Ein separates Kaliber oder doch besiegbar?

TSV Maulbronn muss binnen drei Tagen gegen zwei Spitzenteams der Kreisklasse B1 ran

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 31. Oktober 2013, 00:00 Uhr
Ein separates Kaliber oder doch besiegbar? Nach dem letzten Punktspiel hat Martin Kern das schnelle Kurzpassspiel auf den Stundenplan gesetzt. Archivfoto: Fotomoment

Bei den Fußballern des TSV Maulbronn läuft es bis dato in dieser Saison überhaupt nicht. Trainer Martin Kern muss ständig seine Mannschaft umbauen, und nun stehen auch noch die Heimspiele gegen Tabellenführer FSV Buckenberg II und den Lokalrivalen FV Lienzingen auf dem Spielplan.

Maulbronn. „Wir werden unser Bestes geben“, verspricht Martin Kern und ahnt doch, das das in den beiden Punktspielen der Kreisklasse B1 morgen und am Sonntag womöglich nicht reichen wird. Vor allem gegen den Spitzenreiter Buckenberg II morgen Nachmittag (14.30 Uhr) rechnet der Maulbronner Coach eher mit einer Lehrstunde als mit einer Überraschung.

„Die stehen mit ihren Mannschaften in unserer B-Klasse und in der KreisklasseC3 an der Tabellenspitze, und mit ihrer Ersten mischen sie in der Landesliga vorne mit. Das ist schon ein separates Kaliber“, sagt Martin Kern über den FSV, wähnt einen Vorteil aber doch auf seiner Seite: „Wir haben Heimrecht, und die spielen zu Hause ausschließlich auf Kunstrasen. Das könnte uns vielleicht entgegenkommen – Rasen und Kunstrasen sind doch zwei Paar Stiefel.“

Was dem TSV Maulbronn nicht entgegenkommt, ist die Verletztenliste, obwohl diese zuletzt etwas kürzer geworden ist. Auch weil Martin Kern noch keine zwei Spiele in Folge dieselbe Elf auf die Wiese schicken konnte, steht Maulbronn nur knapp oberhalb der Abstiegsplätze. „Da wo wir stehen, gehören wir mit Sicherheit nicht hin“, ist Martin Kern davon überzeugt, dass seine Mannschaft besser ist als es die acht Punkte und der derzeit elfte Tabellenplatz aussagen.

„Wenn die Einstellung stimmt, ist jeder zu schlagen“: Maulbronner Coach rechnet sich insgeheim etwas aus:

Vor allem die Verletzung von Abwehrchef Steffen Weissert, der mit zwei angebrochenen Rippen vermutlich noch für den Rest der Hinrunde ausfällt, schwächt die Mannschaft entscheidend. Der Einsatz von weiteren Leistungsträgern im morgigen Spiel gegen Buckenberg und am Sonntag gegen Lienzingen ist ungewiss: Adrian Kienle hat Probleme mit dem Rücken, Yasin Özdemir mit dem Knie und Loris „Lolle“ Nonnenmacher mit dem Sprunggelenk. Gestern meldete sich auch noch Tobias Mellert wegen einer Oberschenkelzerrung vom Training ab.

„Da müssen wir eben einige unserer A-Junioren einbauen“, kündigt Martin Kern an. Denen fehlt freilich die Erfahrung, doch sie werden hochmotiviert auf die Wiese gehen. „Wenn die Einstellung stimmt, ist jeder zu schlagen“, glaubt Kern, dass auch gegen die Topteams der Liga eine Niederlage nicht zwangsläufig ist. Weniger gegen Buckenberg II als gegen Lienzingen rechnet sich der TSV-Coach insgeheim etwas aus. Dass der FVL auch für Mannschaften aus dem Tabellenkeller nicht unbesiegbar ist, bewies unlängst der Türkische SV Mühlacker, der in Lienzingen zweimal führte und sich nur durch einen Foulelfmeter und ein Gegentor in der Nachspielzeit mit einem 2:2-Unentschieden begnügen musste.

„Also Kopf hoch und Ärmel hochkrempeln“, fordert Martin Kern, der seine Spieler in dieser Woche das üben ließ, was am vergangenen Sonntag bei der unerwarteten 0:4-Niederlage beim 1. FC Ersingen II überhaupt nicht klappte: „Wir haben einfach zu viele Fehlpässe gespielt“, monierte Kern und setzte das schnelle Kurzpassspiel auf den Stundenplan. „Das hat die Mannschaft im Training super umgesetzt“, hofft er nun, dass sich auch unter Punktspielstress entsprechende Besserung einstellt.

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