliche Aspekt wird deshalb aber nicht unterbewertet, schon gar nicht beim Titelverteidiger 08.

Mühlacker. Der Stadtpokal hat bei den Vereinen schon immer eine hohe Bedeutung. Es geht um die Vorherrschaft in der Region, ums Prestige. Freilich wird dem Wettbewerb im Sommer eine etwas größere Bedeutung beigemessen, doch auch das Kräftemessen in der Enztalsporthalle am kommenden Wochenende bringt Brisanz mit sich. Wenn es um die Emotionen geht, hat der Indoor-Cup sogar die Nase vorne, sind sich Sportfreunde-Pressevorstand Mike Feldmeier und Hüsnü Gür vom Titelverteidiger 08 Mühlacker einig.

Grund genug für die Sportfreunde, nach den ereignisreichen Wochen am Jahresende wieder mit erfreulichen Nachrichten aufzuwarten. Und wie es der Turnus vorsieht, bietet sich als Ausrichter des Hallenstadtpokals 2019 die optimale Möglichkeit, den Verein in der Öffentlichkeit wieder von seiner besten Seite zu präsentieren. „Wir wollen zeigen, dass die Umstrukturierungen im sportlichen Bereich keinen direkten Einfluss auf unsere Veranstaltungen haben“, erklärt Feldmeier.

Nach dem Rückzug von Sportvorstand Jürgen Banz sowie dem Kürzertreten von Spielleiter Jan Blutmacher befänden sich die Sportfreunde in einer „Übergangsphase“, die noch etwas andauere. Nichtsdestotrotz sei der Club organisatorisch voll handlungsfähig und könne Herausforderungen wie den Stadtpokal oder das Theaterprojekt im Uhlandbau stemmen. Dass dieses Engagement in der Stadt mit einer Vereinsmitgliedschaft von Oberbürgermeister Frank Schneider eine kleine Würdigung erfährt, werde im Letten natürlich positiv wahrgenommen. Für eine weitere gute Nachricht sorgte Dennis Schöffler, der momentan als Torwart bei der zweiten Mannschaft aktiv ist und demnächst das Amt des Spielleiters übernehmen möchte.

Wie sich die „Sportfreunde-Familie“ (Feldmeier) bemüht, das AH- und Aktiven-Turnier für Spieler und Zuschauer attraktiv zu machen, zeigt nicht nur die Speisekarte, die neben den Klassikern Rote Wurst und Pommes unter anderem mit Schweinehals und Kartoffelsalat glänzt. „Wir wollen mit den zusätzlichen Gerichten einen Mehrwert für die Leute bieten“, betont der Pressevorstand. So könne man vielleicht manch Hungrigen, der sich sonst in der Stadt etwas zum Essen kaufen würde, in der Halle verköstigen, was der Vereinskasse sehr gelegen käme.

Neben der finanziellen Bilanz hat freilich auch das sportliche Abschneiden eine große Bedeutung bei den Sportfreunden. „Die Sportfreunde sind ja fast schon prädestiniert für Finalteilnahmen beim Hallenstadtpokal“, spielt Feldmeier auf den Titelgewinn 2017 und den zweiten Platz im vorherigen Jahr an. Heuer möchte sich indes niemand im Verein auf ein erklärtes Ziel festlegen, was mitunter an der enttäuschenden Hinrunde in der Kreisklasse A1 liegen dürfte. „Wichtig ist für uns, dass alle Spaß haben und zueinanderhalten. Wenn das klappt, können wir auch jede Partie verlieren“, sagt der SF-Abteilungsleiter. Unabhängig davon sei allseits bekannt, dass es beim Hallenfußball ganz anders zugehe als beim Spielen auf einem großen Rasenplatz. Insofern müsse man abwarten, wie weit die Reise diesmal geht.

Die Fvgg 08 Mühlacker geht derweil etwas forscher in das Turnier. „Wir wollen mindestens ins Halbfinale kommen“, stellt 08-Coach Gür, der nur bei den Alten Herren auf dem Feld mitmischt, klar. Allerdings rechnet der Spielertrainer mit viel Gegenwehr: „Lomersheim ist beim Stadtpokal immer gut dabei, egal ob draußen oder drinnen. Dazu kommen die Lienzinger, die mit Daniel Reule einen starken Mann an Bord haben.“ Außerdem dürfe man auch die Sportfreunde nicht unterschätzen, wie der knappe Endspielsieg im vergangenen Jahr, als es bis ins Neunmeterschießen ging, zeige. Ein entscheidender Faktor wird laut Gür die Rolle der Torhüter sein: „Die müssen technisch eigentlich genauso gut sein wie die Feldspieler, weil über sie nahezu jeder Angriff aufgebaut wird.“ Auf dieser Position habe die 08 mit Antonio Iiodice und Guiseppe Gazetti zwei versierte Fußballer in ihren Reihen, die den Spielaufbau ihrer Mannschaft maßgeblich beeinflussen werden.

Auf die Ambitionen beim AH-Turnier angesprochen, erzählt der Mitvierziger, dass der Ehrgeiz mit dem Alter keineswegs abnehme. „Da geht es genauso zur Sache, da wird auch gefoult und diskutiert“, weiß Hüsnü Gür, der in den Gruppengegnern Türkischer SV und Lomersheim zwei Titelanwärter sieht.

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