Altbekanntes und eine Premiere

Die Landesliga-Damen des TSV Ötisheim steuern auf eine weitere durchschnittliche Saison zu – Viktoria Enzberg steht vor Meisterschaft

Von Silas Schüller Erstellt: 17. April 2019, 00:00 Uhr
Altbekanntes und eine Premiere Im Landesliga-Derby haben die Frauen des TSV Ötisheim (gestreifte Trikots) mit starken Gästen aus Niefern und noch dazu mit kaltem Nieselregen zu kämpfen. Foto: Schüller

Die Ötisheimer Fußballerinnen werden nach der 0:2-Heimniederlage gegen Niefern wohl keine großen Sprünge mehr in der Landesliga machen können. Für das Kleinfeld-Team von Viktoria Enzberg könnte es dagegen erstmals mit dem Titelgewinn klappen.

Mühlacker/Ötisheim. Der TSV Ötisheim kennt sich im Mittelfeld der Landesliga Mittelbaden aus: 2016 landete man auf Rang sieben, in den vergangenen beiden Jahren stand jeweils der sechste Platz zu Buche. Demnach dürften sich die Frauen von Marko Keller nicht wundern, wenn sie nach den sechs ausstehenden Begegnungen dort landen, wo sie jetzt stehen – auf dem siebten Platz.

Dass diese Monotonie an der Motivation seiner Spielerinnen nagt, kann Keller indes nicht feststellen. „Es ist ja nicht so, dass wir kein ordentliches Training mehr machen, weil sich für uns in der Tabelle nicht mehr viel verändern wird“, stellt der Trainer fest. Ihm selbst sei es schon immer wichtig gewesen, jedes Spiel für sich zu betrachten und das bestmögliche Resultat anzustreben. In der laufenden Runde weisen die TSVlerinnen fünf Siege, sechs Unentschieden und sieben Niederlagen auf, das Torverhältnis (43:44) ist nahezu ausgeglichen. Laut Keller bestehe im Team durchaus der Wunsch, dem Ligadurchschnitt einmal den Rücken zu kehren, allerdings sei dieses Ziel mit der gegenwärtigen Kaderbreite kaum realisierbar. „Im Frauenfußball hängt der Erfolg eines Vereins oftmals viel stärker von einzelnen Akteuren ab als im Männerfußball“, erklärt der 29-Jährige. Bei seiner Elf habe etwa der verletzungsbedingte Ausfall von Stürmerin Luisa Link in der Hinrunde eine Lücke gerissen, die man kaum hätte schließen können. Auch am vergangenen Samstag mussten die Ötisheimerinnen ohne die Stürmerin auskommen, was die Angriffsbemühungen gegen die defensivstarken Gäste aus Niefern nicht gerade erleichterte. Das Heimteam kam auf dem durchnässten Rasenplatz nur selten in den gegnerischen Strafraum und rannte in der letzten halben Stunde einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. „Niefern hat das in der Abwehr mit ihrer gut mitspielenden Torhüterin elegant gelöst“, berichtet Keller, dessen Frauen lediglich in der Schlussphase zu größeren Chancen kamen.

Derweil fuhren die Enzbergerinnen in der Kleinfeld-Landesliga den ersten regulären Rückrundensieg ein. Bei Post Südstadt Karlsruhe kamen die erstplatzierten Viktoria-Damen zu einem 3:1-Erfolg und vergrößerten damit den Vorsprung auf den Tabellenzweiten Bruchhausen auf sieben Punkte. Ein Doppelschlag von Selim Özdemir (26.) und Martina Vogel (31.) brachte den Spitzenreiter auf die Gewinnerstraße, ehe Karlsruhe Mitte der zweiten Halbzeit per Strafstoß den Anschlusstreffer erzielte. „Die waren gut drauf und haben uns richtig unter Druck gesetzt“ lobt der FC-Trainer Sven Graf den Gastgeber aus der Fächerstadt, der schon vor dem 1:2 gute Abschlüsse herausgespielt habe. Viktoria-Torjägerin Karina Stefan sorgte dann im Gegenzug (73.) dafür, dass in der Schlussphase keine Spannung mehr aufkam.

Nun stehen dem Tabellenführer noch sechs Begegnungen bevor, die es laut Graf in sich haben: „Jeder möchte uns als ungeschlagenes Team bezwingen, das ist uns bewusst. Deshalb werden wir uns ordentlich strecken müssen.“ Nichtsdestotrotz sei schon jetzt die Vorfreude auf den Meistertitel riesig, schließlich würden die Enzbergerinnen zum ersten Mal überhaupt eine Runde als Erster abschließen.

Die größte Hürde steht dem Tabellenführer am Samstag, 11. Mai, bevor, wenn der Zweite Alemannia Bruchhausen in den Viktoria-Sportpark kommt. Sollte der Favorit bis dahin seine Spiele gegen Grünwettersbach und Waldprechtsweier gewonnen haben, könnte die Graf-Elf mit einem Sieg im Spitzenduell den Titel klarmachen. Soweit möchte der Trainer aber noch nicht denken, für ihn zählt zunächst nur das nächste Heimspiel am 27. April.

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