SV Illingen als Außenseiter

Derby in der Kreisliga A3: Phönix Lomersheim will gegen den SV Illingen die Scharte aus dem Hinspiel auswetzen

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 7. Dezember 2017, 00:00 Uhr
SV Illingen als Außenseiter Im Hinspiel zu Saisonbeginn bejubelt Illingen einen 2:0-Erfolg dank einem Doppelpack von Tim Scheuermann, in den jüngsten Wochen aber spielt Phönix Lomersheim erfolgreicher. Foto: Eigner

Von den Duellen mit dem SV Illingen hat Phönix Lomersheim in den vergangenen zehn Jahren nur zwei gewonnen. Viermal gab es ein Remis, dreimal siegte der SVI. Diese Bilanz soll am Sonntag aufpoliert und die jüngste Siegesserie fortgeschrieben werden. Die Illinger sehen sich in der Außenseiterrolle.

Mühlacker-Lomersheim. „Wir fahren mit viel Respekt nach Lomersheim, wir sind nicht der Favorit“, gibt Tobias Häfner zu. Ist das nun seine tatsächliche Einschätzung oder ein taktisches Täuschungsmanöver des Illinger Trainers? Vermutlich Ersteres, denn auch Häfner dürfte klar sein, dass Phönix Lomersheim das Nachbarschaftstreffen mit dem SV Illingen niemals auf die leichte Schulter nimmt. Schon allein, um die Scharte der 0:2-Schlappe im Hinspiel auszuwetzen, wird sich Lomersheim ins Zeug legen. „Diese Punkte zu holen, ist wichtig“, bestätigt Phönix-Coach Simon Roller. „In solchen Derbys ist auch immer etwas Brisanz drin, weil man sich untereinander kennt. Nur ruppig und unfair soll es nicht werden. Unterm Strich steht der Fußball.“

In der Rolle des Außenseiters sieht Häfner seine Mannschaft mit Verweis auf die jüngsten Resultate. Die waren durchaus wechselhaft. Weil zwischen dem 1:2 gegen Tabellenführer SV Riet Anfang Oktober und dem 1:3 gegen Besigheim am vergangenen Sonntag kein Spiel verloren ging, verbesserte sich Illingen vom zwischenzeitlich neunten auf den derzeit vierten Platz. Gleichwohl gabe es Siege in den vergangenen zwei Monaten nur bei den Kellerkindern der Liga FV Kirchheim, SKV Erligheim und TSV Bönnigheim, wo die Illinger jeweils mit 3:0 gewannen. Dadurch ist der SVI mit insgesamt fünf Erfolgen auf fremden Plätzen zwar die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Kreisliga A3, doch Aussagekraft hat das eher wenig. Allerdings hat sich auch Lomersheim seinen Nimbus als derzeit drittbeste Heimmannschaft der Liga vorwiegend gegen die Hinterbänkler erarbeitet.

Beide Mannschaften zeichnen eine ähnliche Fieberkurve

Ansonsten hat Phönix Lomersheim in dieser Saison eine ähnliche Fieberkurve wie Illingen gezeichnet. Einem erfolgreichen Start folgte der Durchhänger mit ebenfalls Rang neun als Tiefstpunkt. Zuletzt aber gewann Phönix fünf Spiele nacheinander, war dadurch gar Tabellendritter und ist nur deshalb wieder auf Platz fünf abgerutscht, weil die letzten beiden Begegnungen in Enzweihingen und Nussdorf nicht stattfinden konnten. „Schade, dass wir diese Zwangspause hatten. Aber trainieren konnten wir immerhin“, sagt Roller, der an die Erfolgsserie nun anknüpfen möchte.

„Wir wollen uns positiv in die Winterpause verabschieden“, unterstreicht Roller, der fest davon ausgeht, dass das Lokalderby gegen Illingen am Sonntag (Anpfiff 14 Uhr) auf dem Lomersheimer Kunstrasen gespielt werden kann. „Wenn es morgens schneit, ist der Schnee mittags doch sowieso wieder weg“, winkt der Phönix-Trainer gelassen ab.

Personell steht einem spannenden Derby ohnehin nichts entgegen, auf beiden Seiten steht der komplette Kader zur Verfügung. „Nur ich selbst werde nicht spielen“, bleibt Tobias Häfner bei der seit einigen Wochen geübten Praxis, die Spiele seiner Elf von der Bank aus zu verfolgen. „Von draußen sehe ich einfach mehr.“

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