Auf Zielkurs

Die SG Häfnerhaslach/Sternenfels entwickelt sich unter Fabian Götz erfolgreich weiter – Heimsieg gegen Horrheim bestätigt gute Form

Von Silas Schüller Erstellt: 31. Mai 2019, 00:00 Uhr
Auf Zielkurs SG-Trainer Fabian Götz kann mit der laufenden Saison zufrieden sein.

Für die Fußballerinnen der Spielgemeinschaft (SG) Häfnerhaslach/Sternenfels läuft es in der Bezirksliga wie gewünscht: Das Team von Fabian Götz steht momentan auf dem vierten Rang und kann mit Selbstvertrauen in das Derby gegen Roßwag gehen.

Sachsenheim-Häfnerhaslach. Wenn Fabian Götz über die Unterschiede zwischen einem Herren- und einem Frauenteam spricht, wird schnell klar, warum bald in die fünfte Saison mit der SG Häfnerhaslach/Sternenfels geht. „Bei den Männern geht vieles schneller, und das betrifft nicht nur den Fußball an sich. Ich habe schon oft mitbekommen, wie Trainer ihre Spieler nach zwei oder drei Jahren nicht mehr zu hundert Prozent erreichen und dann die Trennung erfolgt“, erzählt der 39-Jährige, der vor einigen Jahren als Betreuer bei den Horrheimer Herren aktiv war. Im Damenbereich müsse man freilich auf einem ganz anderen Niveau beginnen, aber dafür habe man im Normalfall auch mehr Zeit, das Team entscheidend nach vorne zu bringen. „Als ich hier in Häfnerhaslach angefangen habe, musste ich meine Vorstellungen erst einmal runterfahren“, berichtet Götz von seiner Übernahme in der Saison 2015/2016.

Weil viele Spielerinnen in den Jahren zuvor nicht durchgängig am Ball waren, legte der neue Coach das Augenmerk auf die Grundlagen: Kondition, Spielabläufe und (Schuss-)Technik. Von dem Umstand, dass seine Frauen bis zum Saisonende ohne Sieg blieben, ließ sich Götz nicht entmutigen und arbeitete geduldig an den „Basics“. Es folgte ein sechster Platz zum Rundenschluss, ehe die Bezirksliga Enz-Murr eingleisig weitergeführt wurde. Zu diesem Zeitpunkt, im Sommer 2017, entstand denn auch die SG Häfnerhaslach/Sternenfels, die bis zu der laufenden Saison ohne den Flex-Modus (neun gegen neun) auskam. Diesen Nimbus musste man heuer aufgeben, was für Götz aber kein Problem ist: „Es ist schon unser Ziel, mit elf Leuten anzutreten, nur ist das mit unserem jetzigen Kader nicht immer möglich. Deshalb sind wir froh, dass der Verband diese Option eingeführt hat.“

Am vergangenen Sonntag griff die Spielgemeinschaft auf eben jenen Modus zurück – und kamen damit den Gästen zuvor. „Ich bin ja Horrheimer und habe noch gute Kontakte zum Sportverein. Die haben in der zweiten Mannschaft auch personelle Probleme“, stellt der SG-Trainer fest.

Gegen den Vorletzten wollte er möglichst viele Abschlüsse von seinen Spielerinnen sehen, die diese Marschroute eins zu eins umsetzten. So schossen die Offensivkräfte Sarah Hagel, Vanessa Held, Tamara Lillich und Maria Melliou aus allen Lagen, wobei längst nicht jeder Versuch in Richtung Tor flog. „Nachdem wir zuletzt unsere Angriffe oft zu spät abgeschlossen haben, wollte ich diesmal viele Schüsse sehen, und das ist uns gelungen“, gibt sich Götz zufrieden. Gleichzeitig sei allen bewusst, „dass wir uns in Sachen Präzision noch steigern können“. Letztlich sprang für die Gastgeberinnen auf dem Heiligenberg ein 3:0-Sieg heraus, für den Lillich (18./38.) und Melliou verantwortlich zeichneten. Die beiden Angreiferinnen haben 15 der 24 SG-Tore erzielt und bilden mit Lisa Pötzsch (sieben Treffer) die zweitbeste Sturmreihe der Liga. Nicht nur deshalb nennt Götz das Spiel nach vorne das „Prunkstück“ seines Teams, das mit einem fast ausgeglichenen Torverhältnis (24:25) und 17 Zählern auf dem vierten Platz steht. Was den Defensivbereich betrifft, so freut sich der 39-Jährige über mehr Zugriff in der Rückwärtsbewegung und die Reduzierung von „dummen Gegentoren“.

Ob der derzeitige Leistungsstand gegen den kommenden Gegner FV Roßwag (Sonntag, 10.30 Uhr) reicht, darf indes bezweifelt werden. Die drittplatzierten Enztäler haben durch die Auflösung der Großglattbacher- beziehungsweise Nussdorfer Mannschaft stark profitiert und konnten bereits das Hinspiel (4:2) durch einen Doppelschlag in der Schlussphase für sich entscheiden. Insofern hofft Götz auf einen guten Tag seiner Frauen, die sich auf körperlich robuste FVlerinnen einstellen müssen. Auch spielerisch schätzt der SG-Trainer den Nachbarn stark ein, so dass man sich wohl kaum Fehler erlauben könne. Bei aller Zurückhaltung sei allerdings klar: „Wir müssen uns da überhaupt nicht verstecken, sondern werden optimistisch an die Sache rangehen und mindestens auf einen Punkt spekulieren.“

Sollte sich Häfnerhaslach/Sternenfels für die Hinspielpleite revanchieren, wäre am letzten Spieltag sogar noch der Sprung auf Rang drei möglich, wenn Roßwag nochmals patzt. Bei zwei Niederlagen könnte die Spielgemeinschaft aber auch noch auf den fünften Platz abrutschen, weil ihnen Hoheneck (16 Punkte) im Nacken sitzt. Geht es nach Fabian Götz, bleibt sein Team Vierter, denn „das war unser Ziel und da gehören wir auch hin“.

Sportredaktion E-Mail: redaktion@muehlacker-tagblatt.de Telefon: (07041) 805-27

silas.schueller@muehlacker-tagblatt.de

Weiterlesen
Enzberg verliert gegen Grünwettersbach erneut

Enzberg verliert gegen Grünwettersbach erneut

Viktoria Enzberg – ASV Grünwettersbach 2:4 Bereits in der vergangenen Spielzeit mussten sich die Frauen von Sven Graf in der Kleinfeld-Landesliga Grünwettersbach geschlagen geben. Nun setzte es erneute eine Niederlage… »