Enzberger Elf muss noch zittern

Die Fußballer der Viktoria sind dem Abstieg aus der A1-Liga Pforzheim gefährlich nah, haben ihr Schicksal aber noch selbst in der Hand

Von Maik Disselhoff Erstellt: 18. Mai 2018, 00:00 Uhr
Enzberger Elf muss noch zittern Viktoria Enzberg (blaue Trikots) kämpft um den Klassenverbleib in der Kreisklasse A1 Pforzheim. Archivfoto: Fotomoment

Der FC Viktoria Enzberg kämpft gegen den Abstieg aus der Kreisklasse A1 Pforzheim. Die Mannschaft von Trainer Bernd Common kann das rettende Ufer in den letzten drei Saisonspielen noch aus eigener Kraft erreichen.

Mühlacker-Enzberg. Stand jetzt wäre Enzberg durch. Die Fußballer der Viktoria könnten nach einer verkorksten Saison die Korken knallen lassen, wenn die Rückrunde in der A1-Liga Pforzheim jetzt schon beendet wäre. Enzberg steht aktuell auf dem drittletzten Tabellenplatz. Auch wenn diese Zone der Tabelle auf dem Online-Fußballportal „fussball.de“ gelb eingefärbt ist und dadurch irgendwie gefährlich aussieht, steht fest: Es gibt nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden des Fußballkreises Pforzheim Thomas Distel nämlich maximal zwei Absteiger aus der A1-Liga. Ob ein Team oder zwei den Fahrstuhl runter in die B-Liga nehmen, sei abhängig davon, was in der Landesliga und in der Kreisliga Pforzheim am Saisonende passiere. Es könne vor diesem Hintergrund sein, dass nur der Tabellenletzte aus der A-Liga absteige. Allerdings gebe es auch das Szenario, wonach der Letzte sicher absteige und der Vorletzte in die Relegation müsse, so Distel.

Mit der Sportkameradschaft Hagenschieß (Platz 16) steht der sichere Absteiger aus der A1-Liga übrigens bereits fest. Das Team kommt mit seinen momentan acht Punkten in den drei verbleibenden Partien nicht mehr an den Vorletzten FSV Buckenberg II heran, der drei Spieltage vor Schluss 21 Punkte auf dem Konto hat. Es geht also nur noch um den möglichen Relegationsplatz, auf dem Buckenberg II aktuell steht und auf den Enzberg (zurzeit 23 Punkte) noch abrutschen könnte.

Dass die Abstiegsgefahr für Enzberg noch nicht gebannt ist, weiß jeder bei der Viktoria. Trainer Bernd Common hat deshalb ein klares Ziel vorgegeben: „Unser Ziel muss sein, in den letzten drei Spielen idealerweise neun Punkte zu holen.“ Was der Enzberger Elf in die Karten spielt, ist, dass die Buckenberger Reserve das härtere Restprogramm vor sich hat. Im Gegensatz zum FSV Buckenberg II habe es sein Team im Endspurt mit Gegnern zu tun, die zu schlagen seien. Auch wenn die Situation der Viktoria nicht gerade komfortabel ist, will die Mannschaft laut Trainer Common weiter an ihrem Plan festhalten. „Wir wollen unser Spiel durchbringen, weiterhin relativ offensiv zu Werke gehen“, sagt der Coach, der mit Blick auf die kommenden Herausforderungen die Strategie aus taktischen Gründen nicht im Detail öffentlich machen will. Am kommenden Samstag, 19. Mai, wartet der 1. FC Ersingen II, der momentan auf Platz sieben der Tabelle steht, auf Enzberg. Das Spiel wird um 17 Uhr angepfiffen. „Wir werden alles geben und versuchen, auf Sieg zu spielen“, so Common. Nach der Auswärtsbegegnung stehen noch zwei Heimspiele an. Am 27. Mai kommt die SpVgg Zaisersweiher nach Enzberg, am 3. Juni der FV Göbrichen. Ein Fazit kann Common im Rückblick auf eine schwierige Spielzeit schon vor dem endgültigen Abpfiff der Rückrunde ziehen: „Es war nicht einfach, weil unser Kader nicht so breit ist und uns manchmal die individuelle Klasse fehlt – dabei ist unsere Spielanlage gut.“ Um den Kader zu verstärken, sei man bereits jetzt in Gesprächen mit drei bis vier Spielern, verrät Common. Gerade bezüglich der mageren Enzberger Torausbeute wäre Verstärkung für die Sturmabteilung sinnvoll. Bei den Gesprächen mit den potenziellen Neuzugängen habe man dies durchaus im Blick, so der Trainer, der ankündigt: „Ob A- oder B-Liga – wir werden in der nächsten Saison definitiv stärker sein.“

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