Fußball: Mehrheit im wfv-Gebiet stimmt für Abbruch

Fast 600 Vereine haben sich zu den zwei Szenarien geäußert

Erstellt: 23. Mai 2020, 00:00 Uhr
Fußball: Mehrheit im wfv-Gebiet stimmt für Abbruch Fußball: Mehrheit im wfv-Gebiet stimmt für Abbruch

Enzkreis (pm). Dass die aktuelle Fußballsaison der Amateure, die in Baden-Württemberg Mitte März unterbrochen wurde, aber offiziell noch läuft, frühzeitig beendet wird, wird immer wahrscheinlicher. Zuletzt hatten die drei Verbände dies empfohlen und den Vereinen die Möglichkeit gegeben, Stellung zu beziehen. Endgültig entschieden wird bei einem Verbandstag im Juni.

Im Gebiet des Württembergischen Verbands (wfv), unter dessen Dach Vereine wie der TSV Phönix Lomersheim, der TSV Großglattbach, der SV Sternenfels und der SV Illingen ihre Spiele austragen, haben sich laut einer Mitteilung bis Dienstag 594 Vereine gemeldet. Sie hätten die komplexen Fragestellungen rund um die Auswirkungen der Corona-Krise „mit großer Ernsthaftigkeit und vielfach beeindruckender Akribie“ behandelt. „Es hat sich somit als richtig erwiesen, nach Argumenten zu fragen und nicht nur danach, welche Lösung im Ergebnis bevorzugt wird.“

Das Ergebnis des Anhörungsverfahrens lasse sich so zusammenfassen, „dass sich eine überwältigende Mehrheit der Vereine dafür ausgesprochen hat, die Meisterschaftsrunden zum 30. Juni 2020 zu beenden und nicht zu einem späteren Zeitpunkt nach der Sommerpause fortzusetzen“, erklärt der wfv. Kritik habe es daran gegeben, dass es in dem Szenario keine Absteiger geben soll, was zu einer verschärften Regelung und – abhängig vom noch zu beschließenden Spielmodus in 2020/21 – zu einem dichten Spielplan führen könne, sowie daran, dass nur jeweils ein direkter Aufsteiger pro Staffel vorgesehen ist.

Wie berichtet, hatten die drei Verbände neben dem Abbruchsszenario, bei dem die Endstände mittels einer Quotientenregel ermittelt werden sollen, auch eine Alternative vorgeschlagen. Bei der würde der Spielbetrieb im Herbst wieder aufgenommen werden. Dann könnte die Runde aber nicht, wie vorgesehen, bis Ende Juni abgeschlossen werden. Das Problem: Wenn Vereine im Sommer Zu- oder Abgänge haben, treten die Mannschaften in einer Saison mit verschiedenen Kadern an. Außerdem ist noch nicht klar, wie die Lage rund um das Virus im September ist und ob bis dahin wieder gekickt werden kann.

Die Aufgabe des Verbandsvorstandes sei es nun, die Stellungnahmen auszuwerten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, so der wfv, dessen Hauptgeschäftsführer Frank Thumm sich äußerte: Obwohl die Verbände vieles bedacht hätten, hätten die Rückmeldungen gezeigt, „dass die intensiven Diskussionen in unseren über 1500 am Spielbetrieb teilnehmenden Vereinen noch einzelne neue Aspekte hervorgebracht haben, die wir jetzt prüfen“.

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