Einsatzgarantie mit Kusshand

Spvgg Zaisersweiher leidet unter dünner Personaldecke – Nun doch noch ein Punktspiel im alten Jahr

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 12. Dezember 2013, 00:00 Uhr
Einsatzgarantie mit Kusshand Viele Spieler der Spvgg Zaisersweiher stehen unter der Woche nicht zum Training zur Verfügung, so auch Verteidiger Daniel Wallinger. Foto: Fotomoment

Rolle rückwärts in der Kreisliga Pforzheim: Die Spvgg Zaisersweiher muss doch noch einmal zu einem Punktspiel antreten. Kurzfristig wurde das Nachholspiel gegen den 1. FC Nussbaum für kommenden Samstag, 14 Uhr, angesetzt. Obwohl es gegen den Tabellenvorletzten geht, ist Spvgg-Trainer Jürgen Widmann nervös. Aus gutem Grund.

Maulbronn-Zaisersweiher. Lange Bälle mag die Abwehr Zaisersweihers gar nicht, und mit langen Bällen leitet der Aufsteiger Nussbaum seine Angriffe mit Vorliebe ein. „Das ist ein Kapitel für sich“, weiß Widmann um die Anfälligkeit seiner Defensive in diesem Punkt. Deswegen warnt der Trainer auch davor, Nussbaum aufgrund des Tabellenstandes für einen dankbaren Gegner zu halten. „Dankbar ist für uns zurzeit gar nichts“, knurrt Widmann und verweist nicht nur auf den Umstand, die letzten beiden Heimspiele gegen Nussbaum – noch in der A-Klasse – ebenfalls verloren zu haben, sondern auch auf die Personalsituation.

„Daniel Österle, Samet Altuntas, Timo Schwarzbäcker, Daniel Wallinger, Sebastian Walter, Stefan Zimmermann“, zählt der Coach Spieler auf, die ihm seit Monaten im Training nicht oder nur freitags zur Verfügung stehen, weil sie wegen Beruf oder Studium unter der Woche fort sind. „Hab ich wen vergessen?“, sinniert Jürgen Widmann über seine Ausfallliste, und es fallen ihm doch noch zwei Namen ein: „Ümit Sendere und Özkan Sasmaz arbeiten Schicht, die können nur jede zweite Woche mittrainieren.“

„Lieber jetzt, als im Februar noch mehr Nachholspiele zu bestreiten und entsprechend früher mit der Vorbereitung anfangen zu müssen“

Jürgen Widmann, Trainer

So kamen in den vergangenen Wochen selten mehr als acht bis zehn Spieler zu den Übungseinheiten, was ein gezieltes Training freilich erschwerte. „So eine Saison habe ich wirklich noch nie erlebt, das macht auch als Trainer nicht unbedingt Spaß. Und es wird sich auch bis zum Ende der Runde nicht ändern“, gesteht Widmann. „Aber man muss natürlich Verständnis haben, dass Ausbildung, Schule und Beruf für die meisten Vorrang haben. Der Fußball steht für die Spieler zurzeit nicht mehr wirklich im Fokus.“

Mit Ausnahme Sebastian Walters stünden alle Genannten jedoch für das Heimspiel an diesem Samstag voraussichtlich zur Verfügung. Und sie kommen dann wohl auch zum Einsatz. „Aus der zweiten Mannschaft drängt sich ja auch keiner auf. Die Auswahl ist also gar nicht da“, bedauert der Coach und fügt hinzu: „Wer da ist, wird mit Kusshand genommen.“ So kam auch Philipp Reichert nach seiner Rückkehr von einem einjährigen Australien-Trip unverzüglich wieder zu Einsätzen im Spvgg-Trikot.

Angesichts dessen liegt die Vermutung liegt nahe, dass die Partie gegen Nussbaum gänzlich ungelegen käme. Zumal zunächst die Partie gegen Alemannia Wilferdingen für kommenden Samstag angesetzt war und bereits Ende vergangener Woche wieder aus dem Spielplan gestrichen wurde. Doch Widmann dementiert.

„Ich bin sogar froh, dass das Spiel stattfindet“, sagt der Trainer mit einigem Nachdruck. „Lieber spielen wir es jetzt, als im Februar noch mehr Nachholspiele zu bestreiten und entsprechend früher mit der Vorbereitung anfangen zu müssen“, findet Jürgen Widmann. Zumal sich an der dünnen Personaldecke auch bis Februar nichts ändern werde. Ohnehin muss die Spvgg Zaisersweiher schon 14 Tage vor dem regulären Ende der Winterpause wieder ran. Für den 22. Februar ist nun das Nachholspiel gegen Wilferdingen vorgesehen, am 1. März soll der TSV Grunbach II in Zaisersweiher antreten.

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